Archiv der Kategorie: Aktuell

KSV holt viele Titel bei den German Masters

Kanuslalom: Bei den German Masters sichert sich der KSV Bad Kreuznach viele Titel

(Quelle: Oeffentlicher Anzeiger)

Zeitz. Einen warmen Medaillenregen gab es zum Abschluss der Wettkampfsaison für die Slalomkanuten des KSV Bad Kreuznach. Bei den German Masters in Zeitz, den deutschen Meisterschaften der Senioren, räumten die KSVler großflächig ab. Im Einzel zeigte einmal mehr Sandra Schmidt ihre Klasse. Sie gewann in der Altersklasse Ü55 nicht nur die Konkurrenz im Kajak-Einer, sondern auch im Canadier-Einer. Nach dem ersten Lauf hatte sie noch auf Rang drei gelegen, verbesserte sich aber im zweiten Durchgang deutlich und holte Gold.
Ihren Titel verteidigte zudem Elena Bahmann in der Ü40. Mehr als acht Sekunden lag sie dabei vor einer Lokalmatadorin. Alleine der Austragungsort lässt das Herz von Stefan Senft höherschlagen. Die Strecke in Zeitz liegt ihm. Dort fanden zum dritten Mal nach 2010 und 2017 die Ü-Titelkämpfe statt und zum dritten Mal triumphierte er im Kajak-Einer, dieses Mal in der Altersklasse Ü50. „Zeitz ist einfach ein gutes Pflaster für mich“, freute sich Senft. Etwas Pech hatte Birgit Zinner
in der Ü45. Nach dem ersten Lauf war sie Zweite gewesen, verbesserte sich auch noch einmal, doch am Ende fehlten 0,13 Sekunden zu Bronze. Dafür holte sie dann aber im altersoffenen Mannschaftsrennen den Titel. Gemeinsam mit Elena Bahmann und Sandra Schmidt war sie nicht zu schlagen. Mehr als 14 Sekunden Vorsprung hatte das KSV-Trio am En-
de. Sandra Schmidt fügte ihren drei Goldmedaillen noch eine Bronze-
medaille hinzu. Sie bildete mit Senft und Ralph Zurmühlen auch ein Männerteam. Unter 21 Teams wurden die drei KSVler starke Dritte. Das große Teilnehmerfeld im Mannschaftsrennen im Kajak-Einer unterstrich die Beliebtheit der German Masters, die 30 Vereine aus ganz Deutschland nach Zeitz lockten. Zurmühlen freute sich auch deshalb sehr über seine Bronzemedaille, weil er Edelmetall im Einzel nur knapp verpasste. Er zeigte in der Ü55 eine sehr gute Leistung, musste sich aber mit dem sechsten Rang zufriedengeben. (olp)

03.-05. Oktober: Slalom in Roudnice/Elbe (DM Jugend, Junioren und Leistungskl.)

Öffentlicher Anzeiger, 30.10.2025

„Eine DM der vierten Plätze“

Kanuslalom: Bad Kreuznacher bleiben in Roudnice ohne Medaille

Roudnice. Das war aus Bad Kreuznacher Sicht eine DM der vierten Plätze. Erstmals seit vielen Jahren blieben die Slalomkanuten von der Nahe bei einer deutschen Meisterschaft, die in diesem Jahr im
tschechischen Roudnice ausgefahren wurde, ohne Medaille. Das hatte unterschiedliche Gründe. So hatte Paulina Pirro vom KSV Bad Kreuznach erkrankt absagen müssen. Sie verzichtete damit schweren Herzens auf die Fortsetzung ihrer DM-Serie, war sie doch in den acht Jahren zuvor in ihrer jeweiligen Altersklasse Erste geworden.
Enrico Dietz vom RKV Bad Kreuznach gewann bei den Män-
nern zwar das Halbfinale, konnte im Endlauf seine gute Leistung aber
nicht wiederholen und wurde Vierter im Kajak-Einer (K1). Den gleichen Rang belegte er mit dem K1 Männerteam, das er gemeinsam mit den KSVlern Tom Pahl und Simon Schiel bildete. Weitere vierte Plätze
belegten Katharina Neßelträger (KSV) im Canadier-Einer (C1) der
U16 und das U18-C1-Team mit Milena Nikitina, Neßelträger (beide
KSV) sowie Britta Jung (Zweibrücken), die im K1 zudem Fünfte wurden. Rang fünf ging auch im K1 Einzel an Milena Nikitina. „Ihre Resultate haben mich gefreut, zumal Milena nicht den größten Trainingsaufwand betreiben kann. Da war sie selbst richtig happy“, sagte KSV-Trainer Stefan Senft, der ergänzte: „Auch unsere anderen Nachwuchsfahrer haben alle das Halbfinale erreicht. Das ist uns wichtig gewesen.“ Mit seiner U18-Mannschaft hatte sich der KSV im K1 einiges ausge-
rechnet. Doch nach einem Positionswechsel, der Zeit kostete, landeten Tarek Lemler, Ron Bahmann und Jan Zinner nur auf dem achten
Platz. In der 22 Boote starken Konkurrenz kam das zweite Team mit
Viviana Fiedler, Helena Dahm und Schüler Oskar Steitz auf einen or-
dentlichen zwölften Rang. In den Einzelrennen verpassten Lemler,
Bahmann und Zinner aufgrund von Torstabberührungen und Fahrfehlern das Finale. Viviana Fiedler kam auf den achten Rang in der U18, und Bahmann hinterließ im C1 der U16 ebenfalls einen guten Eindruck. olp

01.-06. Oktober: Weltmeisterschaft Leistungsklasse in Sydney/AUS

WM Australien: Ricarda Funk verpasst Medaille knapp

Schade, mit Platz vier knapp an einem Podestplatz vorbeigeschrammt: 0,39 Sekunden haben Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) auf Bronze bei denKanuslalom-Weltmeisterschaften im australischen Sydney-Penrith am Freitag gefehlt. Die 33-Jährige war gut in ihren Lauf gestartet. Doch den größten Drop im mittleren Abschnitt der Strecke hat die Rheinländerin nicht gut erwischt, ließ wertvolle Sekunden liegen, was sie am Ende Edelmetall gekostet hat. „Es war kein perfekter Lauf, es wäre auf jeden Fall noch etwas drin gewesen. Mich stört weniger Platz vier als die Tatsache, dass zwei Sekunden schneller ohne Risiko noch drin gewesen wären“, resümierte die Tokio-Olympiasiegerin. Die Strecke sei unangenehm zu fahren gewesen, erklärte sie zudem, „die Tore hingen zum Teil tief, zum Teil an Stellen, wo sich die Wasserstruktur dauernd ändert, wo man immer reagieren und wachsam sein muss“. Oben am Start habe sie sich grundsätzlich gut gefühlt, obwohl „die Nacht zuvor nicht perfekt war, aber gut mit sechs Stunden Schlaf. Das ist besser, als null Stunden Schlaf“, sagte sie. „Ich war ready to go“, auch wenn die Bedingungen nicht die leichtesten gewesen seien, „weil auch der Wind wieder aufgekommen ist. Aber das ist am Ende auch für alle gleich.“ Den WM-Titel sicherte sich Klaudia Zwolinska (Polen) vor der Britin Kimberley Woods und der Australierin Kate Eckhardt.

12.-14. September: Slalom in Bad Kreuznach/Nahe (DM Schüler)

AZ 17.09.2025 „Silbermedaille als Sahnehäubchen“

Von Heidi Sturm

BAD KREUZNACH. Drei Tage lang herrschte am Salinenwehr schon fast Volksfeststimmung: Bei der Deutschen Schülermeisterschaft im Kanuslalom, die der Kanu-Sport-Verein auf der Traditionsstrecke für die
12- bis 14-jährigen Talente ausgerichtet hatte, war alles bestens verlaufen. Und das war schon am dauerhaften Strahlen von Veranstaltungsleiter Walter Senft zu erkennen, der permanent auf dem Wettkampfgelände unterwegs war und nach dem Rechten schaute, natürlich aber auch mit Spannung die Leistungen der eigenen Schützlinge verfolgte, die hier als einzige die Fahnen des Landes hochhielten. „Super feierliche Atmosphäre“ Schon die Eröffnungsfeier
mit Auftritten von Own Risk und den Rope Skippern aus Idar Oberstein war sehr schön und harmonisch verlaufen. „Alles war super feierlich“,
schwärmte Senft vom Marsch der Mannschaften in die „Arena“, den Innenhof des Brauwerks, wo die jungen Talente schon ein bisschen vom Flair einer DM wie bei den Großen schnuppern konnten. Gut waren auch die gesponserten Startnummern-Leibchen angekommen. Für alle Kinder und Jugendlichen gab es Paddelsäcke und als besondere Erinnerung die schön gestalteten Wettkampfpässe, die man wie die Medaillen für die Gewinner stolz umhängen konnte. Dank des guten Spätsommerwetters herrschte im Salinental reger Betrieb, neben den Teamkameraden und Trainern, die mit den „Hopp Hopp Hopp“ Schlachtruf die Rennen begleiteten, säumten auch zahlreiche Kreuznacher die Strecke
oder machten es sich an den Tischen bei Leckereien von Waffeln bis Paddeltaschen gemütlich. Der Regen der vergangenen Tage hatte dem Pegel gutgetan, zudem hatte der Rumpfmüller eigens für die Meisterschaft die Turbinen abgeschaltet, sodass das gesamte Wasser über die Strecke floss. Die Strecken hatten Bundesnachwuchstrainer Michael Trummer und Torsten Funk, Vater der Olympiasiegerin Ricarda gehängt. Durch den Regen am Sonntagvormittag hat te allerdings ein Rennen wiederholt werden müssen, weil vom 20-cm-Abstand der Torstangen zum Wasser ein paar Zentimeter fehlten.
Sahnehäubchen war die Silbermedaille von KSV-Talent Rick Bahmann im Kajak der U12. Im Halbfinale war er auf Rang drei gefahren und hatte
dabei schon das Ziel „Endlauf“ erreicht. Es wurde aber noch besser: Bei einem guten und mutigen Rennen schrammte er mit nur vier Zehntel an Gold vorbei: Er war auf der sehr anspruchsvollen Strecke zunächst am Abwärtstor 17 vorbeigefahren und zu nah an die Buhne gekommen und hatte dabei etwas Zeit verloren und letztlich auch einen Torstab berührt. Trotzdem kam er mit der besten Zeit ins Ziel, allerdings mit zwei Strafsekunden was aber die Begeisterung des KSV-Anhangs kein bisschen schmälern konnte. „Aller Ehren wert, wie er sich aus der schweren Situation gerettet hat“, schwärmte der sportliche Leiter Stefan Senft und war sich sicher, dass hier die wenigen Zehntel hängen geblieben waren. Trotzdem sei dies ein Riesenerfolg. Ganz klar, dass
der Junge nach dem aufregen den Durchgang auf seinen ersten nationalen Treppchenplatz sehr stolz war und das Ergebnis „cool fand“: Eigentlich hatte er mit einem fünften Platz gerechnet. Ebenfalls ins Kajak-Finale geschafft hatte es Teamkamerad Oskar Steitz. Er hatte die
Chance genutzt und sich beim wiederholten Halbfinale doch noch für den Endlauf qualifiziert und dort den zehnten Rang belegt.

04.-07. September: Welt-Cup 5 (Finale) in Augsburg/GER

AZ 08.09.2025, „Gold im Kajak-Cross“

KSV-Athletin holt zwei Finalmedaillen / Pech in der Paradedisziplin

Von Redaktion, Mario Luge

AUGSBURG/BAD KREUZNACH.
(red/mlg) Mit dem Sieg im Kajak-Cross und Silber im Kajak-Cross Individual beim Weltcup Finale in Augsburg gewann Ricarda Funk den Gesamtweltcup im Cross. Zudem sicherte sie sich den zweiten Platz in
der Gesamtwertung Einzelzeitfahren. Pech hatte Sie dagegen in ihrer eigentlichen Paradedisziplin, dem Kajak, wo sie den angestrebten vierten Erfolg im Gesamt-Weltcup verpasste. Ricarda Funk gewann sensationell nach dem zweiten Platz im Cross-Einzelzeitfahren Gold
im Kajak-Cross. Damit sicherte sich die 33-Jährige den Gesamtweltcup-Sieg im KajakCross und den zweiten Platz in der Gesamtwertung Einzelzeitfahren. Nach ihrem Gold-Coup sagte die Sportlerin des KSV
Bad Kreuznach: „Ich konnte mich am Start gut konzentrieren, gut Fokussieren, habe noch einmal kurz durchgeatmet.“ Ihre Strategie, vorne wegzufahren setzte die Rheinländerin eindrucksvoll um. Am Ende sicherte sich die Tschechin Katerina Bekova Silber vor Lois Leaver (Großbritannien).

Gestartet waren die Wettkämpfe im Eiskanal mit einer großen Enttäuschung: Die bis dato Gesamtweltcup-Führende Ricarda Funk schied im Kajak Halbfinale als 13. aus und vergab damit vorzeitig den Gesamtsieg. Damit war der Traum, vor heimischem Publikum ihren vierten Weltcupgesamtsieg im Kajak einzufahren, eigentlich schon geplatzt. Eigentlich, weil es noch eine theoretische Chance gab. Doch
am Ende reichte es dann tatsächlich nur noch für den vierten Platz im Gesamtweltcup. Dass Funk den Kurs sehr gut fahren konnte, hatte sie als Vorlauf-Erste mit einer Zeit von 106,71 Sekunden bewiesen, einer Zeit, die für Platz eins auch im Halbfinale gereicht hätte. Doch da lief es nicht. Mit zwei Torstabberührungen im Gepäck, und damit einem Fehler zu viel, landete die Rheinländerin auf dem 13. Semifinalplatz und verpasste um 0,12 Sekunden den Endlauf der besten Zwölf. „Der letzte Weltcup
zählt doppelt, und da muss man einfach abliefern. Und das habe ich heute nicht auf den Punkt gebracht. Der erste Lauf war sehr gut, der hat gesessen leider zum falschen Zeitpunkt“.

Erfolgreicher Test für die German Masters

Ein kleines sechsköpfiges Aufgebot des KSV besuchte die Regatta in Zeitz, wo im Oktober auch die German Masters ausgetragen werden.

Den Test auf der DM-Strecke meistersten die Senioren hervorragend. Bei den Männern der Seniorenklassen, die altersübergrifend alle in einem Rennen gewertet wurden, holte Stefan Senft Silber im K1, ebenso wie Birgit Zinner bei den Frauen. Gold gewann dort Sandra Schmidt, die mit ihren weitenen Siegen im C1 sowie im Sprint-Wettbewerb die herausragende Sportlerin der Veranstaltung war.

Beim Sprint-Slalom der U14 belegte Theo Herrera einen starken neunten Platz, ebenso wie Lily van Loon bei der weiblichen U18. Ihr Bruder Yves wurde bei den gleichaltrigen Jungs 19. (sts)

30. Juli bis 4. August: Junioren- und U23-EM in Solkan/SLO

AZ 01.08.2025 „Gold und Silber für Kreuznacher Kanuten“

Enrico Dietz und Paulina Pirro fahren bei
Nachwuchs-EM mit deutschen Teams aufs Podium

SOLKAN / BAD KREUZNACH (red/mlg). Dem deutschen Kanuverband gelang ein perfekter Start in die Europameisterschaft der U23 und Junioren im slowenischen Solkan. Alle Kajak-Mannschaften fuhren
am ersten Wettkampftag zu Edelmetall. Auch die beiden Bad Kreuznacher Sportler durften sich Medaillen umhängen. In der U23 fuhr Enrico Dietz vom RKV mit seine Kollegen vor Frankreich und
Tschechien zur Goldmedaille, KSV-Kanutin Paulina Pirro
wurde mit dem Team Zweiter hinter den Tschechinnen. Dazu haben alle deutschen Kajakboote in der Einzelkonkurrenz den Sprung in die Halbfinals geschafft, die wie auch das Finale am Freitag ausgetragen werden. Am Wochenende stehen sowohl für Enrico Dietz als auch Paulina Pirro zudem die Cross-Wettbwerbe auf dem Programm.
Herausragend in den Teamentscheidungen waren dabei die beiden Europameistertitel der Kajak-Fahrer (Junioren und U23), welche den Titel jeweils vor Frankreich sicherten. Mit Silber und Bronze bei
den Kajak-Sportlerinnen wurde das Mannschaftsergebnis
abgerundet. Bei dieser unnachahmlichen Medaillen-Jagd schafften es
alle Teams den Parcours fehlerfrei zu bewältigen, eine Leistung, welche man in der Mannschaft gar nicht hoch genug einschätzen kann. Damit war das berühmte Treppchen fest in deutscher Hand. „Ein solcher erfolgreicher Start in eine internationale Meisterschaft gibt den Sportlern und dem ganzen Team einen enormen Motivationsschub und ist letztlich auch der Lohn für viele harte Trainingseinheiten.“ sagte Teamchef Michael Trummer nach der Siegerehrung. Funfact am Rande: Es kamen nach den Rennen Stimmen unter den Sportlern auf, dass
es schlimmer gewesen sei, das Boot wieder bergauf zurückzutragen als das Rennen an sich zu bestreiten. Nach der Freude über die erreichten Ergebnisse im Ziel fiel es manchem Sportler nämlich sehr schwer, den Weg zum Bootslager zurück zu bewältigen. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten mussten alle mit ihrem Boot einen Berg erklimmen, bevor sie die vielen mit gereisten Fans mit Jubel begrüssten.
Auch in den Einzel-Disziplinen dürfen die deutschen Kanuten zumindest vom Endlauf träumen. Die besten Deutschen der jeweiligen Klassen haben bereits ihre Final-Ambitionen angedeutet.Und iIhre Teamkollegen folgten diesen Leistungen direkt oder haben sich im Mittelfeld platziert.
Während Enrico Dietz als Zwölfter bester Deutscher der U23-Herren war, belegte Paulina Pirro bei den U23-Frauen Platz fünf im Vorlauf.

Katharina Neßelträger dominiert in Roudnice

Slalomkanutin des KSV Bad Kreuznach holt beim ECA-Junior-Cup vier Siege

ROUDNICE – Slalom-Kanutin Katharina Neßelträger hat beim ECA-Junior-Cup im tschechischen Roudnice ihr Können und ihre derzeit gute Form eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die 15jährige Nachwuchsathletin des KSV Bad Kreuznach gewann gegen internationale Konkurrenz sowohl im Kajak- (K1) als auch im Canadier-Einer (C1) an beiden Tagen die Finalläufe der weiblichen U16, für die sie sich jeweils souverän qualifizierte.

Bereits beim ECA-Cup in Augsburg paddelte Neßelträger mit den Plätzen zwei und drei im K1 zweimal in die Medaillenränge und siegte zudem im Kajak-Cross (Foto). Im C1-Finale wurde sie dort beide Male Achte.

Auf dem Augsburger Eiskanal waren noch weitere KSV-Sportler am Start, die alle mindestens einmal ins Finale fuhren. In der Altersklasse U18 wurde Milena Nikitina bei den Frauen Achte, Tarek Lemler und Cosmo Kamm bei den Männern Siebter und 17. Im riesigen K1-Feld der U16 kamen Jan Zinner und Ron Bahmann auf die Ränge 21 und 16, im C1 gelang Bahmann sogar an beiden Tagen der Einzug in den Endlauf, wo er Zwölfter und Zehnter wurde. Dies schaffte auch Oskar Seitz, der sich bei den Jungs der U14 von Platz 21 auf Rang neun steigerte. Rick Bahmann, eigentlich noch U12, fuhr bereits bei den U14 mit und kam am zweiten Tag sogar ins Finale, in dem er 20. wurde.

Der ECA-Junior-Cup ist eine Wettkampfserie des kontinentalen Kanu-Verbandes ECA (European Canoe Association) und besteht aus insgesamt 16 Rennen an acht europäischen Austragungsorten, von denen am Ende die besten sieben in die Wertung für den Gesamtsieg kommen.

Am Wochenende steht in Bratislava/Slowakei nun das Finale an. Nach ihrem weiteren Sieg im K1 in Krakau/Polen hat Neßelträger dort Chancen, mit zwei erneut guten Platzierungen als erste KSV-Kanutin einen Podestplatz in der Gesamtwertung zu erringen. (sts)

08.-13. Juli: Junioren- und U23-WM in Foix/FRA

AZ 08.07.2025 „Finale ja, Medaillen nein“

Paulina Pirro und Enrico Dietz fahren bei der
U23-WM in Frankreich unter die zwölf Besten

FOIX. Finale ja, Medaille nein. Für die beiden Bad Kreuznacher U23-Kanuten fand der Final-Freitag bei den Weltmeisterschaften im französischen Foix einen zufriedenstellenden Abschluss.
Sowohl Paulina Pirro (KSV) als auch Enrico Dietz hatten
die Hürde Halbfinale recht souverän genommen. Als
Sechste (Pirro) und Neunter (Dietz) waren die beiden Ta-
lente von der Nahe in den Endlauf der zwölf Besten ein-
gezogen. Dort leistete sich Paulina Pirro einen Torfehler,
die Final-Siebte hätte es aber eingedenk von zehn Sekun-
den Rückstand auch bei fehlerfreier Fahrt nicht auf die Podestplätze geschafft. Diese belegten schließlich die Slowenin Eva Alina Hocevar vor
der US-Amerikanerin Evy Leibfarth (+0,51) und der britin Lois Leaver (+0,66).

Enrico Dietz fuhr ohne Fehler auf den achten Platz – 3,20
Sekunden hinter dem siegreichen Franzosen Titouan Cas-
tryck sowie Xabier Ferrazi(Italien, +0,14) und Manel Contreras (Spanien, +1,53). „Nach meinem Lauf bin ich sehr zufrieden mit meiner Performance gewesen. Dass das Spitzenniveau einfach noch
nicht erreicht ist, zeigte sich nach und nach. Ich gehe den noch mit einem sehr guten Gefühl in den nächsten Wettkampf am Wochenende im
Kayak Cross.“ Dort werden im weiblichen und männlichen
Bereich am Sonntag noch einmal Medaillen verteilt.

27.-29. Juni: Slalom in Metz/Mosel (2 x Deutschland-Cup)

Öffentlicher Anzeiger 10.07.2025 „Pahl hält Anschluss an deutsche Spitzenklasse“

Kanuslalom: KSV Bad Kreuznach beteiligt sich mit großem Aufgebot an Deutschland-Cup-Rennen in Metz

Metz. Bei den Deutschland-Cup Rennen im Kanuslalom in Metz
zeigten sich die Kanuten des KSV Bad Kreuznach zwar leistungsstark, aber nicht immer konstant.
Der Deutschland-Cup ist vergleichbar mit einer Bundes-
rangliste in der Leistungsklasse und in der Altersklasse U18. Er
wird über sechs Rennen ausgetragen (jeweils zwei im österreichischen Lofer im tschechischen Veltrusy und im fran-
zösischen Metz), wobei die fünf besten in die Wertung kom-
men. Pro Rennen findet ein Halbfinale statt, wobei die besten
zwölf anschließend das A-Finale austragen. Alle anderen dürfen
im B-Finale auch nochmals an den Start gehen.
In Metz lieferte Katharina Neßelträger die besten Ergebnisse
des KSV-Teams ab. Im Finale der U18 siegte Katharina im Kajak-Einer (K1) und belegte im zweiten Rennen Platz sieben. Im Canadier-Einer (C1) reichte es einmal für das A-Finale und einen tollen vierten Platz. Überraschend erkämpfte sich auch ihre Vereinskameradin Milena Nikitina einen A-Finalplatz und durfte mit Rang neun sehr zufrie-
den sein.
Tom Pahl fuhr in der Leistungsklasse am zweiten Wettkampftag einen A-Finalplatz raus,und mit Platz sechs machte er deutlich, dass er wieder Anschluss an die deutsche Spitzenklasse halten kann. Mit A-Final-Platz drei konnte Tarek Lemler zudem unter Beweis stellen, dass er in der U18-Klasse ganz vorne mitfahren kann. „Leider fehlt ihm
noch etwas die Konstanz“, erklärte KSV-Sportwart Walter Senft.
Das Gleiche gilt für Jan Zinnen, der im gleichen Finale Neunter wurde. Ron Bahmann überzeugte mit hervorragenden Fahrzeiten, schaffte es aber, bedingt durch Torstabberührungen, nicht, in die A-Finale vorzu-
dringen. In den B-Finals lief es besser, und es sprangen dort die Plät-
ze vier im K1 und drei sowie sechs im C1 heraus.
Der Jüngste im KSV-Team war der noch zwölfjährige Oscar Steitz,
der in der U18-Klasse unter 78 Starter mit fehlerfreier Fahrt Platz
29 errang. Simon Schiel, Anton Bloch, Viviana Fiedler und Helena Darm etablierten sich in ihren Klassen im Mittelfeld. red

12.-18. Mai: Europameisterschaft Leistungsklasse in Paris/FRA

Öffentlicher Anzeiger 19.05.2025 „Funk siegt auf Olympiastrecke“

Ricarda Funk: Gebrochenes Paris-Herz wächst zusammen

Kanuslalom: KSVlerin wird Europameisterin und versöhnt sich mit Olympiastrecke

Paris. Welch außergewöhnliche Sportlerin Ricarda Funk vom KSV
Bad Kreuznach ist, unterstrich die Slalomkanutin einmal mehr bei den
Europameisterschaften in Paris. Zum vierten Mal seit 2014 holte sie
sich den kontinentalen Titel im Kajak-Einer der Frauen. Elf Jahre auf
höchstem Niveau mitzumischen, das gelingt nur den Allergrößten.
Der Gold-Triumph in Paris war aber nicht nur deshalb der emotio-
nalste EM-Erfolg. „Dass mir ausgerechnet in Paris ein nahezu per-
fekter Lauf gelungen ist, darüber freue ich mich unglaublich“, er-
klärte Ricarda Funk und erinnerte einmal mehr daran, dass sie auf
dieser Strecke vor einem Jahr ihren zweiten Olympiasieg tränenreich verpasst hatte. „Ich verbinde diesen Ort mit Träumen, geplatz-
ten Träumen“, sagte sie nachdenklich und fügte an: „Und mit
ganz viel harter Arbeit.“ Die sich nun ausgezahlt hat. Und so setzte
auch ein emotionales Umdenken ein: „Mir ist der Start in Paris nicht
leichtgefallen. Vor dem Start sind mir noch einmal ein paar Tränen
heruntergeflossen. Aber die konnte ich zum Glück in positive Energie
umwandeln. Nun verbinde ich Paris auch mit einem Europameister-
titel. Ich bin sehr happy, dass mein im vergangenen Jahr gebrochenes
Herz nun vielleicht doch wieder zusammengewachsen ist.“
Ricarda Funks größte Stärke bleibt trotz normaler Rückschläge
sicher die Fokussierung auf Großereignisse und wichtige Läufe. Bei
der EM war sie im Vorlauf Vierte und im Halbfinale Fünfte gewor-
den, im Finale packte sie dann ihre ganze Erfahrung, vor allem aber ihre technischen Fähigkeiten und ihr Wassergefühl aus. Die Bad Kreuznacherin blieb fehlerfrei und lag bärenstarke 3,23 Sekunden vor der Tschechin Gabriela Satkova. „Ricardas Fahrt war eine Demonstration. Ich habe selten einen so guten Lauf bei den Frauen gesehen“, lobte Chef-Bundestrainer Klaus Pohlen. Mit ihrer Zeit von 89,36 Sekunden hätte sich die 33-Jährige im Finale der Kajak-Männer auf Platz neun eingereiht – auch das zeigt ihre außergewöhnliche Be-
gabung. Olaf Paare

Medaillenflut bei Süddeutscher Meisterschaft

Katharina Neßelträger holt Titel im K1 und C1 – Hilda Steitz dominiert die U10

FÜRTH – Mit Titeln und reichlich Medaillen im Gepäck kehrten die Slalom-Kanuten des KSV Bad Kreuznach überaus erfolgreich von den Süddeutschen Meisterschaften in Fürth zurück. Außerdem qualifizierten sich viele, die nicht bereits aus dem Vorjahr das Ticket sicher hatten, für die diesjährigen Deutschen Meisterschaften.

Dabei mischten die Kanuten von der Nahe in allen Altersklassen vorne mit. So fuhr die jüngste KSV-Starterin Hilda Steitz bei den weiblichen U10 ein beeindruckendes Rennen und holte mit einem fehlerfeien Lauf und 16 Sekunden Vorsprung vor der Augsburgerin Maila Schubert ihren ersten Süddeutschen Meistertitel. „Mit dieser Zeit hätte Hilda sogar bei den Jungs gewonnen“, ordnete KSV-Sportwart Walter Senft die starke Leistung entsprechend ein.

Ebenfalls schnell unterwegs war Rick Bahmann in der Altersklasse U12. Er wurde sowohl im K1 als auch im C1 Süddeutscher Vizemeister. Zwei Medaillen errang auch Oskar Steitz, der in seinem ersten Jahr der U14 mit klasse Läufen Bronze im K1 und Silber im C1 gewann. Zusammen mit Bahmann und seiner Schwester Emma Steitz, die bei den weiblichen U14 im C1 Vierte wurde, holte Oskar zudem Silber im C1-Team. Im K1 qualifizierte sich Emma Steitz als Achte im K1 auch für die Deutsche Schülermeisterschaft, ebenso wie Theo Herrera, der 17. im großen Starterfeld bei den Jungs wurde. Damit dürfen beide neben den bereits qualifizierten Oskar Steitz und Rick Bahmann bei der vom KSV im September ausgerichteten Heim-DM im Salinental an den Start gehen.

Nur knapp an einer Einzel-Medaille vorbei fuhr im K1 Jan Zinner, der im stark besetzten Rennen der U16 Vierter wurde. Ron Bahmann kam hier auf Rang acht, glänzte dafür aber im C1, wo er in einem Kopf-an-Kopf-Rennen den Titel errang. Zusammen mit Tarek Lemler, der bei den U18 Dritter wurde und nur durch eine Torstabberührung Gold verpasste, holten Zinner und Bahmann Bronze im K1-Team.

Die erfolgreichste Athletin aus KSV-Sicht war Katharina Neßelträger. Sie erkämpfte sich sowohl im K1 als auch im C1 der weiblichen U16 den Meistertitel jeweils vor Britta Jung, die sich jüngst für die U18-Nationalmannschaft qualifizierte. Hinzu kommen zwei Mannschafts-Medaillen. Gemeinsam mit Viviana Fiedler und Milena Nikitina, die in der U18 die Plätze fünf und sechs belegten, gab es Silber im K1 sowie mit Nikitina und Ron Bahmann Bronze im C1.

In der heiß umkämpften Leistungsklasse präsentierten sich Tom Pahl und Anton Bloch mit den Plätzen sechs und neun in guter Form. Bloch sicherte sich damit auch das Ticket für die Deutschland-Cup-Rennen und die Deutsche Meisterschaft. Zusammen mit Stefan Senft, der bei den Männern der Ü45/Ü50 Silber errang, fuhren sie im KSV-Team fehlerfrei auf Platz fünf.

Für weitere Titel sorgten Sandra Schmidt (Ü50/Ü60) und Elena Bahmann (Ü40-Ü50), während Birgit Zinner als Vierte hier denkbar knapp einen Podestplatz verfehlte, ebenso wie die Drei im Team. Schmidt gewann zudem Silber im C1. (sts)

02.-04. Mai: Slalom in Markkleeberg/Kanupark

Öffentlicher Anzeiger 07.05.2025 „Paulina Pirro gelingt der Quantensprung“

Paulina Pirro gelingt der Quantensprung

Kanuslalom: KSVlerin ist erstmals fürs A-Team qualifiziert – Ricarda Funk dominiert einmal mehr – Enrico Dietz führt U23-Wertung an

Von Olaf Paare.
Markkleeberg. Die Bad Kreuznacher Slalomkanuten haben auch
beim zweiten Teil der nationalen Qualifikation für die Nationalteams
und die Großereignisse geliefert.Das letzte Wort hat bei den Nomi-
nierungen der Trainerrat, der in dieser Woche tagt, aber drei Nahe-
Sportler werden in internationalen Gewässern am Start sein.
Keinerlei Zweifel an ihrer Ausnahmestellung ließ Ricarda Funk
vom KSV Bad Kreuznach aufkommen. Sie gewann im Kajak-Einer
alle sechs Slalom-Rennen – auf drei Läufe in Augsburg folgten nun drei
weitere in Markkleeberg – und dokumentierte einmal mehr, dass sie
die nicht optimal verlaufenen Olympischen Spiele in Paris in eine
Motivation umgewandelt hat, noch einmal im großen Stil anzugreifen.
Im Jahr 2025 lautet das Ziel Australien. Dort verbrachte sie im Winter
mehrere Wochen auf eigene Faust, im September stehen dort die Welt-
meisterschaften an.
„Es war vermutlich eine der besten Qualis, die ich in meiner Karriere bisher hatte. Am allermeisten freue ich mich über meinen letzten
Lauf. Ich war endlich in diesem Flow. Ich war komplett drin, habe
nichts von außen gehört. Das liebe ich einfach, wenn es so ist“, sagte
die 33-Jährige und betonte freudestrahlend: „Wir beklagen uns ja immer über meine Zweier. Um das jetzt einmal positiv zu erwähnen.
Ich habe in den sechs Läufen nur eine einzige Torstabberührung gehabt.“ Im letzten Lauf in Markkleeberg nahm Ricarda Funk der zweitplatzierten Emily Apel (Augsburg) 6,64 Sekunden ab. „Jeder, der diesen Lauf gesehen hat, war begeistert. Unfassbar, wie sie den
erwischt hat“, lobte auch Walter Senft, der Sportwart des KSV.
Die WM im September ist das eine, doch schon in gut einer Woche
geht es in Paris um europäische Ehren, die EM steht an. Dann wird Ri-
carda Funk zur Überraschung vieler ein Team bilden mit ihrer KSV-Kol-
legin Paulina Pirro. Die 19-Jährige hat nämlich das Kunststück ge-
schafft, bei den Frauen den dritten Qualifikationsrang zu belegen.
„Das ist eine famose Zugabe, einfach großartig“, kommentierte Senft
das starke Ergebnis. In Markkleeberg landete die Feilbingerterin
zweimal auf dem dritten und einmal auf dem vierten Platz. „Ich kann es
kaum glauben, dass es gereicht hat“, sagte sie überglücklich über
ihre erste Qualifikation fürs A-Team. Ob der dritte Platz auch für einen WM-Start in Australien reicht, ist noch nicht klar. In Augsburg und
Markkleeberg fehlte die Olympia Zweite Elena Lilik verletzt. Die
Tochter von Bundestrainer Thomas Apel erhält deshalb zu einem spä-
teren Zeitpunkt eine Qualifikationsmöglichkeit für die WM, eventuell in einem Ausscheidungsrennen gegen Paulina Pirro. „Darüber mache ich mir derzeit keinen Kopf“, sagte die KSVlerin. Als Dritte der Frauen erreichte sie ihr vorrangiges Ziel: Sie wurde in der U23-Wertung Zweite und darf sich auf Starts bei der Nachwuchs-EM in Slowenien und der
Nachwuchs-WM in Südfrankreich freuen. Da die Konzentration auf
dem Kajak-Einer lag, konnte sie den siebten Gesamtrang und den
fünften U23-Platz im Canadier-Einer sowie das zweimalige Ausscheiden im Halbfinale des Kajak-Cross-Wettbewerbs verschmerzen.
Zu dem trat Ricarda Funk gar nicht erst an, da sie als Slalom-Erste au-
tomatisch für den Crosswettbewerb qualifiziert ist.

Bei den Männern waren alle Bad Kreuznacher Augen auf die RKV-
Brüder Enrico und Joshua Dietz gerichtet, die im Endklassement die
Plätze sieben und acht belegten.Enrico, der jüngere der beiden, schaffte es aber auf den ersten Platz der U23-Wertung und damit in das
Nachwuchsnationalteam sowie zu deren EM und WM. In Markklee-
berg wurde er bei den Männern zweimal Neunter und einmal Vier-
ter. „Zusammen mit meinem Trainer werde ich die Leistungen ana-
lysieren und die Fehler, die ich gemacht habe, herausarbeiten. Und
dann steht einiges an Arbeit an, diese auszumerzen. Jede halbe Se-
kunde schneller zu sein in der Leistungsklasse, ist eine echte Heraus-
forderung“, sagte Enrico Dietz. Wichtig ist ihm der Verbleib in der
Trainingsgruppe mit den Olympia Medaillengewinnern Noah Hegge
und Sideris Tasiadis. „Das, was ich in dem halben Jahr von den beiden
Kanuten lernen durfte, ist grandios. Ich freue mich, wenn wir da weiter-
machen können. Mit Noah und Sid zu arbeiten, motiviert mich voll, und da bin ich dem Vertrauen des DKV sehr dankbar“, erklärte der RKVler.
Der ältere Bruder Joshua deutete im ersten Rennen des zweiten Wo-
chenendes mit Platz vier sein Potenzial an. Die Ränge acht und 21
folgten und damit platzte die Hoffnung aufs A-Team. „Ich habe mich
im Winter akribisch vorbereitet und aufwendig trainiert. Natürlich bin
ich enttäuscht, dass ich meine Leistung nicht abrufen konnte. Ich wer-
de nun in mich gehen und die Saison mit Weltranglistenrennen neu
planen“, erklärte der 25-Jährige. In der gleichen Männerwertung wie
die Dietz-Brüder belegten die KSVler Tom Pahl und Simon Schiel
die Endränge 19 und 20. „Vier Bad Kreuznacher unter den Top 20. Das
kann sich bundesweit sehen lassen“, sagte Senft. Im Kajak-Cross
war Enrico Dietz bester Nahe Sportler, er erreichte zweimal die
Vorschlussrunde. Im U18-Bereich hinkten die Bad
Kreuznacher hinterher. Katharina Neßelträger erreichte im Endklas-
sement die Plätze sieben und zehn. Sie ließ mit einem Sieg in einem
Cross-Rennen aufhorchen, doch auch in dieser Disziplin reichte es
nicht zur Qualifikation fürs Nationalteam. „Sie hat Potenzial, aber ihr
fehlt noch Wettkampferfahrung auf höchstem Niveau“, analysierte
Senft und fügte an: „Das gilt auch für Tarek Lemler.“ Der KSV-Junior
hatte mit einem sechsten Platz im ersten Markkleeberg-Rennen sei-
nen Ausreißer nach oben. Insgesamt wurde er 18. und lag damit einen Rang hinter Newcomer Ron Bahmann. „Ron hat als jüngster
Starter in dieser Klasse absolut überzeugt. Das war sehr vielversprechend. lobte Senft

Container-Spende der Fa. KB-Container & Embeka Technologies

aus Langenlonsheim rettet das Lagerproblem des KSV

Nach einer langen Abstimmung mit der Stadt zur Sicherung der Hangkante vor möglichem Steinschlag stand es fest: der vom KSV zu Lagerzecken genutzte Schuppen musste weg. Wie lange dieser aus Bruchstein errichtete Schuppen an der Hangkante stand, kann keiner mit Bestimmtheit sagen. Auf jeden Fall hat ihn der KSV bereits bei der Übernahme des Vereinsheimes im Jahr 2006 vorgefunden. Der Abriss ist für den KSV ein herber Verlust, da dieser Schuppen für die Lagerung von Materialien für den Sportbetrieb unerlässlich war.

Über die Vermittlung von OB Emanuel Letz hatte sich die Fa. KB-Container aus Langenlonsheim bereit erklärt, einen See-Container zur Verfügung zu stellen. In einer spektakulären Aktion wurde dieser Container auf den hinteren Teil des KSV-Geländes gehoben, eine Millimeterarbeit des Kranführers (Foto von Christoph).

Der inzwischen mit Strom und Beleuchtung ausgestattete Container ermöglicht nun dem KSV eine sichere und trockene Lagerung seiner Materialien.

Oskar Steitz siegt mit Regattabestzeit

Auch Hilda Steitz und Rick Bahmann sind in Bergheim nicht zu schlagen

BERGHEIM – Beim 1. Bergheimer Nachwuchs-Slalom, der zielgerichtet für die Altersklassen U8 bis U16 ins Leben gerufen wurde, triumphierten die jungen KSV-Kanuten mit vier Siegen und weiteren Podestplätzen.

Zwei der Gold-Medaillen sicherte sich Rick Bahmann bei den Jungs der U12, der sowohl im K1 als auch im C1 das jeweilige Rennen mit großem Vorsprung für sich entschied. Wesentlich knapper ging es da in der U14 zu. Hier siegte am Ende Oskar Steitz durch einen fehlerfreien zweiten Lauf 0,44 Sekunden vor Julian Kraan vom KST Rhein-Ruhr. Sein Gesamtergebnis von 98,60 Sekunden war gleichzeitig auch die Regattabestzeit und damit schneller als die der U16. Theo Herrera wurde im 20 Teilnehmer großen Feld der U14 Neunter und stand zusammen mit Bahmann und Steitz erstmals auf dem „Treppchen“, als sich das KSV-Trio unter 15 Teams Bronze erkämpfte.

Zum Bronze-Rang fehlten Emma Steitz bei den weiblichen U14 nur zwei Sekunden. Sie wurde im K1 mit feinen Läufen Vierte, ebenso wie bei ihrem Debüt im C1. Gemeinsam mit Bruder Oskar, der bei seiner C1-Premiere Fünfter wurde, und Rick Bahmann gewann Emma schließlich im Team doch noch ihre Bronze-Medaille.

Überragend war der Sieg von Hilda Steitz, die bei den Mädchen der U10 die Konkurrenz mit 30 Sekunden Vorsprung dominierte. Luke Bahmann, der bei den jüngsten Teilnehmern der U8 seine erste Regatta fuhr, meisterte den Slalomparcours auf der Erft prima und wurde Dritter.

Ihre Slalompremiere feierten auch die Zwillinge Yves und Lily van Loon, die vom Wildwasser-Rennsport kommend zum KSV gestoßen sind. In der Altersklasse U16 wurde Yves bei den Jungs Achter und Lily bei den Mädchen Fünfte. Im Team paddelten beide mit Emma Steitz auf Rang vier.

Am Ende der Nachwuchsveranstaltung wurde für die U14 noch ein Kajak-Cross-Zeitfahren ausgetragen, bei dem Emma Steitz im weiblichen Feld Zweite und Oskar Steitz im männlichen Dritter wurde. Rick Bahmann und Theo Herrera passierten jeweils ein Tor nicht korrekt, was sie auf die Plätze sieben und acht zurückwarf. Dennoch war dies eine wichtige Erfahrung in dieser neuen Kanu-Sportart, die Lust macht auf weitere Events dieser Art. (sts)

25.-27. April: Slalom in Augsburg/Eiskanal

Öffentlicher Anzeiger 26. u. 29.04.2025 „Funk verdeutlicht Vormachtstellung“ 

Funk verdeutlicht Vormachtstellung

Kanuslalom: KSV-Fahrerin überzeugt bei nationaler
Qualifikation – Paulina Pirro und Enrico Dietz in
der U23 auf Kurs

MAugsburg. Der erste Teil der nationalen Qualifikation im Kanuslalom ist vorbei, und Ricarda Funk vom KSV Bad Kreuznach nutzte
ihn einmal mehr, um ihre Vormachtstellung unter Beweis zu
stellen. Die Olympiasiegerin von 2021 gewann alle drei Slalom-Rennen auf ihrer Hausstrecke in Augsburg. Mit bis zu sieben Sekunden
Vorsprung fielen die Laufsiegedeutlich aus. „Ich bin sehr happy
mit dem Wochenende“, freute sich Ricarda Funk.
„Ricarda hat mit ihren souveränen Vorstellungen überzeugt, das
war brillant“, lobte Walter Senft, der Sportwart des KSV. Bei den
von Freitag an in Markkleeberg an gesetzten drei weiteren Läufen
braucht Ricarda Funk nun noch ein Top-Ergebnis, um sich als Nummer
eins für die EM in Tschechien und die WM im Herbst in Australien zu
qualifizieren. Schließlich kommen die vier besten von sechs Läufen in
die Wertung. Einzig im ersten Lauf der neuen Disziplin Kajak-Cross-
Individual unterlief Ricarda Funk ein Fehler, den die Kampfrichter
per Videobeweis entdeckten. Rang elf war die Folge. Doch das ließ die
Bad Kreuznacherin nicht auf sich sitzen. Den zweiten Lauf gewann
sie. Damit hat sie auch die Möglichkeit, sich über die Kopf-an Kopf-Rennen im Kajak-Cross für die Großereignisse zu qualifizieren. Das ist allerdings nur ein unwahrscheinliches Hintertürchen.
Da die Erste der Slalom-Qualifikation auch für den Kajak-Cross qualifiziert ist, kann es gut sein, dass Ricarda Funk in Markkleeberg gar
nicht zu den direkten Duellen antreten wird.
Auch für Paulina Pirro ist es nach Plan gelaufen. Im ersten Slalom-rennen bescherte sie dem KSV als Zweite einen Frauen-Doppelsieg. Es folgten zwei vierte Plätze.

Damit befindet sie sich im U23-Bereich auf Kurs auf die WM in Frankreich und die EM in Slowenien. Doch auch bei den Frauen hat sie
durchaus noch Chancen, sich für das Nationalteam zu qualifizieren.
„Wir sind zufrieden, das waren drei gute Ergebnisse. Mit einem
U23-Platz sollte es klappen“, sagte Senft. Im Kajak-Cross fuhr die Feil-
bingerterin auf die Ränge zwei und acht. Also auch auf diesem Weg
gibt es eine Qualifikationschance. Paulina Pirro startete zudem im
Slalomparcours mit dem Canadier Einer und kam bei den Frauen auf
die Plätze vier, zehn und sechs. Wie so oft war das Abschneiden
der gleichaltrigen Paulina Pirro und Enrico Dietz vergleichbar.
Auch der Starter des RKV liegt in der U23-Wertung ausgezeichnet
im Rennen und hat im Männerfeld Duftmarken gesetzt. „Enrico hat in
Augsburg überzeugt mit seinen Leistungen und sich eine sehr gute

Ausgangsbasis geschaffen“, berichtete Senft. Dietz sicherte sich in
der Slalom-Männerwertung zwei fünfte Plätze und einen zehnten
Rang. Bärenstark war der zweite Platz im zweiten Zeitfahren des Ka-
jak-Cross. Dort wurde er zudem im
ersten Lauf Sechster.
Es hatte sich angedeutet, dass es für seinen Bruder Josh Dietz schwer
wird bei den Männern. Das zeigte sich auch auf seiner Trainingsstre-
cke in Augsburg. Nach den Plätzen neun, 13 und sieben sind die Chan-
cen gering, sich einen der drei Nationalmannschaftsplätze zu sichern. Die KSVler Simon Schiel und Tom Pahl zeigten für ihr Leis-
tungsvermögen ordentliche Rennen und belegten Mittelfeldplätze.
Im Nachwuchsbereich hatte sich Tarek Lemler vom KSV mehr er-
hofft. Zwei Wochen zuvor noch Deutscher Vizemeister im indivi-
dualen Kajak-Cross der U18 er reichte er in dieser Disziplin dieses
Mal nur die Plätze 20 und 21. „Das hatten wir uns anders vorgestellt.
Aber so ist das Wettkampfgeschehen, manchmal läuft es einfach
nicht. Es hat nicht sollen sein“, sagte Senft. Auch im Slalom kam Lem-
ler nicht in die Top Ten. Der ein Jahr jüngere Ron Bahmann machte
mit einigen beherzten Läufen auf den anspruchsvollen Strecken auf
sich aufmerksam. In seinem Jahr gang war er regelmäßig der zweit-
schnellste Deutsche. „Er hat einen hervorragenden Wettkampf ge-
zeigt“, lobte Senft. Ähnlich wie Lemler blieb auch Katharina Neßelträger hinter den Erwartungen zurück. Ein fünfter Rang in einem der drei Kajak-Einer-Läufe war ihr bestes Resultat.
Zuvor war sie zweimal auf Platz 17 gelandet. Olaf Paare

Gelungener Saisonauftakt für KSV-Nachwuchs

WALDKIRCH – Die Nachwuchsmannschaft des KSV Bad Kreuznach startete am vergangenen Wochenende in die Wettkampfsaison 2025. Im baden-württembergischen Waldkirch am Fuße des Schwarzwalds ging es für die neunköpfige Mannschaft auf der Elz an den Start. Aufgrund des geringen Niederschlags in diesem Monat hatte die Wildwasserstrecke nur einen niedrigen Wasserstand und war in diesem Jahr leicht zu bewältigen.

So setzte sich die 10-jährige Hilda Steitz in ihrem Rennen mit 15 Sekunden Vorsprung deutlich durch und gewann souverän.

Der bei der männlichen U12 startete Rick Bahmann erzielte gegen die starke Konkurrenz aus Waldkirch einen starken 2. Platz. Hier lagen die ersten Drei innerhalb zwei Sekunden eng zusammen, was in diesem jungen Alter schon für ein sehr hohes Leistungsniveau spricht.

In der Altersklasse U14 weiblich zeigte sich Emma Steitz nach intensivem Wintertraining in guter Form und wurde Fünfte. Emmas Bruder Oskar schaffte in seinem ersten Rennen in der U14 männlich den Sprung aufs Treppchen. Mit seinem fehlerfreien zweiten Lauf sicherte er sich Rang drei. Im selben Rennen konnte sich Theo Herrera mit Platz 10 im Mittelfeld platzieren.

In Top-Form zeigte sich Ron Bahmann, der seinen ersten Wettkampf in der Altersklasse U16 fuhr. Er siegte sowohl im Canadier als auch Kajak. Im Kajak fuhr der 14-jährige nach Leistungsklassenfahrer Luis Erschig die zweitbeste Zeit des Tages. Damit bestätigt Bahmann seine gute Form für die anstehenden Sichtungsrennen für die Nationalmannschaften in sechs Wochen.

Viviana Fiedler präsentierte sich in neuem Boot ebenfalls stark und siegte in der Klasse U18 der Frauen.

Auch auf die beiden Seniorenfahrerinnen des KSV Bad Kreuznach war Verlass. Sandra Schmidt gewann im Kajak die Klasse Ü50 und im Canadier ebenfalls. Elena Bahmann konnte ihr Rennen der Damen Ü30 ebenfalls gewinnen.

Fiedler, Schmidt und Bahmann sicherten sich auch die Goldmedaille in der Damen K1 Mannschaft.

Ron Bahmann, Emma Steitz und Eike Hosenfeld aus Fulda wurden Dritte im Mannschaftsrennen der U18.

Die beiden Mannschaften der U14 mit Oskar Seitz, Rick Bahmann, Theo Herrera und Hilda Steitz kamen durch Fahrfehler nicht in die Medaillenränge. (eba)

22./23. März Slalom Waldkirch

Öffentlicher Anzeiger 31.03.2025 „Frühform von Ron Bahmann lässt hoffen“

Frühform von Ron Bahmann lässt hoffen
Kanuslalom: KSV Bad Kreuznach startet in die Saison
MWaldkirch. Die Nachwuchsmannschaft des KSV Bad Kreuznach startete im baden-württembergischen Waldkirch am Fuße
des Schwarzwalds in die Wettkampf-Saison der Slalomkanuten.
Aufgrund des geringen Niederschlags in den vergangenen Wochen hatte die Wildwasserstrecke
nur einen niedrigen Wasserstand und war in diesem Jahr leicht zu
bewältigen.
Die erst zehnjährige Hilda Steitz setzte sich in ihrem Rennen mit
15 Sekunden Vorsprung deutlich durch. Der in der männlichen
U12 startende Rick Bahmann erzielte einen starken zweiten Platz.
In der U14 zeigte sich Emma Steitz nach intensivem Winter-
training in einer guten Form und wurde Fünfte. Ihr Bruder Oskar
schaffte in seinem ersten Rennen in der U14 den Sprung aufs Trepp-
chen. Mit seinem fehlerfreien zweiten Lauf sicherte er sich Rang
drei. Im selben Rennen landete Theo Herrera auf Platz zehn.
In Top-Form zeigte sich Ron Bahmann, der in seinem ersten
Wettkampf in der U16 sowohl im Canadier- als auch Kajak-Einer
gewann. Im Kajak fuhr der 14-Jährige hinter Leistungsklassenfah-
rer Luis Erschig die zweitbeste Zeit des Tages. Damit bestätigte
Bahmann seine gute Form für die anstehenden Sichtungsrennen
für die Nationalmannschaften in sechs Wochen. Viviana Fiedler
präsentierte sich in einem neuen Boot ebenfalls stark und siegte in
der U18. Auch auf die beiden Seniorenfahrerinnen des KSV Bad
Kreuznach war Verlass. Sandra Schmidt gewann im Kajak-Einer
die Klasse Ü50 und war auch im Canadier-Einer nicht zu schla-
gen. Elena Bahmann konnte ihr Rennen in der Ü30 ebenfalls
gewinnen.
Fiedler, Schmidt und Bahmann sicherten sich zudem die Frauen-
Goldmedaille im Teamrennen im Kajak-Einer. Ron Bahmann, Em-
ma Steitz und Eike Hosenfeld aus Fulda wurden Dritte im Mann-
schaftsrennen der U18. Die bei den Teams der U14 kamen durch
Fahrfehler nicht in die Medaillenränge. red

Erstes Gold für Ricarda Funk im Kajak-Cross

SYDNEY – Als beste neue olympische Sportart wurde der Kajak-Cross von der „Welt“ in ihrem Artikel über das Olympiadebüt beurteilt. In diesem neuen Sport hatte Funk bei den European Games zwar schon einmal Bronze gewonnen, aber eine internationale Goldmedaille war ihr bisher verwehrt geblieben. Im australischen Penrith, auf der Olympiastrecke von Sydney, ist ihr dies bei den Oceania Championships nun gelungen. Funk setzte sich gegen Kim Woods (GBR) und Maialen Chourraut (ESP) durch und holte ihr erstes Cross-Gold. Olympiasiegerin Noemie Fox (AUS) wurde auf ihrer Heimstrecke Vierte. (sts)

Weltcup-Gesamtsieg für Ricarda Funk

LA SEU D’URGELL – Beim letzten Kanuslalom-Weltcup dieses Jahres im spanischen La Seu d’Urgell hat sich Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) mit ihrem vierten Platz den Gesamtweltcup-Sieg vor der Französin Emma Vuittton und der Australierin Jessica Fox geholt. Der vierte Platz ärgerte die 32-Jährige dennoch ein wenig, „es war sehr knapp und ich hatte ein paar kleine Fahrfehler drin. Eine Medaille heute wäre schon noch schön gewesen“, sagte sie. Aber die Freude über den Gesamtsieg überwiege dennoch. „So kann ich mit der Saison noch gut abschließen. Ich habe Stabilität über die gesamte Saison gezeigt, leider mit dem Ausreißer in Paris. Der Gesamtweltcupsieg ist ein kleines Trostpflaster. Aber er ist natürlich nicht das, wofür ich die ganzen Jahre so hart gearbeitet habe.“ 

Der Weltcupsieg heute ging an die Spanierin Maialen Chourraut, die Plätze zwei und drei belegten die Slowenien Eva Tercelj und Evy Leibfarth aus den USA. Die Herrenkonkurrenz gewann ohne deutsche Beteiligung der Tscheche Jiri Prskavec vor Mathieu Desnos aus Brasilien und Giovanni De Gennaro aus Italien. (thf)

Oskar Steitz verpasst DM-Medaille

Ron Bahmann wird Fünfter – KSV-Team auf Platz neun

HILDESHEIM – Vier junge KSV-Kanuten hatten sich im Frühjahr für die Deutschen Schülermeisterschaften qualifiziert, die nun in Hildesheim ausgetragen wurden. Dabei durfte man nach tollen Ergebnissen in der bisherigen Saison durchaus auf den einen oder anderen Podestplatz hoffen. Am Ende wurde es jedoch für den KSV nach genau zehn Jahren die erste Schüler-DM ohne Medaillen.

Dabei begann der erste Wettkampftag so vielversprechend. Denn gleich im ersten Vorlauf qualifizierten sich Oskar Steitz (2.) und die Brüder Rick (5.) und Ron Bahmann (8. im K1 und 3. im C1) mit vorderen Plätzen für das Halbfinale. Lediglich Emma Steitz verfehlte die Semifinalteilnahme als 21. knapp um einen Platz.

Anschließend folgten die Mannschaftswettbewerbe, bei denen die amtierenden süddeutschen Meister Bahmann-Steitz-Bahmann als einer der jüngsten Teams wie im Frühjahr in Ulm einen möglichst perfekten Lauf absolvieren wollten. In weiten Teilen gelang dies auch, aber nicht auf der gesamten Strecke. Mit zwei Torstabberührungen und einer Hilfsschleife wurde das KSV-Trio schließlich Neunter unter 28 Teams – keine Medaille, aber ein gutes Ergebnis.

Am Sonntag wurde der ohnehin schon anspruchsvolle Parcours für das Halbfinale und Finale noch einmal verschärft. Ron Bahmann kam mit der erschwerten Streckenführung in seinem Halbfinallauf bestens zurecht und setzte sich in der Altersklasse U14 im K1 mit einer fehlerfreien Fahrt an die Spitze. Damit startete er im Finale als Letzter, mit dem Wissen, dass sich seine Konkurrenten im entscheidenden Lauf noch einmal gesteigert hatten und er selbst liefern musste. Und so fuhr auch Bahmann noch einmal schneller und mit 100,33 Sekunden eine Zeit, die für eine Medaille gereicht hätte. Drei Berührungen à 2 Strafsekunden bedeuteten am Ende jedoch Rang fünf. Im C1 paddelte er – ebenfalls mit 6 Strafsekunden – als Elfter um 0,6 Sekunden am Finale vorbei. Das Phänomen, nach einem Topergebnis im Vor- oder Halbfinallauf am Ende zu scheitern, scheint nach Olympia bei Ricarda Funk und der U23-EM bei Paulina Pirro in dieser KSV-Saison auch vor den Schülern nicht Halt zu machen.

Dafür war auch Oskar Steitz bei der U12 das beste Beispiel. Nach einem tollen Vorlauf und der Qualifikation für das Finale, fuhr er dort eine zu riskante Linie, die neben einer Hilfsschleife auch noch zu einer 50 Sekunden-Zeitstrafe führte, was Platz zehn bedeutete. „Für Oskar war es sein erstes DM-Finale und somit eine wichtige Erfahrung in seiner hoffentlich noch langen sportlichen Laufbahn“, kommentierte KSV-Sportwart Walter Senft das Abschneiden. „Oskar hat gezeigt, dass er das Zeug zu einer Medaille gehabt hätte. Ihm fehlt aber noch die Konstanz und die Coolness, auch im Finale fokussiert eine saubere Linie zu fahren, statt mit Vollgas zu viel zu riskieren.“ Rick Bahmann wurde im Halbfinale 14., kann aber im nächsten Jahr noch in der U12 starten. 2025 richtet der KSV die nationalen Meisterschaften der Schüler auf der Nahe aus, wo es auf der Heimstrecke dann wieder Medaillen für den KSV-Nachwuchs geben soll. (sts)

Junges U14-Team holt überraschend den Titel

KSV-Kanuten gewinnen bei der „Süddeutschen“ in Ulm zahlreiche Medaillen

ULM – Mit zahlreichen Titeln und Medaillen im Gepäck kehrten die Slalom-Kanuten des KSV Bad Kreuznach erfolgreich von den Süddeutschen Meisterschaften in Ulm zurück. Außerdem qualifizierten sich fast alle, die nicht bereits aus dem Vorjahr das Ticket sicher hatten, für die diesjährigen Deutschen Meisterschaften.

Für die große Überraschung sorgte das U14-Team, welches angeführt von Ron Bahmann mit den U12-Kids Oskar Steitz und Rick Bahmann zu den jüngeren Mannschaften zählte. Auch wenn es in den jeweiligen Einzelrennen im K1 mit den Plätzen acht, vier und sechs für alle Drei nicht für einen Medaillenrang reichte, legte das Trio im Team-Wettbewerb einen fehlerfreien und schnellen Lauf hin. „Das war das Maximale, was die drei Jungs fahren können“, lobte KSV-Trainer Walter Senft seine Schützlinge, was nach dem Zieleinlauf Hoffnung auf einen Podestplatz machte. Dass es am Ende sogar für den Titel reichte, lag vor allem daran, dass von den favorisierten Teams aus Augsburg, Waldkirch und Hessen eines nach dem anderen an dem technisch anspruchsvoll ausgehängten Parcours auf dem Illerkanal scheiterte und jeweils „50er“ für nicht korrekt befahrene Tore kassierten. Umso größer war der Jubel beim KSV über den großartigen Erfolg, der nicht der einzige an dem Wochenende bleiben sollte.

So bescherte ein weiterer Null-Fehler-Lauf Ron Bahmann im C1 der U14 seine zweite Gold-Medaille. Bei den Mädchen der U10 gewann Hilda Seitz Bronze, während sich ihre Schwester Emma als Siebte bei den U14 das Ticket für die Schüler-DM sicherte.

Die Seniorinnen und Senioren des KSV waren ebenfalls auf Medaillenkurs. Gold gab es für Elena Bahmann bei der Ü32 sowie gleich zweimal für Sandra Schmidt, die bei der Ü50 neben dem K1 auch im C1 startete. Gemeinsam mit Birgit Zinner, die in der gleichen Altersklasse Dritte wurde, gab es zudem Bronze im Frauen-Team. Bei den Männern Ü50 belegten Stefan Senft und Ralph Zurmühlen die Plätze drei und vier.

Ebenfalls Bronze errang Tom Pahl mit einem starken zweiten Lauf in der Leistungsklasse der Männer, wo Simon Schiel auf einen guten fünften Platz paddelte. Zusammen mit U18-Athlet Anton Bloch wurden Pahl und Schiel außerdem Vizemeister hinter dem Team aus Augsburg. Bloch gewann auch im Einzel mit schneller Fahrzeit trotz zweier Torstabberührungen die Silber-Medaille – eine weniger, und es wäre Gold gewesen. Cosmo Kamm schaffte hier als Elfter die DM-Qualifikation.

Das gelang auch Jan Zinner mit einem starken siebten Platz der U16. Tarek Lemler gelang hier mit einer rasanten Fahrt sogar der Sprung aufs Treppchen und konnte sich über die Bronze-Medaille freuen. Diese verfehlte das U18-Team mit Lemler, Zinner und David Schiel als Vierte nur knapp. Eine weitere Silber-Medaille erkämpfte sich nach langer verletzungsbedingter Pause Viviana Fiedler bei der weiblichen U18, wo Neuzugang Helena Darm Vierte wurde. Im Mannschaftsrennen der männlichen U18, bei der auch Sportlerinnen mitfahren dürfen, kamen die beiden Juniorinnen zusammen mit Cosmo Kamm unter 15 Teams auf einen schönen siebten Platz. (sts)

Ron Bahmann dominiert die U14 in Waldkirch

Gelungener nationaler Saisonauftakt bei gutem Wasserstand – Starke KSV-Senioren

WALDKIRCH – Während sich die Bad Kreuznacher Kader-Athleten des Bundesstützpunktes mit Chef-Trainer Jörg Blees in Markkleeberg bereits auf die Ende April anstehenden Qualifikationsrennen vorbereiteten, erwartete die Slalomkanuten des KSV zum nationalen Saisonauftakt in Waldkirch in diesem Jahr ein optimaler Wasserstand, der eine attraktive Streckenführung ermöglichte.

Mit Theo Herrera hatte der KSV auch einen Debütanten am Start, der sich mutig den Herausforderungen der Elz stellte. Dabei steigerte sich der elfjährige Kreuznacher von Lauf zu Lauf, wurde in der Altersklasse U12 Elfter und im Mannschaftsrennen zusammen mit Rick Bahmann in einer Renngemeinschaft Fünfter. „Das war ein gelungener Einstand für Theo“, lobte KSV-Sportwart Walter Senft seinen Schützling. „Die Strecke ist wirklich nicht einfach gewesen und am Ende hat Theo sogar alle Tore gemeistert.“

Für Rick Bahmann war es nach der U10 nun der erste Start bei den Schülern der U12, wo er als Vierter nur knapp einen Podestplatz verpasste. Herausragender KSV-Athlet war sein Bruder Ron Bahmann, der bei der U14 sowohl im Kajak (K1) als auch im Canadier (C1) dominierte und in beiden Klassen unter anderem den starken Schweizer Theo Vögtlin hinter sich ließ.

Auch wenn es nicht für eine Medaille reichte, mischten Tarek Lemler und Jan Zinner im größten Starterfeld der U16 mit den Plätzen vier und acht vorne mit, ebenso wie Cosmo Kamm als Sechster und Pascal Roth als Siebter bei der U18. Im U18-Team holten Lemler, Zinner und Roth mit einem starken, fehlerfreien Lauf dann Silber.

Verlass war wieder einmal auf die Seniorinnen und Senioren des KSV. Elena Bahmann fuhr bei den Frauen Ü32 gleich im ersten Lauf eine Topzeit, die nicht zu schlagen war. Sandra Schmidt und Birgit Zinner holten in der Ü50-Klasse im K1 einen Doppelsieg, während Schmidt auch im C1 auf Rang eins paddelte. Das Seniorinnen-Trio war schließlich auch als Mannschaft nicht zu schlagen, was Sandra Schmidt den dritten Sieg im dritten Rennen bescherte. Bei den Männern gewann zudem KSV-Trainer Stefan Senft mit einem starken zweiten Lauf die Ü50.

Zum Schluss wurde eine Neuerung in den Wettkampfregeln gleich in die Praxis umgesetzt: Seit diesem Jahr dürfen nämlich bei allgemeinen Wettkämpfen auch Schüler in den Mannschaften der Leistungsklasse starten. Dies testeten Stefan Senft und Cosmo Kamm mit dem erst 13jährigen Ron Bahmann erfolgreich aus wurden mit Bronze hinter den Teams aus Waldkirch und Hanau belohnt. (sts)

KSV-Kanutinnen holen Titel bei den „German Masters“

Elena Bahmann siegt auch im Einzel – Stefan Senft wird im K1 Vize

DORSTEN – Wieder einmal bildeten die „German Masters“, die Deutschen Meisterschaften der Senioren, für die Slalom-Kanuten den Saisonabschluss. Auf der Lippe in Dorsten wurden sie für den KSV mit zwei Gold-, zwei Silber- und einer Bronze-Medaille eine der erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte.

Dabei ging der Titel bei den Seniorinnen-Mannschaften erstmals an die Nahe. Im Vorjahr noch auf Rang drei, waren Elena Bahmann, Sandra Schmidt und Birgit Zinner diesmal nicht zu schlagen. Mit einem fehlerfreien Lauf und der schnellsten Fahrzeit siegte das KSV-Trio vor der Renngemeinschaft Nordrhein-Westfalen und dem KST Rhein-Ruhr. „Das war eine großartige Teamleistung“, lobte Stefan Senft die Leistung seiner Vereinskameradinnen, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten trainingsfleißig auf die „Masters“ vorbereitet hatten.

Aber auch in den Einzelrennen mischten die Kreuznacherinnen ganz vorne mit. Elena Bahmann verteidigte in der Altersklasse Ü32/Ü40 ihren Titel und holte erneut Gold vor Amelie Mönnikes (KST Rhein-Ruhr) und Yvonne Freyer (KV Zeitz). Bei den Ü50-Frauen im ersten Durchgang noch auf Rang vier, steigerte sich Sandra Schmidt mit einem starken zweiten Lauf und erkämpfte sich ohne Torstabberührungen die Silber-Medaille im Kajak-Einer (K1) nur eine Sekunde hinter Elke Berg vom KST Rhein-Ruhr. Im Canadier-Einer (C1) errang Schmidt zudem Bronze, so dass sie mit einem kompletten Medaillensatz nach Hause fahren konnte. Birgit Zinner paddelte im K1 zu einem feinen fünften Platz, mit dem sie noch im vorderen Drittel des gut besetzten Rennens lag.

Eine weitere Silber-Medaille für den KSV konnte Stefan Senft bei den Männern Ü50 erringen. „Da hat sich das Training der letzten Wochen offenbar gelohnt“, freute sich der KSV-Trainer riesig über den Vizemeistertitel. „Bei der Jugend/Junioren/LK-DM in Markkleeberg bin ich zwischendurch sogar dreimal auf den See paddeln gegangen, um einigermaßen fit zu bleiben.“ Senft war in beiden Läufen fehlerfrei mit nahezu derselben Fahrzeit von 100 Sekunden unterwegs und konnte nur vom Kölner Richard Bender geschlagen werden. Dritter wurde Lars Koebe aus Lippstadt. In diesem teilnehmerstärksten Rennen der Veranstaltung kam Ralph Zurmühlen auf Platz zehn und Burkhard Stich bei seinem Masters-Debüt mit einem fehlerfreien Lauf auf Rang 17.

Senft und Zurmühlen starteten schließlich noch zusammen mit Horst Schröder im Mannschaftsrennen. Schröder, der im Einzel der Ü60 mit Rang 13 diesmal unter seinen Möglichkeiten blieb, fand erst im Teamwettbewerb zu seiner Form und fuhr dort eine bessere Fahrzeit als im Einzel. Am Ende wurde das KSV-Trio Fünfter unter 18 Mannschaften. „Das war ein klasse Lauf, bei dem Horst über sich hinausgewachsen ist“, resümierte Senft. „Mehr war für uns nicht drin.“ (sts)

Paulina Pirro gewinnt WM-Bronze im Kajak

In vier Disziplinen war die junge Athletin an den Start gegangen – mit dem heutigen Kajak-Finale sollte nun auch die vierte Medaille hinzukommen.

Nach den Silber- und Bronzemedaillen in den Mannschaftsrennen und dem Gewinn des Weltmeistertitels im Canadier am gestrigen Tag, hieß es für Paulina Pirro heute, auch in ihrer Paradedisziplin, dem Kajak, ihre Klasse unter Beweis zu stellen. Die dreifache Europameisterin in dieser Disziplin hatte die Qualifikation als Zeitschnellste abgeschlossen, kam auch im Semifinale fehlerfrei durch den Parcours. Im Finale legte dann die Tschechin Bara Galuskova eine Zeit vor, die im Gegensatz zu den anderen Endläufen des Tages nicht wirklich schneller war als noch im Lauf zuvor. Pirro startete als Vorletzte, lag in der ersten Zwischenzeit über eine Sekunde in Führung. Mit einem fehlerfreien und schnellen Mittelteil baute sie ihren Vorsprung auf knapp zweieinhalb Sekunden aus. Alles deutete darauf hin, dass sie auch im vierten Finale wieder auf dem Treppchen stehen würde.

Doch am letzten Tor unterlief ihr ein Fahrfehler. Die Welle in der Einfahrt zum Aufwärtstor griff ihre Bootsspitze ein wenig zu stark. „Die hat mich aufgedreht, da habe ich kurz gestanden.“ Doch die 17-jährige reagierte schnell, zog das Boot wieder auf die Linie. Im folgenden Aufwärtstor touchierte sie ganz leicht die Torstange. „Das habe ich überhaupt nicht mitbekommen, dass ich da dran war.“ In der Welle „den Anker geworfen“ und nun auch noch mit zwei Sekunden Zeitstrafe im Gepäck, packte sie noch einmal alles in den Zielsprint und schob ihr Kajak mit kräftigen Schlägen über die Linie. Dort standen dann, hauchdünne sieben Zehntelsekunden Rückstand auf der Uhr. Die gemischten Gefühle waren ihr deutlich anzusehen. Die sonst so übliche Faust in der Höhe und der Schlag auf das Boot blieben aus. Kurz nach ihr hatte sich dann schließlich noch die zweite Tschechin Klara Kneblova zwischen sie und die führende Landsfrau geschoben. „Ich muss schon sagen, die Freude über die Bronzemedaille fällt mir gerade schon etwas schwer“ gab die Bad Kreuznacherin auch nach der Siegerehrung noch zu. Druck am Start wegen der bereits erreichten Leistungen will sie nicht gehabt haben, aber der Anspruch an sich selbst ist dadurch sicher nur umso größer. Mit etwas Abstand auf die Geschehnisse gab sie schließlich dann aber doch zu: „mit dem Fehler und der Torstabberührung trotzdem noch auf das Treppchen zu fahren – da bin ich schon froh, dass es noch zu Bronze gereicht hat.“

Teamleader Michael Trummer: … „Besonders hervorheben muss man Paulina, die mit vier Medaillen die erfolgreichste Deutsche Athletin ist.“ Nicht nur diese WM war ein Spiegelbild ihrer beachtlichen Karriere als Jungathletin. „Seit ihrem ersten Europameistertitel 2020 hier in Krakau gewann sie in ihren vier Junioren-Jahren insgesamt 16 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften im Kajak und Canadier“ blickte Trummer zurück.

Text und Fotos: Philipp Reichenbach

K1w Junioren: 1. GALUSKOVA Bara (CZE) 97.98 (0); 2. KNEBLOVA Klara (CZE) 98.44 (2) +0.46; 3. PIRRO Paulina (GER) 98.72 (2) +0.74; 7. HEYDENREICH Christin (GER) 103.31 (2) +5.33; [Semifinale] 12. WILD Charlotte (GER) 104.95 (0)

Paulina Pirro holt WM-Gold

Bei den Junioren und U23 Weltmeisterschaften sicherten sich Paulina Pirro und Christin Heydenreich die Gold- und Silbermedaille. Weitere Finalisten schrammten nur knapp an einer Medaille vorbei.

Das hatten beide so nicht erwartet. Das Dreiergestirn aus Neele Krech, Christin Heydenreich (beide Leipzig) und Paulina Pirro (Bad Kreuznach) konnte sich im Semifinale der Canadier-Einer Juniorinnen alle gemeinsam für die entscheidende Runde qualifizieren. Dabei übernahmen Pirro und Heydenreich bereits die Führung und zeigten damit auch der Konkurrenz, dass sie ein Wörtchen um die Medaillen mitreden wollen. Die frisch gebackene Europameisterin Neele Krech startete im Finallauf im Mittelfeld, musste eine Torstabberührung hinnehmen und kam bereits nicht mehr an die Führungszeit heran. Anschließend sollte eine wilde Achterbahnfahrt der Emotionen im Ziel geschehen. Die vier noch am Start stehenden Boote übertrafen sich alle gegenseitig. Die Slowenin Naja Pinteric legte eine Zeit vor, die im Semifinale locker für Silber gereicht hätte und wähnte sich damit schon auf dem Podium. Doch bereits die folgende Tschechin unterbot sie um knapp eine Sekunde. Nun ging Christin Heydenreich an den Start. Als Vorletzte Starterin war ihr klar: „Wenn ich unten ankomme und da steht eine Eins oder Zwei, dann habe ich eine Medaille sicher.“  Sie steigerte sich um satte drei Sekunden, blieb wieder fehlerfrei. Dann leuchtete im Ziel die Zeit grün auf und es war nur noch ein Schrei der Erleichterung zu hören.

Während Christin Heydenreich noch mit ihren Emotionen im Ziel kämpfte, war Paulina Pirro bereits auf die Strecke gegangen. Auch sie fuhr auf Angriff, lag in der ersten Zwischenzeit knapp eine halbe Sekunde vor ihrer Teamkollegin. Doch dann passierte ihr ein kleiner Fehler in der Durchfahrt des Abwärtstors 10. Mit zwei Sekunden Zeitstrafe im Gepäck, legte sie im unteren Streckenteil nochmal zu: „Die letzten beiden Tore waren so close.“ Gerade das letzte Aufwärtstor hatte in den vorherigen Rennen oft über Sieg und Niederlage entschieden. Und so sollte es auch bei den Juniorinnen werden. Mit einer hauchdünnen Befahrung schlängelte sie sich um die Torstange und brachte letztlich noch einmal über zweieinhalb Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. Dass dann natürlich auch der Freudenschrei bis zur Tribüne im Mittelteil reichte, war klar. „Das ist einfach unfassbar. Mein Traum war es, einmal im Einzel bei der WM ganz oben zu stehen. Dass das jetzt im C1 passiert ist, hätte ich nie erwartet.“ Für die dreifache Europameisterin in der Kajak-Disziplin ist der Canadier eigentlich „nur“ die zweite Bootsklasse. „Das haben wir einfach nicht erwartet“ musste auch Christin Heydenreich überwältigt von den Ereignissen gestehen. Überglücklich mit den Medaillen als Doppelweltmeisterinnen werden beide auch morgen noch einmal im Kajak an den Start gehen.

Text u. Fotos: Philipp Reichenbach

K1w Junioren: 1. PIRRO Paulina (GER) 91.56 (2); 2. MRAZKOVA Klara (CZE) 94.64 (0) +3.08; 3. PESCE-ROUE Nina (FRA) 97.43 (0) +5.87; 10. HEYDENREICH Christin (GER) 106.36 (6) +14.80; 16. WILD Charlotte (GER) 109.57 (2) +18.01

EM-Hattrick Paulina Pirro holt erneut Titel

Paulina Pirro verteidigt den Europameistertitel aus dem Vorjahr und sichert sich ihren dritten EM-Titel. Mit ihr gemeinsam stand Charlotte Wild als Bronzemedaillengewinnerin auf dem Siegpodest.

„Ein bisschen unter Druck stand ich schon“ gab die 17-jährige Paulina Pirro nach ihrem Finallauf zu. Die Bad Kreuznacherin hatte bereits die Europameistertitel aus 2020 und dem vergangenen Jahr im Kajak eingefahren. Mit einer großen Gruppe mitgereister Familie und Freunde lastete eine gehörige Portion Erwartungen auf der Schülerin. Doch die Leistungen sprachen für die junge Athletin. Sowohl die Qualifikation als auch das Semifinale am heutigen Morgen entschied sie für sich und ließ keine Zweifel an ihrem Ziel, den Titel erneut mit nach Hause zu nehmen. 

Doch im Finallauf war für einen kurzen Moment dann doch einmal eine ungewohnte Stille am Kanalrand zu vernehmen. Die sonst so üblichen lauten Anfeuerungsrufe und Tröten verstummten plötzlich, als Paulina Pirro am Tor 23 – dem letzten Tor vor der berühmt-berüchtigten letzten Stufe – ein kleiner Fahrfehler passierte. „Ich habe fast das Paddel verloren und wäre beinahe den Blub rückwärts heruntergetrieben“. Der Blub – ein überdurchschnittlich großer und wasserfallähnlicher Absatz im letzten Streckenteil – ist eine der Schlüsselstellen des ohnehin schon als schwer einzuschätzenden Wildwasserkanals. Da sich gleich unterhalb der gewaltigen Stufe das nächste Aufwärtstor befand, kam es auf eine gezielte Linie durch die Passage an. Und die ungeplante Rückwärtsdrehung auf der Kante dieses Absatzes passte überhaupt nicht zur geplanten Linie. Doch Pirro riss das Boot noch einmal rum, kam annähernd auf die Linie zurück, traf die Einfahrt in das schwere Kehrwasser dennoch nicht optimal und verlor dabei wichtige Sekunden. Die zunächst so sicher geglaubten 4,25 Sekunden Vorsprung bei der letzten Zwischenzeit sollten damit noch einmal spannend werden. Doch auf der Ziellinie war dann endlich klar – auch dieser Europameistertitel geht wieder an die junge Kreuznacherin. „Ich glaube, da hat es heute wieder jemand gut mit mir gemeint.“

Ergebnisse:

K1w Junioren: 1. PIRRO Paulina (GER) 102.14 (0); 2. SAMKOVA Olga (CZE) 105.51 (0) +3.37; 3. WILD Charlotte (GER) 106.88 (2) +4.74; [Semifinale] 14. HEYDENREICH Christin (GER) 133.88 (6)

Text/Fotos: Philipp Reichenbach

Wieder, wie schon 2022, holte Paulina einen kompletten Medaillensatz nach Hause. Zu dem Titelgewinn im K1 kam, im Mannschaftswettbewerb K1 und im Einzel C1, die Silber- und die Bronzemedaille dazu!

FUNK HOLT 3 MEDAILLEN BEI EUROPEAN GAMES

Ricarda Funk ist erneut Europameisterin
(Bildt und Text P. Reichenbach)

Im Kajak-Einer der Damen konnte sich Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) nach Team Bronze erneut gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen und holte den dritten Einzeltitel ihrer Karriere.
Mit einer nicht ganz optimalen Linie und zwei Torstabberührungen hatte sie zuvor knapp mit Rang 10 ihre Finalteilnahme klargemacht. Damit musste sie den Entscheidungslauf eröffnen: „Es war nicht das erste Mal für mich, dass ich so eine Situation hatte“ aber eigentlich findet man die Olympiasiegerin und amtierende Weltmeisterin doch eher im mittleren Starterfeld, wenn nicht sogar an der Spitze der Startliste. „Ich muss schon sagen, ich mochte die Situation heute gar nicht. Am Anfang saß ich noch ganz allein da unten.“ Es dauerte ein Stück, bis sich die Mixed-Zone allmählich mit der internationalen Konkurrenz füllte. Aber auch wenn immer mehr und mehr Konkurrentinnen die Ziellinie überquerten – es vermochte keiner mehr die Zeit der 31-jährigen zu stoppen.
 

„Ich wusste, dass im Semifinale die Bestzeit bei 101 Sekunden lag. Als ich ins Ziel gekommen bin und die 99 auf der Uhr gesehen habe, war ich eigentlich richtig happy, aber ich wusste ja, dass ich eine Berührung drin habe. Und damit lässt man die Tür noch offen für andere.“ Passiert war ihr der Fehler im oberen Streckenteil an Tor 4. Doch davon ließ sich Ricarda Funk nicht aus der Ruhe bringen. Ich war so gut auf der Linie und die Rückwärtstore waren ‚on point‘. Da dachte ich mir: ‚ok, jetzt Fokus bis zum Schluss!‘“ Die Abwärtstorkombinationen waren teils so versetzt ausgehangen, dass eine Rückwärtsbefahrung notwendig wurde. „Da habe ich ein bisschen gezittert, weil ich nicht wusste, was passieren wird.“ Die Wellen im Wildwasserkanal sind für ihre wechselhaften Verhältnisse bekannt und können schnell zu Fahrfehlern verhelfen. Doch die Wahl-Augsburgerin aus Bad Breisig, die noch immer für Ihren Verein Bad Kreuznach an den Start geht, meisterte die schwierigen Passagen ohne Probleme.
 
„Ich war grundsätzlich sehr, sehr zufrieden und happy mit meinem Lauf. Ich wusste, egal was die anderen machen, ich kann mit mir zufrieden sein. Und das ist erst einmal das Wichtigste.“ Es blieb jedoch dabei, dass keiner an Funk vorbeikam und so stand bereits eine Starterin vor Ende des Rennens fest, dass die Deutsche Hymne bei der Siegerehrung erklingen wird. 
 
Ergebnisse:
K1 weiblich:

FUNK Ricarda (GER) 99.09 (2); 2. ZWOLINSKA Klaudia (POL) 101.06 (4) +1.97; 3. FISEROVA Tereza (CZE) 102.34 (0) +3.25; … 10. LILIK Elena (GER) 110.71 (2) +11.62; … [Semfinale] 16. APEL Emily (GER) 106.65 (0) +4.86

Silber für Ricarda Funk im Kajak-Cross

Bei ihrer ersten Finalteilnahme überhaupt komplettierte die 31-jährige ihren Medaillensatz bei dieser EM.

Viertelfinale und Halbfinale hatte die Kreuznacherin souverän überstanden. Im Finale sah es zunächst erst einmal gar nicht gut für sie aus. Im oberen Streckenteil kurz nach der Startrampe lag sie auf dem undankbaren vierten Rang und musste das Feld von hinten beobachten. „Ich muss sagen, ich fahre lieber vornweg. Das war mal eine andere Situation.“ Doch sie behielt die Nerven und griff nach der Rollzone an. „Ich dachte mir, ich nutze erst einmal den Platz bei der Rolle und schaue dann, wo die anderen hinfahren.“ Beim ersten Aufwärtstor wählte sie die rechte von den zwei vorgegebenen Varianten und konnte sich dabei an den Konkurrentinnen Stefanie Horn (Italien) und Martina Wegmann (Niederlande) in der Innenkurve vorbeikämpfen. Die Ukrainerin Viktoria Us wählte die linke Variante und war damit allein auf weiter Flur. Funk behielt ihre neu erkämpfte Position bei, verteidigte diese auch am zweiten Aufwärtstor, kam aber nicht mehr an die starke Ukrainerin heran.

„Es ist meine erste Finalteilnahme im Cross überhaupt. Ich bin natürlich sehr happy über die weitere Medaille.“ Nun darf sich die Sportsoldatin über einen kompletten Medaillensatz bei dieser EM freuen. Die frisch gebackene Europameisterin im Slalom hatte bereits am Donnerstag mit ihren Teamkolleginnen Elena Lilik und Emily Apel Bronze in der Mannschaft gewonnen.

Passend zum weiteren Erfolg heute hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Vormittag verkündet, dass Ricarda Funk zur Würdigung ihrer Leistung bei dieser Europameisterschaft wie auch ihrer bisherigen Karriere als Weltmeisterin und Olympiasiegerin hatte der DOSB die besondere Ehre hat, das deutsche Team bei der heutigen Abschlussveranstaltung der European Games als Fahnenträgerin anzuführen.

Ergebnisse:

Kajak Cross weiblich:

  1. US Viktoriia (UKR); 2. FUNK Ricarda (GER); 3. HORN Stefanie (ITA); [Semifinale] 6. LILIK Elena (GER); [Zeitlauf] 37. APEL Emily (GER)

Kreuznacher Masters belohnen weite Reise mit Edelmetall

Drei Athlet/innen des KSV Bad Kreuznach haben rund 2800 km Anreise auf sich genommen, um im nordfinnischen Taivalkoski bei den European Master Games 2023 im Kanuslalom an den Start zu gehen. Sandra Schmidt und Elena Bahmann holen sich in ihrer jeweiligen Altersklasse den Europameistertitel. Ralph Zurmühlen gewinnt Bronze.

Die 38-jährige Elena Bahmann trumpfte als jüngste Teilnehmerin im Deutschen Team richtig auf. Auf der sehr anspruchsvoll ausgehängten Naturstrecke paddelte sie konkurrenzlos mit einer sauberen Linie in der Altersklasse 35+ zum Titel. In der Gesamtwertung aller Damen musste sie sich nur der ehemaligen Nationalmannschaftsfahrerin Evi Huss (Schwaben Augsburg) und Olympiateilnehmerin Kordula Striepecke (KVS Schwerte) geschlagen geben.

In den Mannschaftswettbewerben errang Elena Bahmann an der Seite ihrer deutschen Mannschaftskolleginnen Evi Huss und Kordula Striepecke noch eine weitere Goldmedaille.

„Es war wie ein Ritterschlag für mich, als mich die beiden ehemaligen Mannschaftsweltmeisterinnen gefragt haben, ob ich mit ihnen als Team Germany 1 an den Start gehe“, berichtet Bahmann.

Auch für Sandra Schmidt lief es richtig gut. Sowohl im Kajak, als auch im Canadier wuchs sie über sich hinaus und holte sich gleich zwei Goldmedaillen der Altersklasse 50+. Im Kajak gelangen ihr gleich zwei fehlerfreie Läufe ohne Torstabberührungen die auch im Gesamtklassement für einen hervorragenden 4. Platz reichten.

Im C1 hatte Schmidt im Training noch stark mit den schweren Wildwasserpassagen zu kämpfen, wuchs im Wettkampf dann aber über sich hinaus und paddelte ins Ziel. „Im Frühjahr hat mir niemand einen Start im Wildwasser im Canadier zugetraut, ich habe gekämpft und es geschafft“, erzählt Schmidt stolz.

Gemeinsam mit zwei jüngeren Sportlerinnen aus Estland reichte es für Schmidt im Teamwettbewerb für die Bronzemedaille.

Für KSVler Ralph Zurmühlen lief es ebenfalls besser als erwartet. Nach einem soliden, aber noch mit vielen Torstabberührungen gezeichneten 1. Lauf, blieb er im zweiten Lauf fehlerfrei und fuhr damit im stark besetzten Rennen der Männer 55+ zur Bronzemedaille. „Die Reise alleine war schon ein riesiges Abenteuer, nun aber mit zwei Medaille zurück zu kommen, ist ein Traum!“, weiß Zurmühlen.

Nach einigem hin und her fand auch Zurmühlen noch eine deutsche Mannschaft und erpaddelte sich im Mannschaftswettbewerb der Herren 45+ ebenfalls die Bronzemedaille gemeinsam mit Evi Huss und Andreas Leonhard (KST Rhein-Ruhr).

Rick Bahmann feiert seinen ersten Sieg

KSV-Nachwuchs mit tollen Leistungen – Senioren ebenfalls stark

BERGHEIM – Während die Bad Kreuznacher Top-Athleten in Markkleeberg um die WM-Tickets paddelten, bestritten die Nachwuchs-Kanuten des KSV Bad Kreuznach in Bergheim erfolgreich ihren zweiten Saisonwettkampf.

„Da beide Veranstaltungen am selben Wochenende stattfanden, mussten wir uns auch hinsichtlich der Betreuung aufteilen“, erklärte KSV-Trainer Stefan Senft. Während sein Vater und KSV-Sportwart Walter Senft zusammen mit Stützpunkttrainer Jörg Blees für die Kader-Athletinnen und -Athleten in Markkleeberg verantwortlich waren, coachte er gemeinsam mit Christian Bahmann den KSV-Nachwuchs auf der Erft. „Christian ist eine tolle Unterstützung“, lobt Senft die Zusammenarbeit mit dem Weltmeister von 2005. Bahmann war bis Ende letzten Jahres erfolgreicher Nationaltrainer in der Schweiz. Jetzt ist er wieder nach Bad Kreuznach zurückgekehrt und kann so den KSV unterstützen, in dem auch seine Söhne paddeln.

Dabei machte sich Rick Bahmann an seinem zehnten Geburtstag selbst das größte Geschenk, indem er am Samstag zu seinem ersten Sieg paddelte – und das mit satten 20 Sekunden Vorsprung vor der Konkurrenz aus Nordrhein-Westfalen. Da für die Schülerklassen im Einzel zwei Rennen ausgetragen wurden, konnte er am Sonntag die acht Jungs der Schülerklasse U10 erneut auf die Plätze verweisen. Auch Ricks älterer Bruder Ron Bahmann war stark unterwegs und belohnte sich unter den 21 Teilnehmern der U14 mit Bronze. Im zweiten Rennen versuchte er eine riskantere Fahrweise, die jedoch nicht fehlerfrei gelang, und wurde Fünfter.

In der Altersklasse U12 kratzte Oskar Steitz mit den Plätzen vier und fünf schon mal am Treppchen und auch Lukas Elsässer, der sich von Rang neun auf Platz acht steigerte, konnte mit seiner Leistung sehr zufrieden sein. Beide waren im letzten Jahr noch U10 und können daher auch im nächsten Jahr noch bei den U12 starten. Ansprechende Läufe, die von Fahrt zu Fahrt besser wurden, zeigten ebenfalls die beiden KSV-Schülerinnen der U12. Emma Steitz verbesserte sich vom sechsten auf den vierten und Vereinskameradin Wideline Schmidt vom zehnten auf den neunten Platz.

Bei den Junioren U18 fuhr Pascal Roth die schnellste Zeit, eine Torstabberührung (= 2 Strafsekunden) kostete ihn jedoch den Sieg, so dass er sich unter den zwölf Startern „nur“ über Bronze freuen konnte. Platz drei belegte auch Horst Schröder, der im Rennen der Senioren Ü60 mit zwei fehlerfreien Läufen überzeugte. Stefan Senft, ebenfalls ohne Berührungen unterwegs, musste sich nur dem Sieger der letzten German Masters, Richard Bender aus Köln, geschlagen geben und gewann Silber in der Altersklasse Ü50.

Einen weiteren Sieg errang Elana Bahmann mit starken Läufen bei den Seniorinnen Ü32, während Sandra Schmidt als Vierte nur knapp die Medaillenränge im Rennen der Ü50 verfehlte.

In den Mannschaftsrennen errangen Pascal Roth, Stefan Senft und Elena Geitz bei den Männern Platz fünf und die jungen Schüler-Trios mit Oskar Steitz, Ron und Rick Bahmann sowie Lukas Elsässer, Emma Steitz und Wideline Schmidt unter 14 Teams die Plätze vier und neun. (sts)

Elena Bahmann holt DM-Titel bei den „German Masters“

Bronze für Stefan Senft, Bernhard Schraut und das KSV-Frauen-Team

HAGEN-HOHENLIMBURG – Mit einer Gold- und drei Bronze-Medaille bei den „German Masters“, den Deutschen Meisterschaften der Senioren, beenden die Slalom-Kanuten des KSV Bad Kreuznach eine überaus erfolgreiche Wettkampfsaison.

Den Titel sicherte sich dabei Elena Bahmann in der Altersklasse der Seniorinnen A und B (32-49 Jahre). Nach Silber im Vorjahr auf der Heimstrecke in Bad Kreuznach war die 37jährige KSV-Kanutin auf der Lenne nicht zu schlagen. Bereits im ersten Lauf ging Bahmann mit einer fehlerfreien Fahrt in Führung, die sie im zweiten Durchgang sogar noch einmal toppte, und so überaus verdient die Gold-Medaille vor Amelie Mönnikes (KST Rhein-Ruhr) und Yvonne Frenger (KV Zeitz) gewann. Damit holte sie sich als erste Bad Kreuznacherin bei den „Masters“ den Titel in einer Frauen-Wertung.

Team-Kollegin Birgit Zinner wurde bei ihrem Masters-Debüt Sechste, während Sandra Schmidt als Fünfte bei den Seniorinnen C (50-59 Jahre) als Fünfte das „Treppchen“ nur um eine Sekunde verfehlte. Das KSV-Trio war dann aus Kreuznacher Sicht auch die erste Damen-Mannschaft, die bei einer Senioren-DM an den Start ging. Dabei waren Bahmann, Schmidt und Zinner sogar als Schnellste unterwegs, hatten aber mit vier Torstabberührungen (à 2 Strafsekunden) zwei mehr „im Gepäck“ als das am Ende siegreiche Team von der KST Rhein-Ruhr und die Renngemeinschaft Nordrhein-Westfalen. Dennoch konnten sich Drei über den Gewinn der Bronze-Medaille freuen.

Bronze sicherte sich mit schnellen Fahrten auch Stefan Senft im größten Rennen der Senioren C. Er musste lediglich Richard Bender (WSF Köln) und Karlheinz Heckel (Schwaben Augsburg), mit dem er im vergangenen Jahr gemeinsam im Team Silber bei der WM gewann, den Vortritt lassen.

Und auch Bernhard Schraut erkämpfte sich nach seinem Sieg im Vorjahr erneut einen Podestplatz. Im Rennen der Senioren E und F steigerte sich der 71jährige mit einem fehlerfreien zweiten Lauf noch einmal, verwies damit Helmut Schröter (KV Zeitz) auf Platz vier und sicherte sich so Bronze hinter Harald Gimpel (KC Bad Dürrenberg) und Bernd Wellhausen (LKC Lüneburg).

Bernhard Schraut musste dann auch für den vor Ort leider erkrankten Ralph Zurmühlen im KSV-Team einspringen. Zusammen mit Stefan Senft und Horst Schröder, der bei den Senioren D im Einzel mit einer schöne Leistung Sechster wurde, schaffte es das Trio als Neunte immerhin in die „Top 10“. (sts)

Paulina Pirro wiederholt Europameistertitel

Mit einem fehlerfreien Lauf sicherte sich die Bad Kreuznacherin nach 2020 erneut den Titel im Kajak der Juniorinnen.

Über zwei Sekunden Vorsprung leuchteten im Ziel auf der Anzeigetafel auf, als die 16-jährige die Linie überquerte. Sekundenbruchteile später bekam das Boot der jungen Sportlerin zwei kräftige Schläge gepaart mit einem lauten Freudenschrei zu spüren. „Der Lauf war eigentlich optimal“ und es folgte nur noch eine Sportlerin. Da für Paulina Pirro klar, dass eine Medaille sicher ist. Doch die schnellste des Halbfinales Klara Kneblova (CZ) konnte ihren Heimvorteil nicht nutzen und blieb hinter dem fehlerfreien Lauf von Pirro zurück.  „Ich bin super happy mit dem Ergebnis und dass ich sozusagen meinen Titel wiederhabe.“ Dabei war vor dem Lauf reichlich Nervenflattern angesagt, wie Jürgen Schubert berichtet: „Sie kam zehn Minuten vor ihrem Lauf zu mir und sagte, sie könne nicht fahren.“ Doch der erfahrene Bundestrainer ging nochmals im Schnelldurchlauf die Strecke mit ihr durch. Die unsichere Nachfrage zur angepeilten Zielzeit beantwortete er kurz: „Bestzeit, ganz einfach!“

An der Startlinie waren bei Pirro alle Zweifel beseitigt. Als sie beobachtete, wie die zuvor gestartete Tschechin Samkova das erste Aufwärtstor nur mit einem Schlag befuhr, kehrte neben Selbstbewusstsein auch ein wenig Risikofreudigkeit zurück: „Da habe ich mir gedacht: ‚Jetzt alles oder nichts – ich fahre das auch so‘.“ So bestätigte die Bronzemedaillengewinnerin der diesjährigen WM vor knapp vier Wochen ihre Leistungsstärke und stand dieses Mal – wie schon 2020 in Krakau – erneut ganz oben auf dem europäischen Treppchen.

Ergebnisse: K1w Junioren: 1. PIRRO Paulina (GER) 91.89 (0); 2. SAMKOVA Olga (CZE) 94.00 (0) +2.11; 3. ODRIOZOLA Maite (ESP) 96.05 (2) +4.16

Text/Fotos: Philipp Reichenbach

Zuvor konnte sich Paulina Pirro in den Mannschaftswettbewerben, der Bootsklassen K1 und C1, die Silber- und die Bronzemedaille sichern, und brachte somit einen kompletten Satz Medaillen mit nach Hause!

FUNK VERTEIDIGT WM-TITEL

WM-Titel im Einzel und in der Mannschaft

Text: Uta Büttner, Beitragsfoto: Thomas Lohnes

Ricarda Funk rast als letzte Finalisten bei den Weltmeisterschaften in Augsburg zu Gold auf dem ausverkauften Eiskanal am heutigen Samstag.

Mit dem Sieg vor heimischen Publikum holt Olympiasiegerin Funk nach 2021 im tschechischen Bratislava erneut den Weltmeistertitel. „Die Zuschauer waren unglaublich. Sie haben schon angefangen zu jubeln, da war ich noch gar nicht gestartet“, sagte die 30-Jährige. Dabei war es teilweise schwierig für die Deutschen, sich bei den vielen Fans mit gutem Zureden und Autogrammwünschen auf ihren Wettkampf zu konzentrieren. „Aber am Ende haben sie uns beflügelt. Sie haben uns mit runtergetragen“, sagte Funk. Klar war, dass sie ihre Halbfinalzeit toppen mussten, denn die Australierin Fox hatte diese bereits unterboten und führte bis zum Start von Funk, die als Halbfinalschnellste zuletzt startete. „Ich hatte sowas am Start gehört. Aber ich dachte dann, das ist mir egal, ich konzentriere mich auf meinen Lauf.“ Zwischenzeitlich und auch noch beim Zieleinlauf war nicht sicher, ob vielleicht noch zwei Strafsekunden wegen einer Torstabberührung auf die Endzeit addiert werden. Angezeigt an der Tafel wurde das durch ein Sternchen. Aber davon ließ sich die Deutsche nicht beeindrucken, „das hatte ich gar nicht mitgekriegt“, sagte sie lachend und außerdem, so ergänzte sie, „war ich mir sicher, dass ich save war.“

Teamkollegin Elena Lilik (KS Augsburg) holt WM-Bronze. Silber gewinnt Jessica Fox aus Australien. Die deutschen Kajak-Halbfinalisten Hannes Aigner (Augsburger KV) und Stefan Hengst (KR Hamm) verpassten den WM-Finallauf.

WM-Mannschaftssieger 2022 Lillik, Schornberg, Funk.

Bereits bei den Mannschaftsläufen konnte Funk mit Elena Lillik und Jasmin Schornberg Gold einfahren. Damit gingen zwei WM Titel an die Rheinländerin.

Paulina Pirro gewinnt WM-Bronzemedaille

Zum Abschluss des Tages schafften es bei den weiblichen Teamkolleginnen noch einmal Lucie Krech (LKC Leipzig) und Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) in die Finale Runde. Diese hatten bereits in der Qualifikation mit den Rängen vier und sieben angedeutet, dass sie bei der Vergabe der Medaillen ein Wörtchen mitreden wollen. Dies bestätigten sie mit der Leistung im Semifinale noch einmal. Krech wurde dort fünfte, Pirro sogar zweite. Nach dem Bronzeerfolg der Leipzigerin im Canadier am gestrigen Tag und der ausgebliebenen Mannschafts-Medaille gemeinsam mit Teamkollegin Charlotte Wild (BSV Halle) war der Blick natürlich umso mehr zu den Medaillenrängen gerichtet. Die zuerst von den beiden gestartete Krech hatte jedoch Probleme im oberen Streckenteil, kassierte dort auch noch eine Zwei-Sekunden-Zeitstrafe durch Torstabberührung und rechnete damit im Ziel nicht mehr mit einem weiteren Erfolg. Die Kreuznacherin Pirro dagegen brachte eine engagierte Fahrt auf den Dora Bàltea, konnte jedoch ebenso die gute Leistung aus dem Semifinale nur schwer erneut abliefern. „Das Halbfinale war eigentlich optimal. Da bin ich sogar das Tor neun direkt gefahren.“ Bei dem Abwärtstor hatten sich in der Streckenbegehung zwei Befahrungsweisen abgezeichnet. Die sicherere aber langsamere Variante einer Rückwärtsdrehung umging die junge Sportlerin mit einer Direktfahrt aber. „Als Zweite in das Finale zu fahren, ist schon einfach mal unglaublich. Da wollte ich es dann einfach nochmal gut machen.“ Doch auch sie haderte mit ihrem entscheidenden Lauf: „Der war nicht so optimal. Das hat schon direkt am Tor eins angefangen, als ich an einen Stein angeschlagen bin. Unten war es auch nicht so gut, aber der Mittelteil hat mir ganz gut gefallen“ resümierte die Junioren-Europameisterin aus dem Jahr 2020. Im Ziel stand dann Rang drei auf der Uhr und der Gedanke an den so gehassten vierten Platz kam wieder vor Augen. „Ich habe nur den Platz gesehen und dachte mir: ‚Jetzt kommt die Slowakin. Die haut mich da noch weg.‘“ Es folgte keine geringere als die frisch gebackene Weltmeisterin der Canadier-Bootsklasse Zuzana Pankova. „Das wäre schon eine krasse Nummer, wenn sie verhaut“ dachte sich Pirro, doch genau so kam es. Die Slowakin hatte ebenfalls reichlich Probleme auf der Strecke und konnte schließlich nicht mehr vorn mitspielen. Dass sie Bronze gewonnen hatte, bekam die 17-jährige gar nicht mit. Auf dem Weg vom Ausstieg zu der Anzeigetafel entschied sich das Rennen, sodass Lucie zu ihr gerannt kam. „Sie kam mir entgegen und sagte, dass es doch die Bronzemedaille ist. Ich konnte das nicht glauben und habe zu ihr gesagt: ‚Nein, das kann niemals sein!‘“ Für Lucie Krech bedeutete dies aber auch, dass sie nun hinter Weltmeisterin Lucia Pistoni (ITA) und der zweitplatzierten Polin Dominika Brzeska den undankbaren vierten Rang belegte. „Das ist super schade für Lucie aber ich bin einfach nur froh, dass wir jetzt beide mit einer Bronzemedaille nach Hause gehen.“

Ergebnisse:

K1w Jun: 1. PISTONI Lucia 94.14 (0); 2. BRZESKA Dominika (POL) 95.40 (0) +1.26; 3. PIRRO Paulina (GER/KSV Bad Kreuznach) 98.33 (0) +4.19; 4. KRECH Lucie (GER/LKC Leipzig) 103.28 (2) +9.14 | im Halbfinale ausgeschieden: 14. WILD Charlotte (GER/BSV Halle)

Text/Fotos:

Philipp Reichenbach

RICARDA FUNK: SIEG IN AUGSBURG

Ricarda Funk gelingt die Generalprobe auf der diesjährigen WM-Strecke.

Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Kajak-Einer strahlte nach ihrem Finallauf. „Es war ein fast optimaler Lauf“, sagte die 30-Jährige voller Freude. „Nur das letzte Aufwärtstor habe ich nicht so richtig gut erwischt. „Ich bin happy, dass mir so ein Lauf gelungen ist. Aber das muss immer wieder aufs Neue geschafft werden.“ Funk gewann mit rund 8 Sekunden Vorsprung. Stefanie Horn aus Italien paddelt auf Rang zwei.  Dritte wurde Teamkameradin Elena Lilik.

Die diesjährige WM findet vom 26. bis 31. Juli auf der Olympiastrecke von 1972 statt, 50 Jahre nach den Spielen von München.

Foto von Thomas Lohnes.

Sonniger Saisonauftakt bei wenig Wasser

Mascha Stambke schnellste Kanutin in Waldkirch – Anton Bloch überzeugt in der Jugendklasse

WALDKIRCH – Wenig Wasser, aber dafür strahlenden Sonnenschein erwartete die Bad Kreuznacher Slalomkanuten zum Saisonauftakt in Waldkirch, wo den Paddlern in früheren Jahren auch schon Schneeflocken um die Boote geweht ist. Durch den niedrigen Pegel der Elz wurde der Start nach unten verlegt, wo das Wasser zwar tief genug ist, dafür aber nur noch sehr langsam fließt. „Da musst du dann alles selber machen, wenn du dein Boot am Laufen halten willst“, kommentierte KSV-Trainer Stefan Senft, der bei den Senioren selbst an den Start ging, den Parcours, der es technisch durchaus in sich hatte.

Mascha Stambke war die Sportlerin, die mit den Streckenverhältnissen wohl am besten zurecht kam. Mit einem fehlerfreien, schnellen zweiten Lauf siegte die 13jährige KSV-Kanutin im Kajak-Einer (K1) der Schülerinnen A vor der Leipzigerin Katharina Neßelträger. Aber nicht nur das: Mit ihrer Fahrzeit von 113,97 Sekunden war Stambke die schnellste Kanutin der Veranstaltung und hätte damit alle Rennen bis zur Leistungsklasse der Frauen für sich entschieden. Stambkes gleichaltrige Vereinskameradin Milena Nikitina wurde im K1 Sechste, holte dafür aber Gold im Canadier-Einer (C1) vor der Zweibrückenerin Britta Jung. Mit ihr gewannen Stambke und Nikitina als Renngemeinschaft (RG) zudem Silber im Team.

Eine tolle Entwicklung zeigte Marcel Schinko vom RKV Bad Kreuznach. In einem engen Rennen holte er Bronze bei den Schülern B, nur eine Sekunde trennte ihn vom Sieg. Zusammen mit KSVler Jan Zinner, der im größten Feld der Schüler A unter 19 Startern Sechster wurde, verfehlte er im RG-Team mit Rang vier nur knapp einen weiteren Podestplatz.

Ebenfalls Vierter wurde Oskar Steitz in der jüngsten Altersklasse der Schüler C, wo Robert Fiedler (beide KSV) mit Platz sieben seine Wettkampfpremiere feierte. Emma Steitz belegte Rang fünf bei den Schülerinnen B.

Ein großes Ausrufezeichen setzte Anton Bloch in der Jugendklasse. Mit zwei fast zeitgleichen fehlerfreien Fahrten von 99,55 und 99,37 Sekunden war er der einzige Kreuznacher, der unter der Marke von 100 Sekunden blieb. Dies bescherte dem KSV-Athleten einen starken zweiten Platz hinter dem Hanauer Georg Gouchtchine, bei den älteren Junioren hätte die Fahrzeit sogar zum Sieg gereicht. Dort wurde Vereinskamerad Simon Schiel mit sauberen Läufen ebenfalls Zweiter. Gemeinsam mit Stefan Senft, der bei den Senioren C/D Silber holte, paddelten Bloch und Schiel bei den Männer-Mannschaften außerdem zu Bronze.

Den Sieg bei der weiblichen Jugend holte sich Viviana Fiedler, den der Seniorinnen Birgit Zinner, während Bernhard Schraut (alle KSV) bei den Senioren E Zweiter wurde.

Eine klasse Teamleistung zeigte schließlich das KSV-Jugend-Trio mit David Schiel, Cosmo Kamm und Pascal Roth (im Einzel 6, 8. und 9.), die gut harmonierten und hinter den Lokalmatadoren aus Waldkirch verdient Silber gewannen. (sts)

Platz drei bei der Wahl „Sportler des Jahres“

Olympiasiegerin Ricarda Funk vom KSV Bad Kreuznach hat bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres den dritten Platz belegt. Weitspringerin Mihambo landete erwartungsgemäß vor ihr. Silber ging an die Ringerin Rotter-Focken. Insgesamt hatten über 3.000 deutsche Sportjournalisten die Sportlerin, den Sportler und die Mannschaft des Jahres gewählt. Sie wurden in Baden-Baden geehrt. Das Foto zeigt Foto Ricarda Funk mit Alexander Zverev.

Zu einem ausführlichen Bericht geht es hier:

(Quelle: Oeffentlicher Anzeiger)

Ricarda Funk ist Weltmeisterin

Ricarda Funk ist Weltmeisterin – Silber für Elena Apel

Ein unglaublicher Tag für die deutschen Kajak-Damen. Die Bad Kreuznacherin Ricarda Funk hat das fast Unmögliche wahr gemacht. Nach ihrem Olympiasieg im Kajak-Einer in Tokio ist die 29-Jährige nun auch Weltmeisterin. „Es ist verrückt, ich war so im Fluss bei meinem Rennen und dann sah ich die Zeit im Ziel und ich war einfach nur glücklich“, sagte sie zu Tränen gerührt in der Leaders Box. Sie konnte das Geschehene noch gar nicht fassen. 2016 hatte sie ihren großen Traum von Olympia verpasst, dann qualifizierte sie sich für Tokio2020. „2016 war so traurig. Dann war 2020, also jetzt 2021 mein Ziel. Und dann das, es ist einfach unglaublich.

Riesenfreude auch bei Elena Apel über WM-Silber. Nach dem beeindruckenden Lauf sagte die Augsburger Kanu-Schwäbin, „ich kann es kaum glauben. Es ist so aufregend. Ich weiß gerade gar nicht, was ich sagen soll.“

Text: Uta Büttner

Fotos: Franz Anton

Von neun bis 70 an der Saar erfolgreich

Erster altersklassenübergreifender Wettkampf seit zwei Jahren

GROSSBLITTERSDORF – Fast genau zwei Jahre ist es her, seit die Slalom-Kanuten des KSV Bad Kreuznach die letzte Regatta besuchten, an der alle Altersklassen – von den Schülern C bis zu den Senioren E – an den Start gehen konnten. So reichte denn auch beim KSV die Spanne seiner Teilnehmer von neun bis 70 Jahre – und die paddelten auf der Saar beim Wehr zwischen Klein- und Großblittersdorf etliche Male aufs Treppchen.

Dabei hatte es der Slalomparcours besonders im Startbereich in sich, da das teilweise hochgezogene Wehrschütz für eine starke Strömung mit hohen Wellen und scharfen Kehrwässern sorgte. Denen fiel schließlich auch Bernhard Schraut in seinem ersten Lauf zum Opfer, als er an Tor 2 kenterte. Im zweiten Durchgang zeigte der 70jährige dann aber sein Können, meisterte die Strecke mit nur einer Torstabberührung und siegte damit bei den Senioren E.

Die jüngste Altersklasse der Schüler C durfte weiter unterhalb starten, wobei die Geschwister Oskar und Emma Steitz in ihren Rennen die Plätze drei und zwei belegten. Bei den etwas älteren Schülern B paddelte Ron Bahmann auf einen schönen vierten Platz, während Jan Zinner Silber hinter dem Deutschen Schülermeister Ben Stroß aus Hanau holte. Zusammen mit der Zweibrückerin Britta Jung ging Zinner erstmals auch im C2 Mix an den Start und das siegreich. Mit ihr und dem Saarbrücker Noah Spratte gab es in einer Renngemeinschaft zudem Bronze im Team.

Im Rennen der Schüler A fuhr Cosmo Kamm mit einem fehlerfreien zweiten Lauf als Drittbester erstmals in die Medaillenränge. Seine beiden Mannschaftskameraden Tarek Lemler und David Schiel folgten auf den Plätzen vier und fünf, gemeinsam holte das Trio Silber im Team-Wettbewerb.

Heiß umkämpft war auch die Entscheidung bei den Schülerinnen A. Dort siegte diesmal Mascha Stambke mit einem fulminanten ersten Lauf vor Milena Nikitina, die dafür im C1 siegreich war. Gemeinsam mit Viviana Fiedler, die im Einzel das Podest als Vierte knapp verpasste, gewannen die drei KSV-Mädels Team-Gold vor Hanau und hätten mit ihrer starken Fahrt sogar bei den Jungs dominiert.

In einem äußerst engen Kopf-an-Kopf-Rennen bei der männlichen Jugend wurde Simon Schiel am Ende Dritter. Wie stark er unterwegs war, zeigt die Tatsache, dass er bei den älteren Junioren mit seinem Ergebnis gewonnen hätte. Dort errangen seine Team-Kollegen Tom Pahl und Christian einen Doppelsieg. Im Team reichte es für das KSV-Trio Pahl-Rehberg-Schiel trotz Bestzeit aufgrund zweier Torstabberührungen am Ende nur für Silber.

Einen weiteren Doppelsieg für den KSV gab es in der Leistungsklasse. Dort siegte Robin Senft vor Lionel Briswalter. Zusammen mit Stefan Senft, der im Einzel das Rennen der Senioren C für sich entschied, paddelten die KSVler mit einem Null-Fehler-Lauf auch im Team ganz oben aufs Podest.

Paulina Pirro dominierte fast schon erwartungsgemäß die Altersklasse der weiblichen Jugend sowohl im K1 als auch im C1. Gemeinsam mit Bernhard Schraut und Birgit Zinner, die mit einem Sieg bei den Seniorinnen B erfolgreich ihr Wettkampfdebüt absolvierte, gab es sogar Silber bei den Männer-Mannschaften vor dem Trio des VfK Saar. (sts)

RICARDA FUNK HOLT OLYMPISCHES GOLD IN TOKIO

Ein Traum, der zur Realität wird

Als kompletteste Fahrerin mit einer hohen Nervenstärke wird sie durch den DKV-Präsidenten Thomas Konietzko beschrieben. Und Nervenstärke war es tatsächlich, auf die es am heutigen Tag besonders ankam. Als Ricarda Funk an der Startlinie steht, weiß sie: „Ich habe mich warm gefahren, wie es für mich richtig ist. Ich habe mich nur auf mich selbst konzentriert. Ich bin total im Fokus!“

Mit einer solchen Einstellung muss man erst einmal in einem olympischen Finale in der Startbox stehen können – insbesondere wenn man weiß, dass unten im Ziel schon eine Medaille sicher sein kann. Wenn doch nur die Eins auf der Anzeige steht. Die Ausgangsposition war dafür nicht schlecht: „Ich denke, es war bestimmt angenehmer, als ganz als Letzte fahren zu müssen. Da ist immer die Herausforderung, dass man die ganzen Zeiten der anderen hört.“ Doch die Wahl-Augsburgerin ließ sich nicht aus der Ruhe bringen: „Ich habe mir für heute vorgenommen, mein Ding hier runterzufahren, unabhängig davon, was die anderen machen. Ich habe auch tatsächlich einmal geschafft, nicht auf den Sprecher zu hören und so wusste ich auch nicht, was die anderen vorgelegt hatten.“

Vorgelegt hatte die Spanierin Mailen Chourrout, die bei Ihren vierten olympischen Spielen ein ordentliches Paket Erfahrung mitbringt. Mit Bronze in London und dem Sieg in Rio war ihre Zeit von 106,63 Sekunden durchaus eine ernst zu nehmende Richtlinie. Funk hatte im Semifinale zwei Torstabberührungen kassiert: „Während meines Laufes war ich mir nicht sicher, ob es für das Finale reichen würde. Ich bin ins Ziel gesprintet und habe mir nur gedacht: Jetzt fahr um dein Leben! Am Ende war die Zeit gar nicht so verkehrt. Dementsprechend wusste ich im Finale, dass da noch was drin ist.“

Im entscheidenden Lauf war es die besagte Nervenstärke, die so wichtig ist. Funk fand gut in den Lauf rein, hatte dann aber leichte Schwierigkeiten im oberen Streckenteil. Bedenken, dass dort die Entscheidung gefallen war? „Angst darf man keine haben. Man muss einfach Gas geben und bei der Sache bleiben. Man muss 100% fokussiert sein, auch wenn mal eine Kleinigkeit schief geht.“ Und wenn es doch passiert? „Dann darf man den Fokus nicht verlieren, weiterkämpfen und weiter dran glauben, dass das noch funktionieren kann.“ Und genau so brachte sie den Lauf auch ins Ziel, mit Fokus und einer schnellen Linie, um dann auf der Anzeigetafel mit 105,50 Sekunden tatsächlich die so gewünschte Eins zu sehen. Da ging der Arm nach oben und ein Schrei der Erleichterung und Freude war zu hören. „Ich kann es eigentlich gar nicht beschreiben, weil ich einfach schon sehr, sehr happy war, dass ich eine Medaille gewonnen habe. Ich wusste, als ich ins Ziel gekommen bin, dass ich jetzt schon Eine sicher habe. Und damit war mein Traum ja eigentlich schon in Erfüllung gegangen.“

Doch der Traum sollte noch weitergehen. Als Vorletzte stand die Slowakin Eliska Mintalova am Start. Diese kassierte jedoch eine 50-Sekunden Zeitstrafe am Tor 18 und konnte damit nicht mehr um die Medaillenränge mitkämpfen. Da hielt sich auch Chourrout die Hände vor das Gesicht, als klar war, dass sie mit ihren 38 Jahren – und damit älteste Sportlerin im gesamten Klassement – eine dritte olympische Medaille gewonnen hatte. Doch beiden Athletinnen war klar, dass oben am Start noch eine stand, deren Kaliber allseits bekannt sein dürfte. Dass die Australierin Jessica Fox – ebenfalls bereits mit zwei olympischen Medaillen dekoriert – bei der Podiumsentscheidung nicht wegzudenken ist, braucht eigentlich nicht gesagt werden. Hatte Sie den Semifinallauf als erste beendet, waren es rein fahrzeitlich aber nur neun Hundertstelsekunden, die sie Ricarda Funk abgenommen hatte. Und dann kam wieder das Problem mit der Nervenstärke. Zwar zeigte sie die schnellste Fahrzeit, unterbot sich selbst noch einmal um über eine Sekunde, doch das Nervengerüst war nicht stark genug, um den Lauf auch fehlerfrei herunterbringen zu können. Zwei Torstabberührungen und damit vier Strafsekunden waren zu viel, um gegen Funk und Chourrout eine Chance zu haben. Sie kam schließlich auf dem Bronzerang ins Ziel. Was soeben passiert war – damit wusste die deutsche Kajak-Spezialistin nicht so recht umzugehen. Die Arme vor das Gesicht haltend, war nur zu hören: „Ich kann das einfach nicht glauben!“

Es war die erste Medaille bei den Kajak-Damen seit der Goldmedaille 1992 durch Elisabeth Micheler-Jones und zugleich die erste olympische Goldmedaille für das Team Deutschland bei diesen Spielen.

Kurz danach ging entsprechend auch standes- und traditionsgemäß der Trainer der Goldsportlerin im Zielbecken baden. Ob nun gewollt oder auch nicht, die Trainer- und Betreuerkollegen im deutschen Team fragten nicht lang und warfen Thomas Apel kurzerhand dort hinein, wo zuvor Ricarda nach Ihrem Lauf gejubelt hatte.

Es ist ein langer und beschwerlicher Weg zu diesem Moment gewesen: „Nach der Olympia-Quali 2016 war ich einfach unglaublich traurig und enttäuscht, weil ich wusste, dass ich nicht meine Leistung abgerufen habe. Für mich stand aber direkt danach fest: Tokyo ist mein Ziel. Darauf arbeite ich jetzt hin. Und dafür habe jetzt wirklich 5 Jahre lang hart gearbeitet.“ Es war also auch eine riesige Last, die in diesem Moment über die Schultern rutschte: „Ich kann es noch überhaupt nicht realisieren. Eine Goldmedaille, davon habe ich einfach schon immer geträumt und jetzt ist dieser Traum Realität geworden, das ist einfach unglaublich.“ Als die schwere Medaille dann endlich um den Hals hing, ließ sie diese auch nicht mehr los. „Ich war überrascht, wie schwer sie doch ist. Ich muss sie einfach die ganze Zeit festhalten.“ Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis sie alles erfassen kann, was heute passiert ist.

Grüße gingen nach der Siegerehrung vor allem in Richtung Heimat der 29-jährigen. Die Region Ahrweiler hat die Flutkatastrophe besonders stark getroffen. Zwar sind Familie und Freunde glücklicherweise verschont geblieben, die Gedanken gehen trotzdem oft in die Heimat: „Es war einfach nur schrecklich, die Bilder zu sehen, die mich ständig erreicht haben. Ich habe auch einige Tränen vergossen, weil es einfach nur unfassbar ist, was dort passiert ist. Ich schicke ganz viel Liebe nach Hause und sage nur: Kreis Ahrweiler ist stark und gemeinsam schaffen wir das.“

 

Ergebnisse:

  1. FUNK Ricarda (GER) 105,50 (0), 2. CHOURROUT Maialen (ESP) 106,63 (0), 3. FOX Jessica (AUS) 106,73 (4)

 

Text: Philipp Reichenbach

Fotograf: Philipp Reichenbach

 

KSV-Mädels holen Titel bei Süddeutscher Meisterschaft

Milena Nikitina gewinnt auch Gold im Einzel – Viviana Fiedler und Jan Zinner „Vize“

WALDKIRCH – Mit jeweils zwei Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen sowie zwei weiteren ersten Plätzen kehren die Nachwuchs-Kanuten des KSV Bad Kreuznach äußerst erfolgreich von den Süddeutschen Schüler-Meisterschaften zurück.

Diese hätten ursprünglich bereits Anfang Mai für alle Klassen im bayrischen Günzburg stattfinden sollen, wurden jedoch aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Insofern war die Freude bei den Slalom-Kanuten groß, dass der Kanu-Club „Elzwelle“ Waldkirch zumindest für die Altersklassen der Schüler einspringen konnte. Bei gutem Wasserstand und einer altersgerechten, aber dennoch anspruchsvollen Streckenführung wurde dem Kanu-Nachwuchs aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland auf der Elz eine unter Pandemie-Bedingungen gut organisierte Regatta geboten.

Dabei war Milena Nikitina nicht nur aus Kreuznacher Sicht die herausragende Athletin. Das 13jährige Nachwuchstalent des KSV sicherte sich bei den Schülerinnen A mit einem fehlerfreien zweiten Lauf den Titel im Kajak-Einer. Nur knapp dahinter kam Vereinskameradin Viviana Fiedler, die zwar mit der schnellsten Fahrzeit unterwegs war, jedoch eine Torstabberührung (= 2 Strafsekunden) in Kauf nehmen musste, auf den Silberrang. Fast wäre das Siegerpodest komplett in KSV-Hand gewesen, jedoch verhinderten zwei Berührungen bei Mascha Stambke die Bronze-Medaille – so wurde es Platz vier hinter der Augsburgerin Johanna Grußler. „Das waren ganz starke Leistungen in einem heiß umkämpften Rennen“, lobte KSV-Sportwart Walter Senft das hervorragende Abschneiden der drei KSV-Mädels, die dann gemeinsam im Mannschafts-Wettbewerb einen brillanten Lauf absolvierten und mit knapp zehn Sekunden Vorsprung vor den Teams aus Waldkirch und Augsburg zu Gold paddelten. Allrounderin Milena Nikitina legte auch im Canadier-Einer klasse Fahrten hin, mit denen sie sogar bei den Jungs gewonnen hätte. Mangels ausreichender Konkurrenz war dieser Sieg jedoch kein weiterer Titel, ebenso wie der im Canadier-Zweier, wo Milena Nikitina zusammen mit Mascha Stambke ebenfalls Erste wurde.

Wesentlich größer war das Teilnehmerfeld bei den Schülern B. Hier erkämpfte sich KSVler Jan Zinner mit einem fehlerfreien Lauf den Vizemeistertitel und konnte nur von Justus Kleinschmit aus Waldkirch geschlagen werden. Marcel Schinko vom RKV paddelte mit Platz 13 in die vordere Hälfte und qualifizierte sich damit für die Deutsche Schülermeisterschaft, die im August in Schwerte stattfindet. Ron Bahmann (KSV) schlug sich bei seinem Wettkampfdebüt wacker und ließ mit Platz 21 immerhin noch fünf Sportler hinter sich.

Ihre Premiere feierten auch die KSV-Geschwister Emma und Oskar Steitz in der jüngsten Altersklasse. Im Rennen der Schülerinnen C wurden Emmas tapfere Fahrten direkt mit Bronze belohnt. Ihrem jüngeren Bruder Oskar, der auch im nächsten Jahr noch bei den Schülern C starten kann, gelang mit Rang sieben ebenfalls ein schöner Einstand.

Für die Kreuznacher A-Schüler ging es bei der „Süddeutschen“ vor allem auch um die Tickets zur Schüler-DM, für die eine Platzierung unter den besten 15 nötig war. Diese Vorgabe erfüllten die KSV-Kanuten Tarek Lemler (5.), David Schiel (7.) und Cosmo Kamm (8.), die allesamt unter den Top 10 landeten, mit guten Läufen am Ende souverän. Simon Korda vom RKV kam bei seinem ersten Wettkampf auf Platz 21.

Für einen tollen Abschluss sorgten die KSV-Jungs schließlich bei den Mannschaften, wo sich das Trio mit Tarek Lemler, David Schiel und Jan Zinner unter 20 Teams hinter Waldkirch und Hanau die Bronze-Medaille erkämpfte. (sts)

Medaillenreicher Auftakt bei Nachwuchs-WM

1x Gold, 1x Silber und 3x Bronze bei den Mannschaftsrennen.

Mit reichlich Edelmetall sind die deutschen Nachwuchs-Athleten in den diesjährigen Saisonhöhepunkt gestartet. Bei den Mannschaftswettbewerben zu Beginn der Junioren & U23 Weltmeisterschaften im slowenischen Tacen/Ljubljana konnte das Team insgesamt fünf Medaillen mit nach Hause nehmen – eine gute Grundlage für die nun bevorstehenden Einzelwettbewerbe.

Mit der drittletzten Startnummer und somit als Medaillenfavoriten einsortiert, gingen die U23 Kajak-Damen in das Rennen. Das Team mit Elena Apel (KSA Augsburg), Franziska Hanke (AKV Augsburg) und Nele Gosse (LKC Leipzig) konnte trotz dreier Torstabberührungen (6 Strafsekunden) ihre Position bestätigen und gewannen Bronze hinter der Konkurrenz aus Frankreich und der Slowakei.

Noch besser machten es die jüngeren Teamkolleginnen mit Hannah Süß (KSA Augsburg), Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) und Lucie Krech (LKC Leipzig). Bei den Juniorinnen zeigten sie einen fehlerfreien Lauf, was sonst kein anderes Team im Rennen schaffte. Damit verwiesen mit knapp 8 Sekunden Vorsprung die Tschechinnen und Sloweninnen auf die Ränge zwei und drei und sicherten sich die Goldmedaille.

Eine weitere Bronzemedaille sicherten sich die Kajak Herren in der U23-Altersklasse. Noah Hegge (KSA Augsburg), Tim Bremer (KST Rhein-Ruhr) und Thomas Strauss (AKV Augsburg) zeigten die schnellste Fahrzeit im Rennen, kassierten jedoch sechs Strafsekunden durch Torstabberührungen. Damit mussten sie den Teamkollegen aus Tschechien und Frankreich den Vortritt lassen.

Die zweite Tageshälfte war den Canadier-Spezialisten vorbehalten. Im hauchdünnen Kampf um das Podium trennte die U23-Herren mit Lennard Tuchscherer (LKC Leipzig), Paul Seumel und Hannes Seumel (beide KV Zeitz) nur ein Wimpernschlag vom Podest. Lediglich 0,08 Sekunden fehlten zu den Franzosen auf Rang drei und die Slowenen siegten mit einer nur eine Sekunde schnelleren Gesamtzeit.

Noch eine Bronzemedaille gab es für die jüngeren Mannschaftskollegen mit Benjamin Kies (BSV Halle), Franz Gosse und Konrad Ginzel (beide LKC Leipzig) bei den Junioren. Den Tag beendeten die Juniorinnen im Canadier Einer mit Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach), Zola Lewandowski und Lucie Krech (beide LKC Leipzig). Sie sicherten sich zum Schluss noch eine Silbermedaille. „Wir waren alle am Start ziemlich aufgeregt“ musste Lucie Krech nach der Siegerehrung gestehen. „Aber wir wussten auch, dass wir uns aufeinander verlassen können und das hat auf der Strecke super geklappt,“ freut sich die Leipzigerin und hält ihre beiden Medaillen des Tages hoch.

Eine Wettkampfregel, welche wohl jedem bekannt aber dennoch nur selten tatsächlich zum Tragen kommt, wurde heute den Canadier-Damen in der U23-Altersklasse zum Verhängnis. Bei dem Mannschaftsrennen besonders ist, dass alle drei Boote innerhalb von 15 Sekunden die Ziellinie passieren müssen. „Wir haben das in der Streckenbegehung extra noch einmal angesprochen, da es im letzten Abschnitt kaum Möglichkeiten zum Warten gibt“ wertet Elena Apel den Lauf im Nachgang aus: „Ich habe am letzten Aufwärtstor nach oben geschaut und mir gedacht, dass der Abstand zu den beiden passt.“ In der Videoanalyse wurde dann klar: das war eine hauchdünne Sache. Wenn auch nur im Millisekundenbereich, so wurde die festgelegte Zeitschranke überschritten, als Nele Bayn und Zoe Jakob ins Ziel fuhren. Regelgemäß erhielt das Team eine 50-Sekunden Zeitstrafe auf die Fahrzeit. Am Ende reichte dies nur noch für Platz 7.

Ergebnisse:

K1w U23: 1. Frankreich (4) 101,09; 2. Slowakei (0) 104,24; 3. Deutschland (6) 106,39

K1w Jun: 1. Deutschland (0) 108,08; 2. Tschechien (8) 116,05; 3. Slowenien (6) 119,19

K1m U23: 1. Tschechien (0) 88,09; 2. Frankreich (4) 92,41; 3. Deutschland (6) 92,57

K1m Jun: 1. Slowenien (2) 95,97; 2. Tschechien (2) 96,95; 3. Frankreich (4) 97,69 … 5. Deutschland (4) 102,73

C1m U23: 1. Slowenien (2) 93,80; 2. Tschechien (0) 94,64; 3. Frankreich (4) 94,72; 4. Deutschland (0) 94,80

C1m Jun: 1. Tschechien (0) 96,80; 2. Frankreich (6) 105,33; 3. Deutschland (4) 106,21

C1w U23: 1. Tschechien (2) 112,33; 2. Frankreich (4) 114,23; 3. Slowakei (6) 118,78; … 7. Deutschland (4) 106,21

C1w Jun: 1. Tschechien (2) 110,61; 2. Deutschland (10) 129,06; 3. Slowakei (6) 138,76

 

Philipp Reichenbach

Junioren/U23-WM Tacen: Nachwuchsathleten starten mit guter Vorbereitung in die WM

Apel und Pirro gehen als Mitfavoriten ins Rennen.

Seit vergangenem Montag trainiert das deutsche Junioren- und U23-Nationalteam auf der Wildwasserstrecke im slowenischen Tacen. Im Vorort der Hauptstadt Ljubljana finden ab Dienstag die Weltmeisterschaften der Nachwuchsklassen statt. Dabei konnte die Mannschaft die Zeit bis zur feierlichen Eröffnung am Montag für eine intensive Vorbereitung nutzen. Nachdem beim letzten Trainingsaufenthalt im Juni wegen Hochwasser nur der untere Teil der Wettkampfstrecke zu Verfügung stand, finden das DKV-Team jetzt beste Bedingungen für den letzten Feinschliff vor. Gerade der Wasserstand ist auf der sehr anspruchsvollen Strecke in Tacen ein entscheidender Faktor: 2018 musste der Weltcup an selber Stelle aufgrund von plötzlich einsetzendem Hochwasser nach starken Regenfällen vorzeitig abgebrochen werden. So freut es die jungen Athleten umso mehr, dass sie aktuell strahlenden Sonnenschein und einen optimalen Wasserstand vorfinden, sodass auch der obere Streckenteil bestens vorbereitet werden kann. Dieser zeichnet sich durch seinen besonderen Charakter aus: unmittelbar nach dem Start fahren die Sportler eine neben dem Fallwehr errichtete Flößerrinne herunter, auf der ein Steuern des Bootes durch die hohe Fließgeschwindigkeit nur eingeschränkt möglich ist. Eine gute Linie und Präzision können hier also schon über das Gelingen des Laufes im künstlichen Wildwasserkanal entscheiden.

Die Wettkämpfe beginnen am Dienstag (06.07.2021) mit den ersten Medaillenentscheidungen in den Mannschaftswettbewerben. Anschließend werden am Mittwoch und Donnerstag die Qualifikationsläufe ausgefahren. Die Einzelmedaillen werden am Freitag und Samstag vergeben. Neu im Programmablauf ist, dass alle Läufe des Canoe-Slalom-Extreme Wettbewerbes am Sonntag stattfinden werden.

Im Startaufgebot der 19 deutschen Athletinnen und Athleten finden sich auch Medaillengewinner der letzten Jahre wieder. Elena Apel (KSA Augsburg) wird in der U23-Altersklasse sowohl im Canadier Einer als auch im Kajak Einer an den Start gehen. Dass sie dies mit Bravour meistern kann, zeigte sie bereits eindrucksvoll bei ihrem U23-EM-Doppelsieg im vergangenen Jahr. Zudem sicherte sie sich jüngst beim Heimweltcup in Markkleeberg im Kajak der Damen Bronze. Im Bereich der Junioren geht die erst 16-jährige Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) als Mitfavoritin ins Rennen. Auch sie wird in beiden Kategorien am Start stehen, dürfte aber insbesondere an ihr EM-Gold im Kajak aus dem vergangenen Jahr anknüpfen wollen.

Zeitplan:

Dienstag (06.07.2021):

11:30     Mannschafts-Finale (K1w & K1m)

15:15     Mannschafts-Finale (C1m & C1w)

 

Mittwoch (07.07.2021):

11:30     Qualifikation (K1w & K1m U23)

15:45     Qualifikation (C1m & C1w Junioren)

 

Donnerstag (08.07.2021):

09:00     Qualifikation (K1w & K1m Junioren)

13:15     Qualifikation (C1m & C1w U23)

 

Freitag (09.07.2021):

09:00     Semifinale (K1w & K1m U23)

11:35     Finale (K1w & K1m U23)

14:00     Semifinale (C1m & C1w Junioren)

16:20     Finale (C1m & C1w Junioren)

 

Samstag (10.07.2021):

09:00     Semifinale (K1w & K1m Junioren)

11:35     Finale (K1w & K1m Junioren)

14:00     Semifinale (C1m & C1w U23)

16:20     Finale (C1m & C1w U23)

 

Sonntag (11.07.2021):

09:00     Zeitläufe Canoe-Slalom-Extreme (K1m & K1w)

13:00     Vorläufe Canoe-Slalom-Extreme (K1m & K1w)

15:15     Viertelfinale Canoe-Slalom-Extreme (K1m & K1w)

16:30     Halbfinale Canoe-Slalom-Extreme (K1m & K1w)

17:00     Finale Canoe-Slalom-Extreme (K1m & K1w)

Teamaufstellung:

K1m U23: Noah Hegge (KSA Augsburg), Tim Bremer (KST Rhein-Ruhr), Thomas Strauß (AKV Augsburg)

C1m U23: Lennard Tuchscherer (LKC Leipzig), Paul Seumel (KV Zeitz), Hannes Seumel (KV Zeitz)

K1w U23: Elena Apel (KS Augsburg), Franziska Hanke (AKV Augsburg), Nele Gosse (LKC Leipzig)

C1w U23: Elena Apel (KS Augsburg), Nele Bayn (LKC Leipzig), Zoe Jakob (KVS Schwerte)

K1m Junioren: Marten Konrad (WSC Dormagen), Christian Stanzel (AKV Augsburg), Benjamin Kies (BSV Halle)

C1w Junioren: Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach), Zola Lewandowski (LKC Leipzig), Lucie Krech (LKC Leipzig)

K1w Junioren: Hannah Süß (KSA Augsburg), Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach), Lucie Krech (LKC Leipzig)

C1m Junioren: Benjamin Kies (BSV Halle), Franz Gosse (LKC Leipzig), Konrad Ginzel (LKC Leipzig)

Philipp Reichenbach

LETZTER TEST FÜR OLYMPIA – WELTCUP IN MARKKLEEBERG

Letzter Test für Olympia. Silber für Ricarda Funk im Rennen der Kajak-Damen beim Weltcup. Beim letzten Wettkampf vor den Olympischen Spielen hat Rheinländerin noch einmal ordentlich Selbstvertrauen getankt. Beim Weltcup in Markkleeberg ist Funk im Kajak-Einer am Samstag zu Silber gepaddelt. Die 29-jährige Olympia-Starterin musste sich nur der Ausnahmeathletin Jessica Fox aus Australien geschlagen geben.

„Ich hatte einen sehr guten Renneinstieg, die Linie wunderbar getroffen“, sagte Funk. Nach der Hälfte der Strecke lag die Bad Kreuznacherin noch auf Gold-Kurs. Im unteren Abschnitt verlor sie dann Zeit auf Fox. „Jess ist einfach phantastisch. Sie fährt hier runter als gebe es kein Morgen“, meinte die Deutsche. Funk schaut zuversichtlich auf Tokio, „ich weiß jetzt, dass ich mithalten kann. Aber trotzdem unterschätze ich die Konkurrenz auf gar keinen Fall. Ich habe von einigen Mädels gesehen, was sie in diesem Jahr drauf haben und das wird definitiv nicht nur ein Zweikampf werden.“

Bronze holte die Augsburgerin Elena Apel.

Foto von Uta Büttner.

Ein verrücktes Wochenende in Hildesheim

KSV-Nachwuchs beim Schüler-Länderpokal erfolgreich

Am vergangenen Wochenende fand noch monatelanger coronabedingter Pause endlich wieder ein Schülerwettkampf im Kanuslalom statt und hierbei war es gleich nichts Geringeres, als der Schüler-Länder-Pokal, bei dem die Bundesländer mit ihren jeweils drei besten Paddlern der unterschiedlichen Altersstufen antreten. Das Team Rheinland-Pfalz ging unter Trainer Stefan Senft vom KSV Bad Kreuznach mit insgesamt sieben Sportlern aus Bad Kreuznach (KSV Bad Kreuznach) und einer Kanutin vom WSF Zweibrücken an den Start. Die Organisation des Veranstalters Kanu- und Segel Gilde Hildesheim war exzellent, trotz aller schwierigen Maßnahmen, die hygienischen Vorschriften einzuhalten. Nicht so gut allerdings war das Wetter und so musste nach dem Durchgang des ersten Laufes wegen starkem Unwetter und plötzlich ansteigendem Pegel der Wettkampf abgebrochen werden. Somit zählte nur der erste Lauf aller Athleten. Nachdem sich Regen und Gewitter etwas verzogen hatten, wurde noch ein nicht offizieller Trainingslauf absolviert, dessen Ergebnis aber keinen Einfluss auf die vorher eingefahrenen Punkte hatte. „Das war schon ein verrücktes Wochenende“, kommentierte Coach Senft nach der Rückkehr in Bad Kreuznach, „aber alles in allem bin ich mit den Ergebnissen doch zufrieden.“

Bei den weiblichen B-Schülerinnen im Kajak (K1) zeigte die zwölfjährige Pirmasenserin Britta Jung (WSF Zweibrücken), dass sie schon sehr erfahren ist und fuhr mit einer sehr schnellen Zeit auf Rang 1 unter den 19 Starterinnen. Gleiches gelang ihr dann auch noch im Einer-Canadier (C1) und somit wurden die ersten Punkte für den Ländervergleich eingefahren. Jan Zinner, der bei den männlichen B-Schülern im K1 Rheinland-Pfalz vertrat, fuhr sehr stark und flüssig auf den dritten Platz (28 Starter) und dies, obwohl die Strecke durchaus sehr anspruchsvoll war. Trainer Senft konnte sich bei dem Hildesheimer Kanal noch sehr gut daran erinnern, dass es genau dort war, wo er als Schüler während eines Wettkampfes sein Boot wegen einer Kenterung verlassen musste und „schwimmen ging“.

Bei den weiblichen A-Schülerinnen Mascha Stambke, Milena Nikitina und Viviana Fiedler waren die Ergebnisse und Platzierungen sehr eng beieinander. Unter den insgesamt 24 Starterinnen paddelte Mascha Stambke mit einer sehr schnellen Fahrzeit auf Rang 6, während Milena Nikitina (Platz 8) und Viviana Fiedler (Platz 9) lediglich 3 Sekunden dahinter lagen. Nikitina versuchte auch noch im Canadier Punkte für RLP zu sammeln, aber sie kenterte, konnte das Boot nicht hochrollen und musste aussteigen.

Zu guter Letzt traten noch drei KSVler bei den männlichen A-Schülern im Kajak an. Während David Schiel und Cosmo Kamm Platz 16 und 17 unter den 32 Teilnehmern belegten, passierte Tarek Lemler ein Fahrfehler, bei dem er ein Tor verpasste, 50 Strafsekunden erhielt und auf Platz 27 landete. „Die männlichen A-Schüler hatten das größte Starterfeld und da ist es schon sehr schwer, weit vorne zu landen, aber die drei Jungs haben Spaß, Potential und Talent sich weiterzuentwickeln“, analysierte Trainer Senft das Ergebnis der drei Jungs.

Am Ende belegte das Land Rheinland-Pfalz Rang fünf unter den insgesamt 10 angetretenen Bundesländern und alle Teilnehmer freuten sich, hoffentlich bald wieder zu einem Wettkampfwochenende aufbrechen zu dürfen.

FUNK HOLT EM-BRONZE

Ricarda Funk hat EM-Bronze im italienischen Ivrea gewonnen. Nach einem guten Einstieg ins Rennen blieb sie einmal kurz mit dem Paddel hängen, kassierte im weiteren Verlauf 4 Strafsekunden und atmete einen kräftigen Schluck Wasser ein. Zum Schluss wurde es aber noch Bronze. Dabei erhielt sie etwas Schützenhilfe von Olympiasiegerin Maialen Chourraut, die sich auf der schwierigen Strecke etwas verzettelte und damit den Weg aufs Podest frei machte.

Foto: Uta Büttner.

FLUTLICHTTRAINING VOR DER EM IM ITALIENISCHEN IVREA

Nach einem Jahr Abwesenheit vom internationalen Wettkampfsport steht die DKV Slalom-Mannschaft im italienischen Ivrea am Start. Das Team ist bereits seit Sonntag im Piemont, um auf der anspruchsvollen Strecke zu trainieren. Ricarda war im Training die Fußstütze gebrochen. Der Kajakfahrer und EM-Teilnehmer Stefan Hengst hat mit seiner handwerklichen Erfahrung im Bootsbau das Problem wieder gerichtet. Die Wettkämpfe finden im Kanu-Slalom und im Boater Cross von Donnerstag bis Sonntag statt.

Fotografie von Franz Anton.

DREI SIEGE IN FOLGE BEI SICHTUNGSRENNEN

Der Deutsche Kanu-Verband hat für die kommenden Europameisterschaften drei Sichtungsrennen im Kanupark Markkleeberg durchgeführt. Olympiastarterin Ricarda Funk konnte mit drei Siegen in Folge ihren Startplatz erneut bestätigen. Insgesamt zeigte sich die Kajakspezialistin jedoch nicht zufrieden. Im ersten Rennen „parkte“ sie kurz in einer Rücklaufströmung ein, im Finalrennen hatte sie ebenfalls einen kleinen Schnitzer. „Solche Fehler kann ich auf der EM nicht bringen“, resümierte die Rheinländerin selbstkritisch. „Ich bin auf einem guten Weg, aber es gibt noch etwas Arbeit. Insgesamt freue ich mich aber auf die EM, der erste internationale Wettkampf seit einem Jahr“. Den noch offenen Startplatz im EM-Frauentrio wird die Leipzigerin Cindy Pöschel belegen. Zweites Boot wird Elena Apel aus Augsburg sein. Die Europameisterschaften sollen vom 6.5 – 9.5.2021 im italienischen Ivrea stattfinden.

Ricarda Funk gewinnt Open in La Reunion

Ricarda weiter in bestechender Form

Die Slalomkanuten haben während ihres Warmwasser-Lehrganges auf La Réunion an einem internationalen Open teilgenommen.

Seit langer Zeit wieder ein internationaler Wettkampf für die deutschen Slalomkanuten, zumindest für die meisten. Möglich wurde es während des ersten Warmwasser-Lehrganges auf der Insel La Réunion, ein französisches Übersee-Département im Indischen Ozean. Viele europäische Nationen haben sich den Trainingsort herausgesucht. Die Deutschen sind das erste Mal dort. „Wir waren äußerst überrascht über die Trainingsbedingungen hier. Es ist herausragend“, sagte Chef-Bundestrainer Klaus Pohlen.

Selbst Wettkämpfe wurden am Samstag organisiert. „Die Maßnahmen hygienischen Bedingungen sind so gut, dass wir uns hier sicher fühlen.“ Das Trainingsgelände sei abgeriegelt, Zuschauer sind nicht zugelassen, Masken werden von allen getragen und die Abstände werden eingehalten. Und ein Tag vor dem Wettkampf wurden PCR-Tests vorgenommen.

Herausragend war einmal mehr die Leistung von Ricarda Funk. Die Kajakfahrerin von Bad Kreuznach deklassierte das Feld mit sechs Sekunden Vorsprung. „Ich bin superzufrieden, dass ich nach so langer Zeit so einen tollen Finallauf hatte. Der Einstieg war ein bisschen holprig, nicht ganz so wie ich es mir vorgestellt habe. Da gab es einen kleinen Fehler, den ich aber im Finale beseitigen konnte. Ich bin megahappy, mein Finallauf war für meine Fähigkeiten nahezu perfekt“, sagte die 28-Jährige.

Speziell im K1-Herrenbereich war der Wettkampf sehr interessant, da von den Top-15-Nationen neun anwesend sind, sagte Pohlen. In den anderen Disziplinen war die Konkurrenz insbesondere in der Breite zwar nicht vergleichbar, dennoch waren Top-Leute am Start.

Zwei Podestplätze gab es für die C1-Damen. Weltmeisterin Andrea Herzog aus Leipzig wurde Zweite, musste sich der Spanierin Nuria Vilarrubla knapp geschlagen geben. Doppelstarterin Elena Apel aus Augsburg landete auf Rang drei.

Den Herren ist eine Fahrt auf ein Treppchen nicht gelungen. Der Augsburger Hannes-Aigner, Olympia-Starter im K1, und C1-Spezialist Franz Anton aus Leipzig paddelten auf den siebten Platz. Hannes Aigner: „Nachdem ich jetzt schon einige Wochen bei sehr niedrigen Temperaturen in Augsburg trainiert habe, genieße ich hier im Trainingslager in La Reunion das warme Klima. Die Kanustrecke ist anspruchsvoll genug, um hier anständig trainieren zu können. Die internationale Konkurrenz ist auch größtenteils hier, weil es in Europa momentan für die meisten keine sinnvolleren Alternativen gibt. Der Wettkampf heute war für mich in Ordnung. Er hat aber auch gezeigt, dass es noch einiges zu tun gibt. Daran wird die nächsten Wochen und Monate gearbeitet.“

Auch Franz Anton ist mit seinem Abschneiden zufrieden. „Der Finallauf war in großen Teilen okay, weil ich sehr sicher war. Ich hatte zwar trotzdem eine Berührung dabei, aber die Richtung stimmte,  ich muss jetzt noch ein bisschen mehr in die Schnelligkeit gehen.“ Und weil es der erste Wettkampf seit Langem war, „finde ich meinen Lauf ganz in Ordnung. Auch, dass die Puste gereicht hat, ohne dass ich zwischendrin schon gemerkt hätte: Oh, jetzt wird es wirklich hart. Das bestärkt mich darin, dass wir alles richtig gemacht haben. Jetzt freue ich mich auf die echten Wettkämpfe.“

Kajakfahrer Tim Maxeiner (Wiesbaden) hatte Pech und landete wegen zwei Torstabberührungen auf Rang 15. „Wir sind den Wettkampf nach einer harten Trainingswoche komplett aus der Belastung und ohne entsprechende Vorbereitung gefahren. Unter diesen Umständen bin ich vor allem mit meinen reinen Fahrzeiten zufrieden. Wir sind auf dem richtigen Weg und werden diesen in den kommenden Wochen fortsetzen.“

Die Sportler sind auch mit dem Training sehr zufrieden. So sagte Tim Maxeiner: „Bisher läuft das Trainingslager sehr gut. Die Bedingungen sind hervorragend. Wir können hier sehr gut in das spezifische Wildwassertraining einsteigen, nachdem die vergangenen Monate das Grundlagentraining im Vordergrund stand.“ Zudem, so Franz Anton, habe die Strecke internationales Niveau. Lediglich „die klimatischen können einem natürlich manchmal zu schaffen machen, wenn man eine anstrengende Einheit macht.“ Denn, es sind 35 Grad Luft- und Wassertemperatur. Eines ist sich der Leipziger sicher, „ich finde es aber sehr gut hier und es wird auch etwas für die Saison bringen.“

Chef-Bundestrainer Klaus Pohlen ist mit dem bisherigen Verlauf in La Réunion zufrieden. Gemeinsam mit den Trainingswissenschaftlern soll nun auch eine Wettkampfanalyse vorgenommen werden. Die Probleme wurden erkannt, „wir wissen, woran wir noch arbeiten müssen.“ Aber, so betonte er, „wir sind im Plan.“

Von Uta Büttner / Foto von F. Anton

 

Ergebnisse La Réunion Open am 6. Februar 2021

 

START IN DIE SAISON 2021

Die Slalomkanuten treten in das spezifische Training ein. Am 30. Januar fliegen die für Olympia Qualifizierten auf die Insel La Réunion, ein französisches Übersee-Département im Indischen Ozean, um ihren ersten Warmwasser-Lehrgang in diesem Jahr zu absolvieren. Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) hat sich erstmalig für diesn Ort entschieden, da aufgrund der coronabedingten Einschränkungen andere Länder nicht infrage kamen, erklärte Chef-Bundestrainer Klaus Pohlen.

„Der allgemeine Vorbereitungsblock ist nun vorbei. Wir müssen nun sepezifische Trainingsinhalte realisieren, das bedeutet viel Technikarbeit. Dabei ist es ein Unterschied, ob man Technik bei fünf Grad oder 25 Grad Wassertemperatur absolviert.“ Denn eines ist klar, „wir trainieren planmäßig alles ausgerichtet auf Olympia“, sagt Pohlen.

Entsprechend sieht der Fahrplan aus. Nach La Réunion fliegen die Olympia-Starter, C1-Weltmeisterin Andrea Herzog (Leipzig), Kajakfahrerin Ricarda Funk (Bad Kreuznach) und Hannes Aigner (Augsburg) sowie die Ersatzboote Elena Apel im K1 und C1 (Augsburg) sowie Tim Maxeiner (Wiesbaden). Im C1 der Herren hatten die Deutschen das Olympia-Ticket bisher verpasst. Letzte Chance darauf sind die Europameisterschaften im Mai im italienischen Ivrea. Nach La Réunion fliegt zudem auch der C1-Weltmeister von 2018, Franz Anton (Leipzig). Der Weltranglistenerste im C1, Sideris Tasiadis (Augsburg) verzichtet auf den Warmwasserlehrgang.

Anfang April, so es die Corona-Pandemie zulässt, ist der erste Lehrgang dieses Jahres in Tokio geplant.

Text: Uta Büttner, Foto: Thomas Lohnes

Milena Nikitina gewinnt Bronze bei der Schüler-DM

Platz drei auch in der K1/C1-Kombiwertung – KSV-Nachwuchs stark im Finale vertreten

ZEITZ – Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben auch vor dem Nachwuchs der Slalom-Kanuten nicht halt gemacht. Früh wurde die ursprünglich für Juni in Luhdorf vorgesehene Deutsche Schülermeisterschaft abgesagt und auf Anfang Oktober nach Schwerte verlegt. Doch auch dort war eine solche Veranstaltung nicht durchführbar, ebenso wie in Berlin, dessen Landeskanuverband daraufhin einspringen wollte. Vor dem endgültigen „Aus“ konnte schließlich der Kanu-Verein Zeitz für die Ausrichtung gewonnen werden, dessen Regattastrecke auf der Weißen Elster abgelegen auf dem Land liegt, sodass das ausgearbeitete Hygienekonzept genehmigt wurde. So kamen die jüngsten Kanusportler nach einer komplett ausgefallenen Saison zumindest noch zu ihren nationalen Titelkämpfen – wenn auch mit Teilnahmebeschränkung, ohne Vorläufe, ohne Zweier-Canadier und ohne Mannschaftsrennen.

Es ging also direkt mit den Halbfinalläufen los, in denen sich maximal zehn Boote für das Finale qualifizieren konnten. Anton Bloch, einziger Starter des RKV, war bei den A-Schülern ambitioniert und schnell unterwegs, allerdings waren vier Torstabberührungen (je 2 Strafsekunden) zu viel für die Top 10. Am Ende verpasste Bloch als Zwölfter den Endlauf nur knapp. KSV-Kollege Pascal Roth paddelte in einem feinen Lauf an seinem Leistungslimit und konnte als 18. in dem mit 54 Startern größten Rennen zufrieden sein.

Für eine Überraschung sorgte KSV-Youngster Jan Zinner. Bei seiner ersten Schüler-DM paddelte der elfjährige Ebernburger als Siebter auf Anhieb ins Finale der B-Schüler und erkämpfte sich dort einen starken fünften Platz. Dabei kann Zinner im nächsten Jahr noch in der gleichen Altersklasse starten, genau wie Vereinskameradin Viviana Fiedler bei den Schülerinnen A. Sie schaffte es als Zehnte mit einer Punktlandung in den Endlauf und steigerte sich im Finale ebenfalls auf einen beachtlichen fünften Rang.

Auch die ein Jahr jüngeren B-Schülerinnen Milena Nikitina und Mascha Stambke zogen im Kajak-Einer (K1) ins Finale ein und wussten, dass sie um die Medaillen mitfahren können. Entsprechend paddelten beide auf Angriff, blieben dabei aber nicht fehlerfrei, so dass es für Mascha Stambke am Ende Rang sechs und für Milena Nikitina trotz zweitschnellster Zeit der undankbare vierte Platz wurde.

Allrounderin Nikitina war aber auch im Canadier-Einer (C1) am Start und bot dort eine klasse Vorstellung. Als Zweite im Halbfinale steigerte sich die talentierte Zwölfjährige im Endlauf von der Fahrzeit um vier Sekunden und blieb – so glaubte man – fehlerfrei. Dies hätte Silber bedeutet, allerdings warf eine äußerst umstrittene Kampfrichterwertung an Tor sieben Milena auf den Bronze-Rang zurück. „Auf unserem Video ist eindeutig zu erkennen, dass das Tor noch von der Vorfahrerin gewackelt hat und Milena einwandfrei durchgefahren ist“, erklärte KSV-Sportwart Walter Senft. Jedoch sind eigene Videos als Beweismittel nicht zugelassen und so blieb der Einspruch des KSV am Ende erfolglos, da einer der Schiedsrichter eine leichte Berührung gesehen haben wollte. „Wir freuen uns trotzdem sehr über diese Bronze-Medaille, auf die Milena und der KSV sehr stolz sein können“, resümierte Senft. Für Milena Nikitina bedeutete dies auch Platz drei in der Kombi-Wertung aus K1 und C1, für den sie einen Ehrenpokal des Fördervereins Kanu-Slalom Deutschland überreicht bekam. (sts)

Randnotiz:

Auf Initiative eines Workshops zur Nachwuchsförderung im Kanu-Slalom, in dem auch KSV-Sportwart Walter Senft maßgeblich mitarbeitete, werden seit 2020 auch die Rennen der Schüler B wieder offiziell als Meisterschaftsrennen ausgetragen und gewertet. Zuletzt war dies 1987 der Fall. Ab 1988 durften die 11- und 12-jährigen Nachwuchskanuten bei der Deutschen Schülermeisterschaft nur in „Rahmenrennen“ starten – für viele eine völlig unsinnige Regelung, die nun Geschichte ist. Apropos „Geschichte“: Der letzte offizielle Schüler-B-Meister bei den Jungs hieß 1987 Thomas Schmidt (damals SEN Bad Kreuznach) – ebenso wie der erste inoffizielle 1988. Die Kinder des späteren Olympiasiegers von 2000, der mit seiner Familie seit vielen Jahren in Augsburg lebt, waren jetzt in Zeitz übrigens auch am Start. Tochter Helene wurde bei den Schülerinnen B im C1 Vierte und im K1 Fünfte, Sohn Johann 14. bei den B-Schülern.

OLYMPIA AUFGESCHOBEN

Die Kajakspezialistin aus Bad Breisig vom KSV Bad Kreuznach zur aktuellen Situation

In drei Kategorien stehen die Olympia-Teilnehmer fest. Ricarda Funk hatte bereits den Olympia-Quotenplatz bei den Weltmeisterschaften im September 2019 im spanischen La Seu d’Urgell erpaddelt und damit das Olympia-Ticket schon in der Hand. Dann wurden die Spiele auf 2021 verschoben.

Statement von Ricarda Funk zur Verschiebung der Spiele: Wir haben mit unseren Trainern einstimmig beschlossen, dass wir zunächst einmal runterfahren, etwas abschalten, das Ganze erstmal sacken lassen. Und vor allem um Kraft und Energie zu tanken, damit wir noch einmal einen komplett neuen Aufbau starten können. Wie das Sportjahr weitergehen wird, weiß ja derzeit keiner, wir sind da noch total in der Ungewissheit. Ich denke, dass es ganz, ganz wichtig ist, dass wir jetzt regenerieren.
Wir haben bis jetzt sehr hart trainiert, deshalb muss vor allem auch der Kopf herunterfahren und abschalten. In zwei Wochen wollen wir spätestens wieder ins Training einsteigen, dann versuche ich das Training so gut es geht durchzuziehen.
Man weiß zwar nicht, wie sich die Lage entwickelt, aber ich denke, dass ich dann ganz normal wieder auf das Wasser kann und ansonsten versuche ich mein Kraft- und Allgemeinathletiktraining so kreativ wie möglich zu gestalten. Der Kraftraum ist gesperrt, also versuche ich mir mit anderen Materialien zu helfen, um das Kraftniveau einigermaßen zu halten. Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ich habe mir jedenfalls einige Matrialien beschafft, mit dennen ich mir mein eigenes Programm aufgebaut und zusammengestellt habe. Dennoch machen wir uns schon Sorgen, wie lange diese Situation anhält, weil nichts planbar ist. Aber das geht ja allen so.

FUNK GELINGT SAISONAUFTAKT IN DOWN UNDER

Kajakspezialistin Ricarda Funk gewinnt Silber im australischen Penrith.

Im Australian-Open-Finale lieferten sich Lokalmatadorin Jessica Fox und Ricarda Funk ihr jährliches Duell. Nach zwei Siegen in den Qualifikationsläufen legte die Rheinländerin erneut eine Bestzeit hin, handelte sich aber vier Strafsekunden ein. Fox blieb hingegen fehlerfrei und entschied mit 1,97 Sekunden Vorsprung den Wettkampf für sich. Die Französin Camille Prigent wurde dritte. Funk zeigte sich trotz des verpassten Sieges zufrieden: „ich musste im Finale auf Risiko fahren, nur so ist Jessica auf ihrer Heimstrecke zu schlagen. Und nach dem ersten Fehler habe ich das Tempo nochmal angezogen, mit dem Risiko, erneut eine Berührung zu machen“.

Ergebnisse Australien Open Kajak der Frauen
1- Jessica FOX- AUS (0) 97.87 0.00
2- Ricarda FUNK – GER (4) 99.84 +1.97
3- Camille PRIGENT – FRA (0) 103.71 +5.84
4- Elena APEL – GER (2) 105.44 +7.57

Sebastian Palluk gewinnt panamerikanische Meisterschaft

KSV-Kanute ist damit für die Kanu-Polo-WM 2020 in Rom qualifiziert

SAO MICHAEL ARCANJO/BRASILIEN – Sebastian Palluk vom KSV Bad Kreuznach feiert nach dem Titelgewinn der US-amerikanischen Meisterschaft seinen nächsten großen Erfolg im Kanu-Polo. Der in San Francisco lebende ehemalige Slalom-Kanute wurde im Sommer dieses Jahres ins US-Nationalteam berufen und nun mit diesem im Brasilianischen Sao Micheal Arcanjo panamerikanischer Meister.

Nach einer eher mäßigen Gruppenphase besiegte das US-Team Kanada überraschend deutlich mit 5:2. Im Finale gegen Gastgeber und Titelverteidiger Brasilien ging es nach einem 1:1 in die Verlängerung, wo die USA schließlich das „Golden Goal“ und damit den Titel errang.

„Wir hatten Kanada und Brasilien stärker eingeschätzt“, berichtet Palluk, der in den Spielen zur „Starting Five“ gehörte. „Diese Teams waren uns körperlich deutlich überlegen, aber wir haben super zusammengespielt und keiner hat sich selbst zu wichtig genommen. Das war der Schlüssel zum Erfolg.“ So ging der Pott nach 15 Jahren erstmals wieder in die USA.

Damit hat sich Palluks Team auch für die WM qualifiziert, die im September 2020 im Rom ausgetragen wird. Für den 30jährigen wäre dies ein riesiges sportliches Highlight, bei dem er gerne dabei wäre. „Jetzt, wo wir für die WM qualifiziert sind, wird die interne Konkurrenz größer werden“, ist sich Palluk sicher.

Aber jetzt wird erst mal der Titelgewinn genossen. „Die Brasilianer sind so sportbegeistert, dass wir in diesem Ort, wo normalerweise kein Kanu-Polo-Verein in der Nähe ist, hunderte Zuschauer hatten und nach dem Turnier Autogramme geben mussten“, schwärmt Sebastian Palluk von den freundlichen und sehr offenen Einheimischen. Diese besondere sportliche Erfahrung wird ihm niemand mehr nehmen. Vielleicht kommt im nächsten Jahr mit der WM in Rom ja eine weitere schöne hinzu. (sts)

GELUNGENER OLYMPIA-TEST IN TOKIO

Ricarda Funk vom KSV Bad Kreuznach siegt beim Olympia-Testlauf im Einer-Kajak der Frauen

Nachdem der 21. Taifun der Saison über Tokio hinweggefegt war und für einen Abbruch der Qualifikationswettkämpfe gesorgt hatte, war der Rheinländerin Ricarda Funk mit Siegen im Halbfinale und Finale die Olympia-Generalprobe gelungen. „Das war ein außergewöhnlich schwerer Kurs“, erklärte Funk. „Die Streckendesigner haben wirklich alles aus der Strecke herausgeholt; von daher kann ich mit nur einem Fehler zufrieden sein.“

Funk kassierte nach einer Torstabberührung im mittleren Abschnitt 2 Strafsekunden und startete eine Aufholjagd. Am Ende siegte die KSV-Athletin mit einem Vorsprung von 1,07 Sekunden vor der Tschechin Amalie Hilgatova. Die Neuseeländerin Luuka Jones (+1.56) wurde Dritte.

Die 200 Meter lange künstliche Wildwasserstrecke des Kasai Canoe Slalom Center wurde eigens für die Olympischen Spiele 2020 erbaut und liegt nahe am Zentrum Tokios. Während der Spiele finden dort an sechs Wettkampftagen die vier Entscheidungen um die Medaillen im Kanu-Slalom statt: Kajak (K1) Männer und Frauen sowie Canadier (C1) Männer und Frauen.
Ergebnisse:
–  1 FUNK Ricarda GER 2 103.28  0.00 –  2 HILGERTOVA Amalie CZE 2 104.35 +1.07 –  3 JONES Luuka NZL 0 104.84 +1.56

Sebastian Palluk holt USA-Titel im Kanu-Polo

KSV-Kanute siegt mit den San Francisco „Pelicans“ im Finale der US Championships

AUSTIN – Sebastian Palluk vom KSV Bad Kreuznach hat mit den San Francisco „Pelicans“ bei der US-amerikanischen Meisterschaft, den „US Championships 2019“ im Kanu-Polo den Titel errungen.

Mangels Kanu-Slalom-Möglichkeiten um San Francisco spielt Palluk, den es beruflich nach Kalifornien verschlagen hat, seit 2015 Kanu-Polo. Mit seinem Team aus San Francisco schaffte es der 30-Jährige in dieser Saison bis in die Endausscheidungen, die nun in Austin/Texas ausgetragen wurden. Im dortigen Finale standen sich schließlich die „SF Pelicans“ und die als Lokalmatadoren klar favorisierten „Aquabats“ aus Austin gegenüber. Nach den ersten beiden Halbzeiten (jeweils 10 Minuten) stand es 1:1, so dass es in der Verlängerung eine „Golden Goal“-Entscheidung geben musste. Am Sieg für die „Pelicans“ hatte Sebastian Palluk schließlich maßgeblichen Anteil. Sein präzises Zuspiel war die entscheidende Vorarbeit für den Treffer zum 2:1.

„Ich bin wirklich glücklich, dass das Team hier existiert“, sagt Palluk. „Sonst würde ich gar nichts mehr auf dem Wasser machen.“ Dabei hofft er, dass irgendwann auch wieder mehr Slalom drin ist. Vielleicht ist er ja in einem Jahr beim Heimspiel der „German Masters“, den Deutschen Meisterschaften der Senioren, in Bad Kreuznach dabei, die der KSV am 10. Oktober 2020 am Salinenwehr ausrichten wird. Die entsprechende Altersklasse der Senioren A hätte Palluk dann erreicht. (sts)

————————————————————————————

Wer sich die letzten Minuten der Entscheidung ansehen möchte: https://youtu.be/h2dc236BJSs

Sebastian ist am großen weißen Helm zu erkennen. Sein präzises Zuspiel (ab Minute 1:14) war die Vorarbeit zum Golden Goal der „Pelicans“ (Mannschaft mit den roten Westen).

Gold und Bronze bei den „German Masters“

Ingo Kriesinger holt DM-Titel – Stefan Senft wird Dritter

NEUSS – Mit einer Gold- und einer Bronze-Medaille bei den „German Masters“, den Deutschen Meisterschaften der Senioren, beenden die Slalom-Kanuten des KSV Bad Kreuznach eine überaus erfolgreiche Wettkampfsaison.

Den Titel sicherte sich dabei Ingo Kriesinger in der Altersklasse der Senioren C (50-59 Jahre). Der Routinier, der im August bereits für Belgien Gold bei den „European Masters“ im italienischen Ivrea gewann, war auch auf der Erft nicht zu schlagen. Dabei war der Sieg mit nur einer knappen Sekunde vor dem Kölner Richard Bender diesmal jedoch denkbar knapp. „Es lief einfach nicht rund“, haderte Kriesinger, der in beiden Läufen mindestens ein Tor berührte, trotz des DM-Titels mit sich selbst. Dennoch: „Ingo ist so fit und hat mächtig Gas gegeben, so dass er die kleinen Ecken wieder herausfahren konnte“, resümierte Team-Kollege Stefan Senft und ergänzte: „Das zeichnet ihn aus.“

Senft, der bei den Senioren B (40-49 Jahre) an den Start ging, konnte mit seiner eigenen Leistung sehr zufrieden sein. Er blieb in allen Läufen fehlerfrei und gewann Bronze hinter dem Hanauer Markus Stroß und David Krajnik vom KST Rhein-Ruhr. „Das war für mich das maximale Ergebnis und das, was ich mir vorgenommen hatte“, strahlte der KSV-Trainer, der damit seinen Erfolg vom vergangenen Jahr wiederholte.

Horst Schröder, der wie Kriesinger bei den Senioren C startete, kam im 30 Teilnehmer großen Feld auf Rang 17. Im Mannschaftsrennen paddelte er zusammen mit Senft und Kriesinger unter 18 Teams auf einen feinen siebten Platz.

2020 könnten die „German Masters“ nach 14 Jahren wieder in Bad Kreuznach stattfinden. Der KSV hat sich um die Ausrichtung beworben. Die Entscheidung, ob die nächsten Deutschen Meisterschaften der Senioren für die Kanuten von der Nahe ein „Heimspiel“ werden, fällt bei der Ressorttagung des Deutschen Kanu-Verbandes noch in diesem Oktober. (sts)

FUNK HOLT QUOTENPLATZ BEI WM IN SPANIEN

Funk verpasst ihre dritte WM-Medaille holt aber Olympia-Startplatz im Einer-Kajak

Bei der Kanuslalom-WM im spanischen Seu d’Urgell ging es nicht nur um Medaillen, sondern auch um einen der 18 Nationenstartplätze für Olympia.

Ricarda Funk vom KSV Bad Kreuznach war schnellste im Halbfinale der Frauen-Kajaks, landete aber am Ende nur auf Rang fünf. Sie fuhr etwas mit angezogener Handbremse, denn sie hätte den bereits sicher geglaubten Startplatz auf der Zielgeraden noch verlieren können. Grund war die umstrittene Doppelstarter-Regelung, da Doppelstarterin Elena Apel (Augsburg) ebenfalls in das Kajak-Finale eingezogen war. Hätte Apel den Quotenplatz auf sich verbucht und am nächsten Tag im Einercanadier auch, hätte Deutschland in einer der beiden Disziplinen einen Olympia-Platz zurückgeben müssen.

Dennoch zeigte sich Funk mit dem Ergebnis zufrieden. „Sicher hätte ich auch gern eine Medaille gehabt, aber so ist das in unserem Sport. Und mein großes Ziel habe ich erreicht“, so Funk. „Mich hat das Ganze mit der Quotenplatzregelung und den Doppelstartern ganz schön beschäftigt, deshalb musste ich heute unbedingt bestes deutsches Boot werden und daher etwas auf Sicherheit fahren“.

Weltmeisterin wurde Eva Tercelj aus Slovenien, Silber ging an die Titelverteidigerin Jessica Fox (Australien) und Bronze holte sich die Neuseeländerin Luuka Jones.

FUNK SICHERT SICH NATIONALE OLYMPIAQUALIFIKATION

Funk sichert sich mit überragendem Weltcupsieg die nationale Olympiaqualifikation.
Beim Heim-Weltcup der Slalomkanuten am Samstag in Markkleeberg gewann Ricarda Funk im Kajak-Einer mit sensationellen 3,75 Sekunden Vorsprung vor Jessica Fox aus Australien. Dritte wurde die Italienerin Stefanie Horn.
Beim Kajak-Wettbewerb der Damen lieferte Ricarda Funk drei überragende Rennen ab. Erste in der Qualifikation, Erste im Halbfinallauf und schließlich Erste im Finale. „Ich bin froh, dass ich diesem Druck standgehalten habe“, sagte die 27-Jährige glücklich und erleichtert. Ihre Erfolge schreibt Funk vor allem ihrer großen Erfahrung zu.
Damit hat sich die für Kreuznach startende Rheinländerin den nationalen Olympia-Platz vorzeitig gesichert. Aufgrund ihres großen Vorsprungs auf Jasmin Schornberg vom KR Hamm und Elena Apel aus Augsburg ist sie nicht mehr einzuholen. Schornberg, die zweite K1-Finalistin am Samstag, wurde Fünfte.
Thomas Apel, Interims-Bundestrainer, resümierte: „Wir haben eine Ricarda Funk gesehen, die jetzt hier bewiesen hat, wie gut ihre Vorbereitung war. Sie hat auch im Finale die Nerven behalten und ihre Konkurrenz schon in gewisser Art und Weise deklassiert hat.“
Nun heißt, es bei den Weltmeisterschaften auch den internationalen Quotenplatz zu erkämpfen. Hier muss noch Platz 18 in der Nationenwertung erreicht werden, erst dann gibt es das Ticket für Tokio 2020. (Foto: Rebekka Anton)

KSV-Teams triumphieren in Wißmar

Auch im Einzel zahlreiche Medaillen – Tom Pahl fährt Regattabestzeiten

WISSMAR – In ausgezeichneter Form präsentierten sich die Slalom-Kanuten des KSV Bad Kreuznach bei der Regatta im hessischen Wißmar, wo am vergangenen Wochenende auf der Lahn gleich zwei komplette Wettkämpfe ausgetragen wurden.

Bei den Schülerinnen A wurde Paulina Pirro ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte sowohl im Kajak (K1) als auch im Canadier-Einer (C1) souverän an beiden Tagen. Zudem feierte sie zusammen mit Jugendfahrer Tom Pahl ihre Premiere im C2 Mix, wo das Duo ebenfalls zweimal Gold holte. Im K1 war Pahl der schnellste Athlet der Veranstaltung und siegte in der Jugendklasse jeweils deutlich mit fehlerfreien Läufen und Regattabestzeit. Vereinskamerad Christian Rehberg war ebenfalls gut unterwegs und holte sich nach Rang vier schließlich die Bronze-Medaille.

Simon Schiel, der wie Pirro bei den Schülern A sowohl im K1 als auch im C1 startete, musste sich jeweils nur Robin Stroß aus Hanau geschlagen geben und gewann so in den Einzelrennen viermal Silber. Anton Bloch, einziger Starter des RKV, kam mit kämpferischen Läufen auf die Plätze vier und fünf, Pascal Roth wurde zweimal Neunter.

Im Rennen der jüngeren Schüler B paddelte Tarek Lemler auf die feinen Plätze sieben und acht, während Cosmo Kamm bei seinem Wettkampfdebüt mit den Plätzen zehn und neun einen schönen Einstand feierte. Dass die KSV-Mädels der gleichen Altersklasse schon über eine weitaus größere Erfahrung verfügen, zeigen auch die Ergebnisse: Mascha Stambke erkämpfte sich an beiden Tagen den Sieg vor der Hanauerin Melisa Zeqiri. Bronze holte jeweils Milena Nikitina, die außerdem im C1 siegte. Nur knapp dahinter kam Teamkollegin Viviana Fiedler, die mittlerweile deutlich aufgeholt hat, auf Rang vier.

In der jüngsten Altersklasse, den Schülern C, steigerte sich Jan Zinner nach Rang sechs am ersten Tag mit fehlerfreien und schnellen Läufen im zweiten Wettkampf deutlich und gewann unter 14 Sportlern Bronze.

Aber auch die älteren KSV-Kanuten sorgten für Medaillen. So holte Horst Schröder bei den Senioren C-E jeweils Gold und Bernhard Schraut Bronze und Silber. Weitere zwei Silber-Medaillen gingen an KSV-Trainer Stefan Senft im Rennen der Senioren B. In der Leistungsklasse wurde Lionel Briswalter zweimal Siebter.

Die Stärke des KSV als Verein spiegelte sich auch in den Mannschaftsrennen wider. Das K1-Schüler-Team mit Paulina Pirro, Simon Schiel und Pascal Roth bezwang nach Silber am Samstag schließlich das Hanauer Trio und paddelte unter zwölf Mannschaften zu Gold. Dies wiederholten Pirro und Schiel gemeinsam mit Milena Nikitina auch im C1-Team. Zudem war Nikitina zusammen mit Mascha Stambke und Viviana Fiedler bei den Schülerinnen im K1 nicht zu schlagen. So holten die drei Mädels zweimal Gold, genau wie die Männer-Mannschaft des KSV mit Tom Pahl, Stefan Senft und Christian Rehberg, die an beiden Tagen vor dem favorisierten Team aus Wiesbaden siegten. Das zweite KSV-Team mit Lionel Briswalter, Horst Schröder und Bernhard Schraut wurde zweimal Fünfter. (sts)

Erfolgreiches Deutschland-Cup-Debüt in Metz

Beeindruckender Einstand für Paulina Pirro – Ingo Kriesinger zweimal im A-Finale

METZ – Zum ersten Mal wurden im französischen Metz zwei Läufe zum Deutschland-Cup im Kanu-Slalom ausgetragen. Und die Strecke auf dem Mosel-Kanal inmitten der Stadt mit starker Strömung und mehreren Walzen hatte es in sich. Der unter anderem von OSP-Trainer Florian Schlegel ausgehängte Parcour mit vielen kniffligen Stellen machte die Befahrung nicht leichter und sorgte für spannende Wettkämpfe, bei denen sich die Kreuznacher Slalomkanuten insgesamt gut geschlagen hatten.

Den einzigen Podestplatz aus Kreuznacher Sicht gewann Maxi Dilli. Der Junioren-Nationalmannschaftsfahrer vom VfL erreichte im Kajak-Einer (K1) der Altersklasse U18, bei der alle Nachwuchssporter von 14-18 Jahren im selben Rennen starten, an beiden Tagen das A-Finale der besten Zehn und wurde dort Fünfter und Dritter. Dabei unterlief Dilli jeweils an einem Tor ein Missgeschick, sonst wäre sogar beide Male ein Sieg drin gewesen.

Der zwei Jahre jüngere KSV-Athlet Tom Pahl kam mit soliden Läufen in beiden Rennen unter den 64 Startern auf Rang 16 und hat sich den Verbleib im Deutschland-Cup damit bereits gesichert. Denn nur die Top 40 dürfen hier im nächsten Jahr an den Qualifikationen zur Nationalmannschaft teilnehmen. Darum muss Vereinskamerad Christian Rehberg noch bangen. Nach prima ersten Läufen mit jeweils Platz 21 konnte Rehberg im für die Endplatzierung entscheidenden B-Finale seine Leistung jedoch nicht erneut abrufen und liegt daher derzeit auf Rang 45. Somit benötigt er bei den in drei Wochen stattfindenden Deutschen Meisterschaften in Hagen-Hohenlimburg ein gutes Resultat, um nicht abzusteigen.

Dafür überraschte RKV-Youngster Enrico Dietz (RKV) bei seinem Deutschland-Cup-Debüt. Der amtierende Deutsche Schülermeister zeigte mit den Plätzen 27 und 24 im K1, dass er bereits mit den meisten Jugend- und Juniorenfahrern mithalten kann. Und auch im Canadier-Einer (C1) machte Dietz mit Rang 15 und 17 eine gute Figur.

Auch KSV-Sternchen Paulina Pirro startete in beiden Disziplinen und legte einen beeindruckenden Einstand im Deutschland-Cup hin. Im K1 erreichte Pirro im ersten Rennen auf Anhieb das A-Finale und wurde dort Neunte. Dieses verfehlte sie am zweiten Tag als Elfte zwar knapp, gewann das B-Finale jedoch deutlich. Im Cup-Ranking gehört die dreizehnjährige Schülermeisterin damit in der Altersklasse U18 bereits zur Top 10. Und auch im C1 konnte Pirro beide B-Finals für sich entscheiden, was jeweils Platz elf im Endergebnis bedeutete.

In der Leistungsklasse der Männer schaffte KSV-Routinier Ingo Kriesinger als einziger Kreuznacher an beiden Tagen den Einzug ins A-Finale und wurde dort jeweils Neunter. Damit liegt Kriesinger mit Rang zehn in der Gesamtwertung nur einen Platz vor RKV-Ass Joshua Diez, der in seinem ersten Jahr in der Leistungsklasse mit den Plätzen zehn und elf eine solide Vorstellung bot. Teamkollege Felix Schmidt steigerte sich von Rang 17 auf den 13. Platz.

Bei den Frauen erkämpfte sich KSV-Kanutin Fee Maxeiner – im ersten Rennen 14. – am Sonntag einen Platz im A-Finale und wurde dort Achte. Die erst 19jährige Vereinskameradin Janina Kriesinger fuhr mit den Plätzen 16 und 14 gute Resultate ein, während Fiona Kaletka (ebenfalls KSV) nicht zu ihrer Form fand und als 24. in der Gesamtwertung noch um den Verbleib der besten 2/3 im Deutschland-Cup kämpfen muss. Dies gilt auch für VfL-Kanutin Lena-Marie Buhler, die derzeit auf Rang 28 liegt. (sts)

Tom Pahl gewinnt Silber beim ECA-Cup in Augsburg

Erster großer internationaler Erfolg – Paulina Pirro siegt im K1 und wird Zweite im C1

AUGSBURG – Nach dem dreifachen Titelgewinn bei der Deutschen Schülermeisterschaft kann Slalom-Kanutin Paulina Pirro jetzt auch ihren ersten großen internationalen Erfolg feiern. Beim internationalen Junior-Cup der „European Canoe Association“ (ECA) auf dem Augsburger Eiskanal mit insgesamt 21 Nationen gewann das Ausnahmetalent des KSV Bad Kreuznach in der Altersklasse U14 die Gesamtwertung im Kajak-Einer (K1) und holte zudem Silber im Canadier-Einer (C1).

Insgesamt zwei Wettkämpfe mit Halbfinale und Finale wurden auf der Olympiastrecke von 1972 ausgetragen. Die Halbfinals im K1 absolvierte Paulina Pirro jeweils als Beste und entschied auch das erste Finale vor der Tschechin Anna Retková knapp für sich. Im zweiten Endlauf musste Pirro nach rasanter Fahrt das vorletzte Aufwärtstor in der sogenannten „Torpedo-Walze“ durch ein Missgeschick erneut anfahren, was wertvolle Sekunden kostete. So wurde sie Dritte hinter der Russin Taisia Logacheva und der Slowakin Ester Kaliska, gewann jedoch mit Gold und Bronze die Gesamtwertung. Vereinskameradin Lara Kriesinger erreichte ebenfalls beide Finalläufe und erkämpfte sich dort die feinen Plätze sieben und zehn.

Pirro traute sich sogar im C1 auf den anspruchsvollen Wildwasser-Parcous und machte ihre Sache richtig gut. Nach Platz vier im ersten Finale gewann sie schließlich sogar den zweiten Endlauf und wurde so insgesamt Zweite.

Bei den Jungs der Altersklasse U14 kam Simon Schiel, dem unter 47 Startern jeweils der Einzug ins Finale er besten 30 gelang, dort auf die Ränge 15 und 19.

Für einen weiteren Podestplatz sorgte KSV-Athlet Tom Pahl in der Jugendklasse (U16), dem mit 60 Sportlern größten Rennen. Im ersten Finale auf Rang drei, wäre am zweiten Tag sogar der Sieg drin gewesen. Zwei Torstabberührungen waren jedoch eine zu viel. So wurde er Vierter, was in der Endabrechnung jedoch für den Silber-Rang hinter dem Russen Artem Stolbovskii reichte. Für Pahl ist dies der bisher größte internationale Erfolg. „Tom hat sich im Wildwasser deutlich weiterentwickelt und ist diesmal richtig vorwärts gefahren“, lobte KSV-Sportwart Walter Senft. Pahls ein Jahr jüngerer Teamkamerad Christian Rehberg, dem die Konstanz auf solch anspruchsvollen Strecken noch fehlt, belegte im Finale Rang 24. (sts)

Paulina Pirro dreifache Deutsche Meisterin

Lara Kriesinger gewinnt Silber – Pirro, Kriesinger und Simon Schiel holen DM-Titel im Team

ZEITZ – Es war die erfolgreichste Deutsche Schülermeisterschaft aller Zeiten für Bad Kreuznachs Slalom-Kanuten. Insgesamt vier DM-Titel gingen von der Weißen Elster in Zeitz an die Nahe. Dazu kam noch je einmal Silber und Bronze. Eine solche Medaillen-Ausbeute hatte es zuvor noch nie gegeben.

Dabei stand insbesondere eine Sportlerin im Mittelpunkt: Paulina Pirro, Nachwuchs-Athletin des KSV, gelang das, was aus Kreuznacher Sicht zuvor nur Thomas Schmidt gelungen war, nämlich der Titelgewinn sowohl im Kajak-Einer (K1) als auch im Canadier-Einer (C1). Das war 1990 bei der Schüler-DM in Zweibrücken, zehn Jahre später wurde Schmidt Olympiasieger. 29 Jahre nach Schmidts „Double“ ist Paulina Pirro nun in seine Fußstapfen getreten – zumindest in der Schülerklasse. Das 13jährige Ausnahmetalent ging im K1 der Schülerinnen A als Titelverteidigerin an den Start und wurde dieser Rolle sowohl im Vorlauf als auch im Halbfinale und Finale gerecht. „Immer fehlerfrei, immer Bestzeit – souveräner geht es nicht“, war das Fazit von KSV-Sportwart Walter Senft. Im C1 war das Rennen offener, da mit Helene Schneider vom SG Kanu Meißen eine echte Canadier-Spezialistin am Start war. Doch im fehlerfreien Finallauf war Pirro sogar von der reinen Fahrzeit einen Wimpernschlag schneller, während bei Schneider noch zwei Strafsekunden dazukamen. „Damit hätte ich nicht gerechnet“, strahlte Paulina Pirro im Ziel und weinte gleichzeitig Tränen vor Glück. Keine Frage, dass damit auch die erstmals ausgetragene Kombinationswertung an Paulina Pirro ging, auch wenn es sich dabei um keine offizielle Meisterschaft handelt.

Damit jedoch nicht genug: Paulinas Vereinskameradin Lara Kriesinger zeigte sich ebenfalls in brillanter Form, holte im K1 Silber und sorgte so für einen KSV-Doppelsieg bei den Schülerinnen A. Zusammen mit Simon Schiel bildeten Pirro und Kriesinger auch die Top-Mannschaft des KSV für den Team-Wettbewerb. Mit einem grandiosen Lauf schafften die Drei schließlich das, was noch nie einer Mannschaft mit zwei weiblichen Kanuten gelungen war, nämlich den Deutschen Meistertitel bei den Jungs zu holen. Für Paulina Pirro war damit sogar das „Triple“ perfekt.

Für Bad Kreuznachs Titel Nummer vier sorgte RKV-Ass Enrico Dietz. Während er im C1 trotz zweitschnellster Fahrzeit durch zwei Torstabberührungen als Vierter eine Medaille knapp verpasste, beeindruckte Dietz im Kajak-Finale durch eine rasante, risikoreiche und dennoch fehlerfreie Fahrt, die am Ende verdient mit DM-Gold vor dem favorisierten Marten Konrad aus Dormagen belohnt wurde. Damit gewann Enrico auch die Kombinationswertung, in der KSVler Simon Schiel die „Kristallkugel“ in Silber gewann. Denn Schiel erreichte ebenfalls beide Finalläufe und wurde dort Fünfter im K1 und Achter in C1.

Bei den jüngeren Schülerinne B hatten Milena Nikitina und Mascha Stambke ihr DM-Debüt, bei dem sie sich mit starken Läufen auf den Rängen acht und neun gleich in die Top 10 fuhren. Auch sie starteten zusammen mit Pascal Roth als eines der jüngsten Teams bei den Jungs und erzielten unter den 30 Mannschaften einen hervorragenden zehnten Platz. Die beiden RKVler Enrico Dietz und Anton Bloch, der im Einzel das Halbfinale erreichte, kamen in einer Renngemeinschaft mit der Zweibrückenerin Britta Jung als 14. noch in die vordere Hälfte.

Im C1 bildeten Dietz, Pirro und Schiel das Kreuznacher Team und erkämpften sich hinter den Renngemeinschaften aus Sachsen-Anhalt und Sachsen mit Bronze eine weitere DM-Medaille.

„Es gab Jahre, da haben wir uns über eine einzige solche Medaille schon riesig gefreut“, resümiert Walter Senft. „Aber diese DM toppt einfach alles.“ Paulina Pirro, Lara Kriesinger und Enrico Dietz dürfen nun auch im September bei der Jugend-DM in Hagen-Hohenlimburg starten. Wer weiß, vielleicht kommt dort ja noch eine weitere Medaille hinzu. (sts)

FUNK HOLT WELTCUPSILBER IN LONDON

Kajakspezialistin Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) hat zum Weltcup-Auftakt in London die Silbermedaille eingefahren. Die 27 Jahre alte Rheinländerin musste sich mit 2,44 Sekunden Rückstand nur der Lokalmatadorin Mallory Franklin geschlagen geben. Mit Ihrem zweiten Platz konnte Funk in der nationalen Olympiaqualifikation ihren Vorsprung weiter ausbauen. Die Teamgefährtinnen Jasmin Schornberg (Hamm) und Elena Apel (Augsburg) schieden im Einer-Kajak hingegen im Halbfinale aus. „Da ich bereits vor Finalstart bestes deutsches Boot war, konnte ich befreit auffahren und angreifen“, erklärte Funk, die trotz eines Fahrfehlers im mittleren Abschnitt in die Medaillenränge paddelte. Bronze ging an Jessica Fox aus Australien.

„Ich bin fast perfekt zufrieden“, sagte Bundestrainer Thomas Apel mit Blick auf den Schnitzer. Funk sicherte sich mit dem Podestplatz zudem noch einen weiteren Bonuspunkt für Tokio.

TITELVERTEIDIGUNG VERPASST, EM-SILBER IM TEAM

50 Strafsekunden vereiteln einen weiteren EM-Titel

Am ersten Einzelfinaltag der EM im französischen Pau hat Kajakspezialistin Ricarda Funk die Titelverteidigung verpasst. Dabei lag Funk mit rund vier Sekunden Vorsprung auf Goldkurs. Am Tor 20 leitete die Rheinländerin jedoch zu früh die Bootsdrehung ein und kassierte 50 Strafsekunden. „Im Ziel durfte ich mich noch kurz für zwei Minuten freuen, Ich war mir aber auch schon unsicher, ob das so bleibt“, so Funk, „Ich habe gemerkt, dass es knapp sein könnte“. Gold ging an die erst 21-jährige Amalie Hilgertova (Tschechien) vor Mallory Franklin aus Großbritannien und Teamkameradin Jasmin Schornberg (Hamm). Thomas Apel, Interims-Cheftrainer, resümierte: „mit Ricardas Lauf bin ich trotzdem zufrieden, was die Verbesserungen der Reserven aus dem ersten Lauf angehen, was sich auch in der Zeit wiederspiegelt. Beim Tor 20 ist sie einfach zu eng gefahren. Aber das ist im Kanuslalom eben ein kleiner Ritt auf der Rasierklinge.“

Ein Trost bleibt: Funk hatte zur Eröffnung zumindest Teamsilber geholt. Das neuformierte Team mit Jasmin Schornberg (Hamm), Ricarda Funk (Kreuznach) und Neuzugang Elena Apel (Augsburg) konnte trotz vier Strafsekunden Rang zwei belegen. Gold ging an Gastgeber Frankreich, Bronze an Österreich.

Nachwuchs-Kanuten des KSV triumphieren auf der Ruhr

Erste Einzel-Siege für Mascha Stambke und Jan Zinner – Gold auch für Pirro und Senft

SCHWERTE – Keine Frage, die Slalom-Kanuten des KSV Bad Kreuznach haben derzeit einen guten Lauf. Auch beim Wettkampf in Schwerte mischten die Wassersportler von der Nahe auf der Ruhr ganz vorne mit.

Dabei errangen gleich zwei junge Talente ihre ersten Einzel-Siege. Unter den 17 Startern der jüngsten Schülerklasse C meisterte Jan Zinner an beiden Tagen den Parcours nicht nur fehlerfrei, sondern auch als Schnellster und sicherte sich so seinen ersten Pokal.

Bei den Schülerinnen B war Mascha Stambke trotz starker Konkurrenz aus Nordrhein-Westfalen diesmal nicht zu schlagen und konnte sich ebenfalls über ihr erstes Gold in einem Einzelrennen freuen. Vereinskameradin Milena Niktina zeigte ebenfalls eine kämpferische Leistung, schrammte diesmal jedoch als Vierte knapp an einer Medaille vorbei. Im über 20 Teilnehmer großen Feld der Schüler B feierte Tarek Lemler mit Rang 15 ein schönes Wettkampfdebüt.

Simon Schiel musste sich bei den Schülern A im Kajak-Einer (K1) mit starken Läufen nur Marten Konrad aus Dormagen geschlagen geben. Im Canadier-Einer (C1) holte der Allrounder zudem Bronze. Bei den gleichaltrigen Mädchen dominierte einmal mehr Paulina Pirro, die in dieser Saison im C1 mittlerweile ebenso ungeschlagen ist wie im K1, ihrer bisherigen Paradedisziplin. Auf der in knapp vier Wochen stattfindenden Schüler-DM will sie nicht nur ihren Titel im K1 verteidigen, sondern erstmals auch im C1 um die Medaillen mitfahren. Pascal Roth, der im Einzel einen feinen elften Platz belegte, holte zusammen mit Pirro und Schiel Silber im Mannschaftsrennen der Schüler. Als beste Vereinsmannschaft musste sich das KSV-Trio nur einer Renngemeinschaft aus NRW geschlagen geben. Das junge zweite KSV-Team Stambke-Nikitina-Zinner überraschte mit einem fehlerfreien Lauf und landete unter den 20 Mannschaften auf einem beachtlichen sechsten Platz.

Bei den Senioren C-F gewann Bernhard Schraut Bronze, während KSV-Trainer Stefan Senft im Rennen der Senioren A und B einen weiteren Sieg für den KSV einfuhr. Bei den Männer-Mannschaften erkämpfte sich das KSV-Team mit Senft, Lionel Briswalter (im Einzel 11.) und Christian Rehberg, der in der Jugendklasse mit Silber überzeugte, zum Abschluss einer erfolgreichen Veranstaltung überraschend Bronze. (sts)

Slalom-Nachwuchs des KSV gewinnt beide Wanderpokale

Alle drei KSV-Teams holen auf der Erft Gold – Pirro, Schiel und Pahl auch im Einzel vorne

NEUSS – Es sind die größten Pokale der Vereinsgeschichte, die die Slalom-Kanuten des Kanu-Sport-Vereins Bad Kreuznach von Neuss mit nach Hause gebracht haben und die jetzt zumindest für ein Jahr das Vereinsheim schmücken. Durch den Sieg sowohl der Schüler- als auch der Schülerinnen-Mannschaft gingen auf der Erft gleich beide Wandertrophäen an den Nachwuchs des KSV.

Dabei war es besonders im Team-Wettbewerb nicht leicht, die anspruchsvolle Strecke an der Gnadentaler Mühle flüssig zu bewältigen, ohne sich gegenseitig in die Boote zu fahren. Der taktische Schachzug von KSV-Trainer Stefan Senft, beim Nachwuchs diesmal jeweils den vermeintlich langsamsten Fahrer vorne fahren zu lassen, war sicher ein Teil des Erfolges. „Die Kids haben das prima umgesetzt und sind klasse gefahren“, lobt Senft seine Schützlinge. So konnte bei den Schülern Pascal Roth den schwierigen Teil des Parcours wie im Einzel flüssig passieren, ohne auf seine Vereinskameraden achten zu müssen. Nach Tor 7 begann dann die Aufholjagd von Simon Schiel und Paulina Pirro, den beiden älteren und erfahreneren Team-Kollegen. Die Taktik ging auf, mit Bestzeit und nur einer Torstabberührung siegte das KSV-Trio mit über fünf Sekunden Vorsprung vor Hanau und einer Renngemeinschaft aus Nordrhein-Westfalen.

Und auch bei den Schülerinnen funktionierte diese Taktik. Angeführt von Viviana Fiedler paddelte das KSV-Trio mit Milena Nikitina und Mascha Stambke ebenfalls zu Gold vor den Teams aus NRW und Hanau. Die beiden Wanderpokale dürfen nun für ein Jahr in Bad Kreuznach bleiben, dann gilt es sie zu verteidigen, was vor allem bei den Mädels gut möglich sein könnte. „Die Drei gehören zu den Jüngsten und können noch die nächsten zwei Jahre in dieser Besetzung bei den Schülerinnen zusammen fahren“, erklärt Senft. Anders sieht das bei Simon Schiel und Paulina Pirro aus, die ab der nächsten Saison in der Jugendklasse starten müssen.

Auch in den Einzelrennen mischten die KSV-Kanuten vorne mit. Simon Schiel gewann bei den Schülern A im Canadier-Einer (C1) und holte im Kajak-Einer (K1) Silber. Auch Pascal Roth paddelte als Neunter in die Top 10. Paulina Pirro war sowohl im K1 als auch im C1 erneut eine Klasse für sich und siegte in beiden Disziplinen souverän. Bei den Schülerinnen B holte Milena Nikitina Bronze, Mascha Stambke und Viviana Fiedler kamen auf die Plätze fünf und sechs.

Bernhard Schraut wurde Fünfter bei den Senioren D und E, während in der Altersklasse B Stefan Senft hinter Dauerrivale Markus Stroß aus Hanau Silber gewann. Im Jugendrennen setzte sich Tom Pahl als frischgebackener Süddeutscher Meister mit einem starken zweiten Lauf auch gegen die Konkurrenz aus NRW durch und entschied das Rennen schließlich mit zwei Sekunden Vorsprung vor Linus-Fynn Manert vom KST Rhein-Ruhr für sich. Christian Rehberg schrammte als Vierter nur knapp an einer Einzel-Medaille vorbei, holte zum Abschluss zusammen mit Pahl und Senft jedoch Team-Gold bei den Männer-Mannschaften. Unter 20 Mannschaften konnte sich das Trio von der Nahe durch einen fehlerfreien Lauf vor Hohenlimburg und Hilden an die Spitze setzen, so dass am Ende alle drei KSV-Teams in ihren Rennen siegreich waren. (sts)

Medaillenflut bei Süddeutscher Meisterschaft

Paulina Pirro gewinnt viermal Gold – Schüler-Team siegt mit 16 Sekunden Vorsprung

FÜRTH – Die Kreuznacher Slalom-Kanuten haben bei der Süddeutschen Meisterschaft in Fürth kräftig abgeräumt. Insgesamt 20mal standen die Athleten von KSV, RKV und VfL auf dem Siegerpodest, davon elfmal ganz oben.

Dabei war KSV-Sternchen Paulina Pirro die herausragende Athletin der Veranstaltung. Im Kajak-Einer (K1) der Schülerinnen A siegte sie vor Vereinskameradin Lara Kriesinger, was dem KSV einen Doppelsieg bescherte. Mit ihrem Ergebnis von 99,28 Sekunden hätte Pirro sogar bei der weiblichen Jugend und den Juniorinnen gewonnen und war damit schneller als die Nationalmannschaftsfahrerinnen Emily Apel (Augsburg) und Annkatrin Plochmann (Nürnberg-Fürth). Auch im Canadier-Einer (C1) war das 13jährige Multitalent eine Klasse für sich und gewann diese Disziplin mit 18 Sekunden Vorsprung.

RKV-Youngster Enrico Dietz holte sich im C1 der männlichen Schüler A ebenfalls den Meistertitel, Silber ging an KSV-Zugang Simon Schiel. Im K1 war Dietz nur vom Augsburger Christian Stanzel zu schlagen und wurde Vizemeister. Schiel wurde hier Fünfter, während sich Anton Bloch (RKV) und Pascal Roth (KSV) mit den feinen Plätzen 11 und 15 für die Deutsche Schülermeisterschaft qualifizieren konnten, die im Juni in Zeitz ausgetragen wird. Dass die Kreuznacher dort auf Medaillenjagd gehen wollen, wurde auch im Mannschaftsrennen deutlich: Das KSV-Trio mit Paulina Pirro, Simon Schiel und Lara Kriesinger gewann unter 19 Kajak-Teams in beeindruckender Weise mit 16 Sekunden Vorsprung. Pirro und Schiel waren zusammen mit Enrico Dietz auch im C1 als Renngemeinschaft nicht zu schlagen. Im K1 hätte es für eine weitere Kreuznacher RG mit Dietz, Anton Bloch und Pascal Roth beinahe für eine weitere Medaille gereicht. Als Vierte schrammten die Drei nur knapp am Treppchen vorbei.

In der jüngsten Schülerklasse C paddelte Jan Zinner mit Platz neun in die vordere Hälfte. Im heiß umkämpften Rennen der Schülerinnen B schaffte es Milena Nikitina mit einem schnellen und fehlerfreien zweiten Lauf in die Medaillenränge und holte Bronze. Keine zwei Sekunden dahinter landete Mascha Stambke ebenfalls fehlerfrei mit ihrer bisher besten Wettkampfleistung auf dem fünften Platz. Zusammen mit Viviana Fiedler (im Einzel 10.) holten sich Nikitina und Stabe schließlich mit einer tollen Mannschaftsleistung die Silber-Medaille im Team-Wettbewerb.

In der Jugendklasse sicherte sich KSV-Athlet Tom Pahl mit einer klasse Fahrt den Titel, ebenso wie U18-Nationalmannschaftsfahrer Maxi Dilli vom VfL bei den Junioren. Zusammen mit RKV-Ass Joshua Dietz siegte Dilli auch im C2 der Leistungsklasse. Für Dietz gab zudem Silber im Mix-Duo mit Fiona Kaletka und Bronze im starken Kajak-Feld der Männer. Gemeinsam mit Jugendfahrer Tom Pahl gewannen Dilli und Dietz als Renngemeinschaft zwischen VfL, RKV und KSV schließlich auch den Titel bei den Männerteams im K1 vor dem Trios aus Hanau und Augsburg. Als weitere RG aus allen drei Kreuznacher Kanu-Vereinen sicherten sich Dilli, Dietz und Kaletka zudem Bronze im C1.

Auch wenn es für Fee Maxeiner (4.), Janina Kriesinger (7.) und Fiona Kaletka (8.) im Einzel nicht für eine Medaille reichte, holten die drei KSV-Frauen im Mannschaftsrennen den Meistertitel. VfL-Kanutin Lena Buhler landete in der Leistungsklasse mit Rang 10 ebenfalls in der vorderen Hälfte.

Bei den Senioren siegte Ingo Kriesinger in der Altersklasse C, während KSV-Nachwuchstrainer Stefan Senft Silber in der AK B gewann. Bernhard Schraut wurde Fünfter in der D-Klasse. Die Männer-Mannschaft des KSV mit Kriesinger, Senft und Jugendfahrer Christian Rehberg (im Einzel 11.) kam mit einer schönen Team-Leistung ebenfalls auf Rang fünf. (sts)

FUNK GEWINNT SOUVERÄN NATIONALE QUALIFIKATION 2019

Ricarda Funk lieferte im Kajak der Frauen mit insgesamt acht Siegen eine furiose Vorstellung ab. Die 27-Jährige gewann souverän alle Halbfinal- und Finalläufe und beendete die Qualifikationsserie mit dem Idealwert null. „Ich bin erleichtert, die letzten zwei Wochen habe ich schlecht geschlafen“, so Funk und erklärt: „Dieses gute Gefühl will ich jetzt einfach in die Saison mitnehmen. Jetzt heißt es, weiterhin konzentriert bleiben.“ Ex-Weltmeisterin Jasmin Schornberg (KR Hamm) wurde im Abschlussrennen Vierte und belegte in der Endabrechnung Rang zwei. Die Augsburgerin Elena Apel fuhr im letzten Finallauf auf Platz zwei und sicherte sich damit überraschend den dritten Platz im Damentrio.

Bei den olympischen Spielen gibt es für jede Disziplin nur einen Startplatz. Wer die deutschen Farben vertreten will, muss sich über weitere Weltcup-Rennen und Weltmeisterschaften im Verlauf der Saison qualifizieren. Den Sportlern verbleibt dann ein größerer Zeitraum zur Vorbereitung, denn erstmals wird der DKV seine Nominierung nicht erst wenige Monate vor den Spielen vornehmen, sondern sein Team bereits ein dreiviertel Jahr vorher aufstellen. Damit können die von der International Canoe Federation (ICF) im Herbst 2019 und Winter 2020 eingeräumten Trainingsblöcke auf dem olympischen Wildwasserkurs in Japan optimal genutzt werden.

Endstand nach vier Rennen im der Kajak-Einer Frauen: 1. Ricarda Funk, 2. Elena Apel, 3. Jasmin Schornberg.

Tom Pahl siegt mit Regatta-Bestzeit

Starke Kreuznacher Kanuten auf der Erft – Schüler-Teams des KSV holen Silber

BERGHEIM – Die Slalom-Kanuten des KSV und RKV Bad Kreuznach haben in Bergheim an die tollen Erfolge von Waldkirch angeknüpft. Auf der Erft ging es diesmal hauptsächlich gegen die Konkurrenz aus Nordrhein-Westfalen.

Herausragender Athlet war diesmal Tom Pahl. Der 16jährige Kajak-Spezialist des KSV siegte im Jugendrennen mit der Regatta-Bestzeit von 80,20 Sekunden vor Jonas Büchner aus Schwerte und war damit sogar schneller als die Leistungsklasse. „Tom hat in beiden Läufen eine Topleistung gezeigt“, freut sich KSV-Sportwart Walter Senft über die Konstanz seines Schützlings, der bereits im ersten Durchgang mit 80,82 Sekunden nicht wesentlich langsamer und ebenfalls fehlerfrei war. Eine Torstabberührung kostete hingegen Pahls ein Jahr jüngerem Vereinskamerad Christian Rehberg einen Podestplatz. Dieser lag am Ende sechs Hundertstelsekunden hinter Tobias Meyer aus Bergheim auf Rang vier.

In den Schülerklassen wurden, wie seit Jahren in NRW üblich, gleich zwei Rennen ausgetragen, um den Nachwuchs besonders zu fördern. Bei den Schülern A siegte RKV-Ass Enrico Dietz im Canadier-Einer (C1) an beiden Tagen souverän und musste sich im Kajak-Einer (K1) nur Marten Konrad aus Dormagen geschlagen geben. KSV-Allrounder Simon Schiel ging ebenfalls in beiden Disziplinen an den Start und holte in seinen besten Rennen Silber im C1 und Bronze im 30 Teilnehmer großen K1-Feld. Dort zeigten Anton Bloch (RKV) und Pascal Roth (KSV) mit den Plätzen elf und zwölf ebenfalls gute Leistungen.

Bei den Schülerinnen der Altersklasse A war KSV-Sternchen Paulina Pirro sowohl im K1 als auch im C1 eine Klasse für sich und holte insgesamt viermal Gold.

Im heiß umkämpften Rennen der jüngeren Schülerinnen B gewann Milena Nikitina mit feinen Fahrten an beiden Tagen Silber, wobei mit Lydia Marks von der KST Rhein-Ruhr und der Hanauerin Melisa Zeqiri jeweils eine andere Sportlerin siegte. Ihre Teamkollegin Mascha Stambke holte einmal Bronze und auch Viviana Fiedler kämpfte sich mit Rang sechs in die vordere Hälfte. Im Mannschaftsrennen paddelte das KSV-Trio Nikitina-Stambke-Fiedler schließlich unter sieben weiblichen Teams zu Silber hinter dem KVS Schwerte. Ebenfalls Silber holte das KSV-Team Pirro-Schiel-Roth unter 15 Schüler-Mannschaften hinter dem Trio aus Hanau.

Jan Zinner, der mit neun Jahren zurzeit jüngste Kanute im Slalom-Team des KSV, legte mit zweimal Bronze bei den Schülern C einen tollen Saisonstart hin, nachdem er beim Wettkampf in Waldkirch krankheitsbedingt ausgefallen war.

KSV-Trainer Stefan Senft holte bei den Senioren B erneut Silber hinter Markus Stroß aus Hanau. Horst Schröder wurde im großen Rennen der Senioren C Neunter und Bernhard Schraut Fünfter bei den Senioren D-F. Die K1-Männermannschaft Pahl-Senft-Rehberg war zwar mit der drittschnellsten Zeit unterwegs, vier Torstabberührungen warfen das KSV-Team jedoch auf Platz sechs zurück.

Für einen schönen Abschluss sorgte das als Renngemeinschaft Rheinland-Pfalz gestartete C1-Team mit Paulina Pirro, Enrico Dietz und Simon Schiel, das als Schüler-Trio Zweiter unter den fünf Männer-Teams wurde. (sts)

Beeindruckender Saisonstart für KSV-Kanuten

Paulina Pirro erfolgreichste Sportlerin der Veranstaltung – KSV-Teams vorne

WALDKIRCH – Diesmal sind die Slalom-Kanuten des KSV und RKV Bad Kreuznach in Waldkirch bei frühlingshaften Temperaturen in die neue Wettkampfsaison gestartet. Im vergangenen Jahr gab es dort im Schwarzwald zum Saisonauftakt noch Neuschnee. Aber auch sportlich war die Regatta für die Wassersportler von der Nahe ein Frühlingsfest: In allen Rennen mit Kreuznacher Beteiligung wurden Medaillenplätze eingefahren.

Erfolgreichste Sportlerin der Veranstaltung war KSV-Nachwuchsathletin Paulina Pirro. Die amtierende Deutsche Schülermeisterin im Kajak-Einer (K1) stand insgesamt viermal ganz oben auf dem „Treppchen“ und siegte sowohl in den Einzel- als auch in den Mannschaftsrennen nicht nur souverän in ihrer Paradedisziplin, sondern auch im Canadier-Einer (C1). In dieser Bootsklasse will Paulina Pirro in diesem Jahr erstmals auch bei der Schüler-DM an den Start gehen und im Kampf um die Medaillen vorne mitmischen. „Das Zeug dazu hat sie“, ist sich KSV-Sportwart Walter Senft sicher und ergänzt: „Das war hier eindrucksvoll zu erkennen. Paulina hat auch im C1 richtig Gas gegeben.“ Und hätte mit ihrer Fahrzeit auch bei den Jungs ihrer Altersklasse ganz vorne gelegen.

Die männlichen Schüler A dominierte RKV-Youngster Enrico Dietz. Ähnlich wie Pirro bei den Schülerinnen war das Allround-Talent sowohl im K1 als auch im C1 nicht zu schlagen. In beiden Disziplinen siegte er jeweils vor Robin Stroß aus Hanau und dem KSV-Neuzugang Simon Schiel, der zweimal Bronze gewann. Zusammen mit Pirro und Schiel paddelte Dietz in einer Renngemeinschaft als C1-Team ein weiteres Mal auf Platz eins. Pascal Roth (KSV) und Anton Bloch (RKV) waren im K1 ebenfalls gut unterwegs und landeten bei ihrem ersten Start in der älteren Schülerklasse A mit den Plätzen sieben und acht auf Anhieb in der vorderen Hälfte. Im KSV-Team erkämpfte sich Pascal Roth gemeinsam mit Paulina Pirro und Simon Schiel unter acht Schüler-Mannschaften im K1 Gold vor den Teams aus Hanau und Waldkirch.

Bei den Schülerinnen B zeigten alle drei KSV-Mädels, dass sie im Winter fleißig trainiert hatten. Milena Nikitina fuhr in ihrem Rennen die schnellste Zeit. Zwei Torstabberührungen, die jeweils mit zwei Strafsekunden zu Buche schlagen, waren jedoch eine zu viel, so dass sie sich am Ende knapp der Zweibrückenerin Britta Jung geschlagen geben musste. Auch Mascha Stambke und Viviana Fiedler waren mit den Plätzen vier und fünf nah an den Medaillenrängen dran. Zusammen holte das KSV-Trio schließlich Silber im Team-Wettbewerb der Schülerinnen.

In ausgezeichneter Form präsentierte sich Tom Pahl. Der KSV-Athlet siegte in der Jugendklasse mit satten sechs Sekunden Vorsprung vor Luis Erschig aus Waldkirch. Vereinskollege Christian Rehberg zeigte mit seinem zweiten fehlerfreien Lauf ebenfalls eine klasse Leistung und wurde Vierter. Im Mannschaftsrennen gingen Pahl und Rehberg dann zusammen mit ihrem Trainer Stefan Senft in der Männerklasse an den Start und sorgten dort für eine Überraschung. Denn das KSV-Team siegte durch seine saubere Fahrweise am Ende vor dem favorisierten Trio aus Waldkirch und der Renngemeinschaft Hessen. Im Einzel wurde Senft bei den Senioren A und B Zweiter, Bernhard Schraut (ebenfalls KSV) gewann Bronze bei den Senioren C und D. (sts)

OBENAUF IN DOWNUNDER

Erneut geht Gold an Kajakspezialistin Ricarda Funk vom KSV Bad Kreuznach. Die Rheinländerin hatte bereits am vergangenen Wochenende bei den Australian Open einen Sieg verzeichnen können und fuhr jetzt zum zweiten Mal im Wohnzimmer ihrer härtesten Konkurrentin Jessica Fox auf Platz eins. „Leider hatte ich im Finale keinen perfekten Lauf, hatte an der ‚Main Wave‘ große Schwierigkeiten in das zweite Abwärtstor zu kommen. Trotzdem ist es mir gelungen, bis zum Ziel den Zeitverlust etwas auszugleichen“, erklärte Funk selbstkritisch, insbesondere mit Hinblick auf den Patzer, den sich die Lokalmatadorin Fox leistete. Die Australierin handelte sich gleich an Tor eins eine 50-Sekundenstrafe ein und spielte damit für den Ausgang des Rennens keine Rolle mehr. Funk siegte mit knappen 0,25 Sekunden Abstand vor Prigent (Frankreich) und der Slovenin Ursa Krakelt (+0,52).

Damen Kajak:

  1. Ricarda FUNK, GER , 113.13, (0);
  2. Camille PRIGENT, FRA , 113.42, (0);
  3. Ursa KRAGELJ, SLO , 113.65, (0);

Das Penrith Whitewater Stadium ist eine künstliche Wildwasseranlage der Olympischen Spiele 2000 und befindet sich in Penrith, ca. eine Autostunde westlich von Sydney.

RICARDA FUNK HOLT GOLD BEI AUSTRALIAN OPEN

Penrith  – WM-Bronze Me­dail­lis­tin Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) fährt im vorolympischen Jahr bei den Australian Open ihren ersten Saisonsieg ein.

Die 26-jährige Rheinländerin verwies mit einem fehlerfreien Lauf die Weltmeisterin und Lokalmatadorin Jessica Fox mit 1,16 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Jasmin Schornberg komplettierte als zweites deutsches Boot mit Rang drei das Podium.

„Es ist immer ein großes Erlebnis gegen Jess anzutreten. Auf dem Wasser sind wir Gegner, aber nach dem Rennen Freunde.“, so Funk und erklärte mit Blick auf ihr Ergebnis: „Ich hatte keine Torstabberührungen; da ich immer mal ein Tor touchiere, bin ich über diesen fehlerfreien Lauf besonders zufrieden“.

Ricarda Funk gibt Autogrammstunde

Ricarda Funk kommt vom Trainingslager aus Dubai nahezu direkt nach Bad Kreuznach und gibt am kommenden Freitag, den 11.01.2019, eine Autogrammstunde von 13:00 – 15:00 Uhr in der neuen Filiale der Sparkasse Rhein-Nahe an der Ecke Mannheimer Str./Wormser Str. (ehemals Firma Diebold).

Bitte nutzt die Chance eine aktuelle Autogrammkarte von Ricarda persönlich in Empfang zu nehmen.

Stefan Senft gewinnt Bronze bei den „German Masters“

 

SPREMBERG – Beim letzten Slalom-Wettkampf vor der Winterpause gab es für die Kreuznacher Kanuten des KSV nach einer überaus erfolgreichen Saison zum Abschluss noch einmal eine DM-Medaille. Bei den „German Masters“, der Deutschen Meisterschaft der Senioren, gewann Stefan Senft in Spremberg Bronze bei den Senioren B.

Dabei blieb Senft in beiden Läufen fehlerfrei und war am Ende glücklich, dass es für einen Podestplatz gereicht hat. „Das war für mich das maximale Ergebnis“, strahlte der 47jährige KSVler, der selten für sich selbst allein, sondern meistens die Nachwuchssportler trainiert. „Die Konkurrenz war sehr stark. Da wusste ich, dass es hart wird, eine Medaille zu erringen.“ Der Titel ging an den Hanauer Markus Stross vor Peter Leischner aus Weimar.

Mit Horst Schröder und Bernhard Schraut waren noch zwei weitere Kreuznacher am Start. Schröder meisterte nach langer Wettkampfpause die tückische Strecke jeweils ohne Torstabberührungen und konnte mit Platz 18 im großen Starterfeld der Senioren C (50-59 Jahre) sehr zufrieden sein. Schraut hatte im Einzelrennen der Senioren D (60-69 Jahre) hingegen größere Probleme, verfehlte im ersten Lauf ein Tor und musste auch im zweiten Durchgang mehrere Tore erneut anfahren.

Im Mannschaftsrennen wuchs Bernhard Schraut dann jedoch über sich hinaus, als er gemeinsam mit Horst Schröder und Stefan Senft einen flüssigen Null-Fehler-Lauf hinlegte. So war der siebte Platz für das KSV-Trio unter 14 Teams in dieser Besetzung ein schöner Erfolg, mit dem zuvor niemand gerechnet hatte. (sts)

FUNK HOLT IN RIO WM-BRONZE IM KAJAK-EINER UND SILBER IM TEAM

Die Europameisterin Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) gewinnt Bronze bei den Kanuslalom-Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro.

Dabei hatte die 26-jährige Sportsoldatin bereits an Tor zwei eine Berührung und musste den zwei Strafsekunden hinterherfahren. Am Ende paddelte die Rheinländerin mit 3,26 Sekunden Rückstand hinter der Favoritin Jessica Fox aus Australien zu Bronze. „Nach dem ich Tor zwei berührt hatte, war ich mir nicht mehr sicher, ob ich das noch bis unten bringe. Aber dann hab ich mir gesagt: ‚scheiß drauf‘, ich geb jetzt nochmal richtig Gas“, freute sich Funk, die bereits im Vorjahr WM-Bronze gewonnen hatte. Silber ging an die Britin Mallory Franklin. Die zweite DKV-Starterin Jasmin Schornberg aus Hamm fuhr mit einem Rückstand von 9,41 Sekunden auf den achten Platz.

Im Team-Wettbewerb errang Funk zusammen mit Schornberg und Lisa Fritsche (Halle) zudem die Silber-Medaille hinter dem Trio aus Frankreich und vor Großbritannien.

Damen, Kajak-Einer: 1. Jessica Fox (AUS) 102,06  (0),  2. Mallory Franklin (GBR) 104,34  (0),  3. Ricarda Funk (GER) 105,32  (2),  8. Jasmin Schornberg (GER) 111,47  (2)

Damen Kajak-Einer Team:  1. France  (FRA) 108,37 (0),  2. Germany  (GER) 109,12 (2),  3. Great Britain (GBR) 109,36 (2)

WELTCUPDRAMA IM SPANISCHEN SEU D URGELL

  1. Beim Weltcup-Drama  in La Seu d’ Urgell in den katalanischen Pyrenäen blieb es noch bis zum letzten Zieleinlauf spannend . Die Breisigerin Ricarda Funk verpasst im fünften Rennen den Weltcup-Hattrick.

Im Damen Kajak hat Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) in einem dramatischen Finale nur knapp den dritten Weltcuptitel  in Folge verpasst. Die 26 Jahre alte Rheinländerin war gerade so als Zehnte in das Finale eingezogen, hatte dann aber in einem furiosen Endlauf eine Zeit vorgelegt, an der die Konkurrenz nicht mehr vorbei kam. In der Gesamtabrechnung konnte Funk die führende Australierin Jessica Fox auch mit einem Sieg nicht mehr verdrängen. Funk wird bei 302 Zählern und mit nur einem Punkt Rückstand zur Australierin zweite im Gesamtweltcup. „Ich bin froh, wieder ein Finale gewonnen zu haben. Dieses gute Gefühl will ich mit zur WM nehmen“, so Funk mit Blick auf die anstehende WM in Rio de Janeiro.

Ergebnisse fünftes Weltcuprennen:
Damen, Kajak-Einer: 1. Ricarda Funk (GER) 102,68 (2), 2. Maialen Chourraut (ESP) 104,45 (2), 3. Mallory Franklin (GBR) 105,34 (0); Im Halbfinale ausgeschieden: 14. Lisa Fritsche (GER) 110,31  (0); In der Qualifikation ausgeschieden: 45. Anna Faber (GER) 119,06  (0)

Weltcupendstand:
Damen, Kajak-Einer: 1. Jessica Fox (AUS) 303, 2. Ricarda Funk (GER) 302, 3. Corinna Kuhnle (AUT) 285, … 22. Jasmin Schornberg (GER) 93, … 25. Lisa Fritsche (GER) 80, … 46. Anna Faber (GER) 24

KSV-Kanuten triumphieren in Wißmar

Doppelsieg bei den Schülerinnen C – Wettkampfdebüt für VfL-Nachwuchs

WISSMAR – Die Slalom-Kanuten des KSV Bad Kreuznach präsentierten sich beim Wettkampf im hessischen Wißmar in ausgezeichneter Form und fuhren im Schüler-, Senioren- und LK-Bereich zahlreiche Podestplätze ein. Am Ende konnte sich jeder des achtköpfigen KSV-Teams über mindestens eine Medaille freuen.

Herausragende Leistungen zeigten insbesondere Milena Nikitina und Mascha Stambke in der jüngsten Altersklasse, den Schülerinnen C, wo sie an beiden Tagen einen Doppelsieg erringen konnten. „Dass sie mit diesen Ergebnissen sogar im Rennen der gleichaltrigen Jungs auf dem Treppchen gestanden hätten, zeigt ihre grandiose Entwicklung“, freute sich KSV-Sportwart Walter Senft über das Abschneiden seiner Schützlinge.

Dort, im 13 Teilnehmer starken Rennen der Schüler C, feierte VfL-Neuling Jan Zimmer mit zwei siebten Plätzen ein schönes Wettkampfdebüt. Und auch seine Vereinskameradin Viviana Fiedler steigerte sich von Lauf zu Lauf und wurde Vierte bei den Schülerinnen B. Zusammen mit den beiden KSV-Mädels holte sie im Team-Wettbewerb als Zweitplatzierte sogar ihre erste Medaille.

KSV-Talent Pascal Roth überzeugte mit den Plätzen fünf und vier im stark besetzten Feld der Schüler B. Anton Bloch wurde hier als einziger Starter des RKV Sechster.

Bei den älteren Schülern A war KSV-Athlet Christian Rehberg hingegen an beiden Tagen nicht zu schlagen. In seinen zweiten Läufen gelang dem 14jährigen Wöllsteiner mit einer Leistungssteigerung jeweils der Sprung von Rang zwei zum Sieg vor Jannik Sulzmann aus Frankenberg. Zusammen mit Pascal Roth und dem Zweibrücker Simon Schiel gab es im Mannschaftsrennen zudem Silber.

In der Leistungsklasse der Männer erkämpfte sich Robin Senft durch eine fehlerfreie Fahrt einen schönen zweiten Platz hinter Fabian Brucker aus Hanau. Vor elf Jahren bestritt Robin als Achtjähriger in Wißmar sein erstes Rennen, diesmal gab es für ihn eine andere Premiere: Erstmals war er mit Vater Stefan Senft im Team am Start, wo sie gemeinsam mit Lionel Briswalter (im Einzel 8.) einen schnellen Lauf ohne Torstabberührungen hinlegten. Am Ende lag das KSV-Trio nur 0,17 Sekunden hinter Wiesbaden auf Rang zwei. Im Einzel holte Stefan Senft bei den Senioren A, B und C ebenfalls Silber, genauso wie Bernhard Schraut im Rennen der Senioren D und E. (sts)

RICARDA FUNK GEWINNT DEUTSCHLAND-CUP IM EINERKAJAK

Europameisterin Ricarda Funk hat nach 2016 erneut den Deutschland-Cup im Kanuslalom gewonnen.

Die für den KSV Bad Kreuznach startende Bad Breisigerin konnte alle vier Rennen der Serie für sich entscheiden und siegte mit der Idealpunktzahl von 240 Zählern und 46 Punkten Vorsprung vor Jasmin Schornberg aus Hamm. Platz drei ging an Anna Faber vom WSC Bayer Dormagen (185 Punkte).

Nächste Station für die Rheinländerin ist der Weltcup vom 30.08-02.09 im slowenischen Tacen. Funk ist aktuell Weltcup-Titelverteidigerin und liegt nach drei von fünf Rennen in Krakau (Polen), Liptovski Mikulas (Slowakei) und Augsburg hinter der Australierin Jessica Fox auf Rang zwei.

Übersicht Deutschland-Cup. Endergebnis im Kajak der Damen:
1. Ricarda Funk, KSV Bad Kreuznach (240 Punkte)
2. Jasmin Schornberg, KR Hamm (194 Punkte)
3. Anna Faber, WSC Bayer Dormagen (185 Punkte)

BRONZE FÜR FUNK ZUM WELTCUPAUFTAKT

­Als einzige Deutsche war Gesamtweltcupsiegerin des Vorjahres, Ricarda Funk, auf Platz zwei hinter Jessica Fox (Australien) in das Finale eingezogen. Damit zeichnete sich zunächst das seit Jahren wiederkehrende Duell Funk gegen Fox ab, dann aber legte die Österreicherin Corinna Kuhnle eine Zeit vor, an der Funk nicht mehr vorbei kam. Als letzte Starterin ging schließlich die Australierin auf die Strecke: Fox toppte das Ergebnis der Österreicherin um 1,58 Sekunden und verdrängte damit Kuhnle und Funk auf Rang zwei und drei. „Ich bin eigentlich zufrieden, die schwierige Kombination an Tor 16 und 17 habe ich gut bekommen, aber ein paar Kleinigkeiten liefen nicht ganz so rund“, resümierte Funk, „Jetzt freue ich mich auf den kommenden Weltcup nächste Woche in Krakau.“

Ergebnisse 1 Weltcup Damen Kajak:  1. Jessica Fox (AUS) 101,20 (0),  2. Corinna Kuhnle (AUT) 102,78 (2),  3. Ricarda Funk (GER) 103,65 (0),

KSV-Nachwuchs mit tollen Erfolgen in Schwerte

Vier Pokale für KSV-Kanutin Paulina Pirro – Gold und Silber für Christian Rehberg – Schüler-Team mit starkem zweiten Platz

SCHWERTE – Die Nachwuchs-Kanuten des KSV Bad Kreuznach paddelten beim Wettkampf in Schwerte erneut ganz vorne mit. Allen voran Paulina Pirro, die sowohl im Kajak-Einer (K1) als auch im Canadier-Einer (C1) an den Start ging. Die frisch gebackene Deutsche Meisterin im K1 der Schülerinnen A war auch auf der Ruhr eine Klasse für sich und gewann nicht nur in ihrer Parade-Disziplin beide Rennen. Im C1 musste sich Pirro sogar mit den Jungs messen und siegte auch hier an beiden Tagen mit fehlerfreien Läufen. Am Ende fuhr sie mit vier Pokalen nach Hause – so etwas hatte es für das zwölfjährige Talent aus Feilbingert noch nie gegeben.

Ebenfalls stark unterwegs war Christian Rehberg im 23 Teilnehmer großen Feld der Schüler A. Am ersten Tag war der junge KSV-Athlet nicht zu schlagen und siegte vor dem Schwerter Lokalmatador Jonas Büchner. Im zweiten Rennen hatte dann Büchner die Nase vorn und gewann knapp vor Rehberg.

Pascal Roth kam bei den Schülern B im Einzel jeweils auf Platz sechs und überzeugte vor allem im Mannschaftsrennen, wo er zusammen mit Paulina Pirro und Christian Rehberg einen fehlerfreien Lauf hinlegte und eine Sekunde hinter dem Team aus Schwerte zur Silber-Medaille paddelte.

In der jüngsten Altersklasse, den Schülerinnen C, konnte sich Milena gleich zweimal über Silber freuen. Ihr fehlte an beiden Tagen jeweils nur eine Sekunde zum Sieg, der an Lina Hellmeier vom KC Hohenlimburg ging. Im gleichen Rennen feierte Mascha Stambke ihr Wettkampf-Debüt und machte als Sechste dabei eine gute Figur. Sie steigerte sich von Lauf zu Lauf und glänzte im Team-Wettbewerb der Schülerinnen zusammen mit Milena Nikitina in einer Renngemeinschaft schließlich mit einer fehlerfreien Fahrt. Das reichte sogar für Platz drei und damit für ihren ersten Podestplatz.

Knapp am Treppchen vorbei fuhr Bernhard Schraut als Vierter bei den Senioren D und E.

Parallel zur Regatta in Schwerte starteten mit den Kriesingers drei weitere KSVler beim Slalom in Günzburg. Dort belegte Lara Kriesinger bei den Schülerinnen A einen feinen zweiten Platz. Auch Schwester Janina paddelte in die Medaillenränge und wurde Dritte bei den Juniorinnen. Vater und Trainer Ingo Kriesinger dominierte die Leistungsklasse mit einem souveränen Sieg. (sts)