Gold und Bronze bei den „German Masters“

Ingo Kriesinger holt DM-Titel – Stefan Senft wird Dritter

NEUSS – Mit einer Gold- und einer Bronze-Medaille bei den „German Masters“, den Deutschen Meisterschaften der Senioren, beenden die Slalom-Kanuten des KSV Bad Kreuznach eine überaus erfolgreiche Wettkampfsaison.

Den Titel sicherte sich dabei Ingo Kriesinger in der Altersklasse der Senioren C (50-59 Jahre). Der Routinier, der im August bereits für Belgien Gold bei den „European Masters“ im italienischen Ivrea gewann, war auch auf der Erft nicht zu schlagen. Dabei war der Sieg mit nur einer knappen Sekunde vor dem Kölner Richard Bender diesmal jedoch denkbar knapp. „Es lief einfach nicht rund“, haderte Kriesinger, der in beiden Läufen mindestens ein Tor berührte, trotz des DM-Titels mit sich selbst. Dennoch: „Ingo ist so fit und hat mächtig Gas gegeben, so dass er die kleinen Ecken wieder herausfahren konnte“, resümierte Team-Kollege Stefan Senft und ergänzte: „Das zeichnet ihn aus.“

Senft, der bei den Senioren B (40-49 Jahre) an den Start ging, konnte mit seiner eigenen Leistung sehr zufrieden sein. Er blieb in allen Läufen fehlerfrei und gewann Bronze hinter dem Hanauer Markus Stroß und David Krajnik vom KST Rhein-Ruhr. „Das war für mich das maximale Ergebnis und das, was ich mir vorgenommen hatte“, strahlte der KSV-Trainer, der damit seinen Erfolg vom vergangenen Jahr wiederholte.

Horst Schröder, der wie Kriesinger bei den Senioren C startete, kam im 30 Teilnehmer großen Feld auf Rang 17. Im Mannschaftsrennen paddelte er zusammen mit Senft und Kriesinger unter 18 Teams auf einen feinen siebten Platz.

2020 könnten die „German Masters“ nach 14 Jahren wieder in Bad Kreuznach stattfinden. Der KSV hat sich um die Ausrichtung beworben. Die Entscheidung, ob die nächsten Deutschen Meisterschaften der Senioren für die Kanuten von der Nahe ein „Heimspiel“ werden, fällt bei der Ressorttagung des Deutschen Kanu-Verbandes noch in diesem Oktober. (sts)

FUNK HOLT QUOTENPLATZ BEI WM IN SPANIEN

Funk verpasst ihre dritte WM-Medaille holt aber Olympia-Startplatz im Einer-Kajak

Bei der Kanuslalom-WM im spanischen Seu d’Urgell ging es nicht nur um Medaillen, sondern auch um einen der 18 Nationenstartplätze für Olympia.

Ricarda Funk vom KSV Bad Kreuznach war schnellste im Halbfinale der Frauen-Kajaks, landete aber am Ende nur auf Rang fünf. Sie fuhr etwas mit angezogener Handbremse, denn sie hätte den bereits sicher geglaubten Startplatz auf der Zielgeraden noch verlieren können. Grund war die umstrittene Doppelstarter-Regelung, da Doppelstarterin Elena Apel (Augsburg) ebenfalls in das Kajak-Finale eingezogen war. Hätte Apel den Quotenplatz auf sich verbucht und am nächsten Tag im Einercanadier auch, hätte Deutschland in einer der beiden Disziplinen einen Olympia-Platz zurückgeben müssen.

Dennoch zeigte sich Funk mit dem Ergebnis zufrieden. „Sicher hätte ich auch gern eine Medaille gehabt, aber so ist das in unserem Sport. Und mein großes Ziel habe ich erreicht“, so Funk. „Mich hat das Ganze mit der Quotenplatzregelung und den Doppelstartern ganz schön beschäftigt, deshalb musste ich heute unbedingt bestes deutsches Boot werden und daher etwas auf Sicherheit fahren“.

Weltmeisterin wurde Eva Tercelj aus Slovenien, Silber ging an die Titelverteidigerin Jessica Fox (Australien) und Bronze holte sich die Neuseeländerin Luuka Jones.